Bundesliga-Basketballer mit fünf Spielen in zwei Wochen

Morgen müssen die Ulmer Bundesliga-Basketballer in Gießen antreten. Die Partie bei den Hessen bildet den Auftakt zu einer Serie von fünf Spielen in zwei Wochen. Coach Thorsten Leibenath dosiert das Training.

Es ist noch nicht so lange her, dass die Ulmer Bundesliga-Basketballer regelrecht von Spiel zu Spiel hetzen mussten: Berlin, Bonn, Braunschweig, kurz Silvester feiern, das neue Jahr begrüßen, dann zu Hause gegen München und Gießen. Fünf Partien in 17 Tagen. Die glänzende Bilanz: nur eine Niederlage bei Alba, wenn auch eine heftige (58:89).

Nun steht die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath vor einem noch geballteren Programm. Fünf Spiele in 14 Tagen. Davon ein Viertelfinal-Pokalspiel gegen Oldenburg am kommenden Mittwoch um den Einzug ins Top-Four-Turnier und das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Bamberg drei Tage später.

Los geht die Tortur am morgigen Samstag (20 Uhr) mit dem Auswärtsspiel in Gießen. Die Partie in der Hinrunde hat erst vor vier Wochen stattgefunden. In der ausverkauften Ratiopharm-Arena hatten die Ulmer beim 97:75 nur wenig Mühe.

Dane Watts sieht dem harten Programm noch einigermaßen gelassen entgegen. Dabei ist die amerikanische Offensivmaschine derjenige bei den Ratiopharm-Korbjägern, der rein zeitlich am meisten gefordert wird. Der 25-Jährige steht schließlich am längsten auf dem Parkett. Knapp 28 Minuten pro Spiel ackert und schuftet der "Power Forward", erzielt dabei rund elf Punkte - und fühlt sich dabei prächtig. "Du musst einfach sehen, dass du genug schläfst und vernünftiges Essen zu dir nimmst. Dann geht das", meinte Watts vor dem Start in die nicht unbedingt närrischen 14 Tage. Wer zu Hause für die gesunde Verpflegung sorgt, gab Watts auch freimütig zu: "Meine Frau ist der Chef."

Leibenath hat ein wenig mehr zu beachten als "nur" das leibliche Wohl. Zwar sei die Situation noch nicht so angespannt, andere Klubs, die international spielen, hätten locker zehn Partien mehr auf dem Konto, "dennoch dosieren wir natürlich das Trainingsprogramm", sagte der Coach. Das Problem in einer Zeit wie dieser mit vielen Begegnungen sei, "dass es schwierig ist, ein Team weiter zu entwickeln. Nach einem Spiel geht es um eine kurze Analyse, dann steht schon die Vorbereitung auf den nächsten Gegner an", skizzierte Leibenath das Programm. Da ist es vielleicht ganz gut, dass die letzte Partie gegen Gießen noch in guter Erinnerung und die Vorbereitung deshalb einfacher ist.


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Autor: THOMAS GOTTHARDT | 03.02.2012

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