Stil, Anspruch und Niveau
Ob Programm oder Zuspruch: Der Firmentreff in Schwäbisch Hall übertraf wirklich alle Erwartungen.
· Von den ersten Überlegungen bis zur Umsetzung in diesem Januar gingen mehr als zwei Jahre ins Land. Am Ende gibt es nichts zu deuteln: Der 1. Deutsche Kongress der Weltmarktführer war eine durchgängig gelungene Veranstaltung.
Noch bis in den Herbst vergangenen Jahres war längst nicht sicher, ob die Veranstaltung, die Wirtschaftsförderer Steffen Schoch (WHF) und Mitveranstalter Walter Döring angeschoben hatten, auch den entsprechenden Zuspruch finden würde. Am Ende sah alles ganz anders aus: Weil die Räumlichkeiten nicht mehr als 320 Personen vertrugen, musste so mancher Journalist leicht staunend eine Absage akzeptieren. Als Walter Döring am Abschlusstag im Plenum in der Bausparkasse in die illustre Unternehmerrunde fragte, ob denn ein generelles Interesse an einer Folgeveranstaltung besteht, brandete tosender Applaus auf.
Und Würth-Konzernchef Robert Friedmann griff schon einmal vor: "Nach einem solchen Auftakt halte ich es für gesetzt, dass der Kongress weitergeht." Doch ganz so einfach dürfte es für die Macher nicht werden. Denn allein die Qualität der Vorträge war beeindruckend. Was aber nicht weiter verwundert, gelang es den Organisatoren doch, die "Crème de la Crème" der deutschen Wirtschaftswissenschaften für einen Auftritt in der Kocherstadt zu gewinnen.
Walter Döring ist auch deshalb davon überzeugt, dass "die Gäste als Botschafter nach Hause gehen und dort für eine Fortsetzung werben werden".
Ob Örtlichkeiten, Vorträge, Workshops, Rahmenprogramm oder Betriebsführungen: Das Gesamtpaket sprach die Vertreter der mehr als 300 Firmen - rund 60 davon fallen unter die Kategorie Weltmarktführer - wirklich an. Dass die Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, ja sogar aus der Schweiz und Belgien anreisten, spricht für sich.
Michael Godelmann, bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Stuttgart für die Geschäftsentwicklung zuständig, ließ wissen: "Es war eine wunderbare Veranstaltung. So gut, dass wir sie im nächsten Jahr fördern wollen." Steffen Schoch: "Die Resonanz ist durchweg positiv. Uns war wichtig, die Authentizität, Offenheit und Ehrlichkeit der Weltmarktführer zu präsentieren. Dies ist uns gelungen." Sollte der Kongress wirklich eine Fortsetzung finden, dann ist eine weitere " Internationalisierung des Kongresses" das erklärte Ziel.
Erste Anregungen sind bereits eingegangen. Schwäbisch Hall als Veranstaltungsort ist gesetzt. Bleibt die Frage, wie sich die Region zusätzlich einbinden lässt.
Der nächste Kongress wird darauf die Antwort geben. · Heribert Lohr
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Autor: SWP | 04.02.2011
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Professionell: Auftritte von Experten wie IW-Chef Michael Hüther machten den Kongress zum informativen Erlebnis.
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