Ulmer Basketballer: Gegen Bayreuth fing alles an

Ulm.  Kurze Pause, Kopf frei, jetzt gehts weiter. Die Ulmer Bundesliga-Basketballer spielen morgen ab 19 Uhr in der Ratiopharm-Arena gegen Bayreuth. Die Erinnerungen an die Oberfranken sind nicht schlecht.

Wenn sich Trainer Thorsten Leibenath die Tabelle der Basketball-Bundesliga anschaut, dann reibt er sich mittlerweile nicht mehr verwundert die Augen und glaubt an Sinnestäuschung. Aber er denkt schon darüber nach, wie es dazu kommen konnte, dass sein Team relativ unangefochten auf Platz zwei steht. Und in diesen Überlegungen spielt unter anderem der BBC Bayreuth, am morgigen Samstag ab 19 Uhr Gast in der Ratiopharm-Arena, eine wichtige Rolle.

In der Oberfrankenhalle absolvierten die Ratiopharm-Korbjäger am 3. Oktober des vergangenen Jahres ihr erstes Punktspiel und gewannen gleich mit 82:71. "Dieser Erfolg, wenig später auch der Sieg in Trier, hat uns sehr viel Selbstvertrauen gegeben", erinnert sich der Ulmer Coach. Und er erinnert sich auch daran, dass das ein schwer erkämpfter Triumph war, "mit Rückschlägen in der Partie, von denen wir uns nicht haben beirren lassen". Genau dieser Charakterzug hat sich in den Begegnungen bis heute immer wieder als entscheidender Faktor gezeigt. Das soll so bleiben: Die Ruhe behalten, auch wenn es in den mindestens 40 Minuten immer wieder Phasen gibt, in denen es nicht so läuft wie geplant.

Dass die Spieler nach der kurzen Wettkampfpause mental wieder in der Lage sind, die Nerven strapazierenden Durststrecken unbeschadet zu durchschreiten, steht für Leibe-nath außer Frage. "Die Spieler haben sich körperlich und mental erholt und sind wieder heiß aufs Spiel", konnte der Coach in den zurückliegenden Trainingseinheiten beobachten. Zudem: Alle sind fit, so kann gegen Bayreuth die Serie von zuletzt fünf Siegen in Folge theoretisch weitergehen. Wenn da nicht der Gegner wäre, dessen Anwesenheit bekanntlich alles verkompliziert (frei nach Jean Paul Sartre).

Die Oberfranken haben sich nach dem Trainerwechsel (Marco van den Berg für Andreas Wagner) deutlich stabilisiert und konnten zuletzt zu Hause Alba Berlin schlagen. "Qualitativ gibt es keinen schrecklich großen Unterschied zu uns. Bayreuth ist für mich ein Kandidat für die Play-off-Plätze", meinte Leibenath, der sich auch von der Auswärtsschwäche der Bayreuther (erst zwei Siege) nicht blenden lassen will.

Allerdings: Die Gäste kommen vermutlich ohne Brandon Hunter und Corey Stokes (Muskeleinriss) nach Neu-Ulm. Vor allem der zehn Zentimeter kleinere Hunter, der sich gegen Berlin einen Pferdekuss zugezogen hatte, der operativ behandelt werden musste, machte Ratiopharm-Center John Bryant das Leben schwer. Für Hunter wird wohl der ehemalige Ulmer Center Maksym Shtein in die Anfangsformation rücken. Das Hauptaugenmerk der Ulmer Defensive wird jedoch auf den beiden Guards Osvaldo Jeanty und Danny Gibson liegen, die zusammen für 25 Punkte im Schnitt verantwortlich sind.


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Autor: THOMAS GOTTHARDT | 27.01.2012

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