Hamilton rechnet mit entschlossenem Vettel: „Nichts an Ansatz ändern“

Sebastian Vettel hat seinen Singapur-Crash verarbeitet. In Malaysia will er die WM-Wende einleiten. Lewis Hamilton erwartet einen wieder erstarkten Deutschen. Für den Briten ändert das dennoch nichts.

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Erster Auftritt in Kuala Lumpur: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton posiert mit einer Anhängerin für ein Selfie.  Foto: 

Mit Jeans-Shorts stellte sich Lewis Hamilton auf einen wiedererstarkten Sebastian Vettel in der Sauna von Sepang ein. Von dem Crash-Desaster in Singapur wird sich der deutsche Ferrari-Star nach Einschätzung des britischen Mercedes-Piloten im Titelkampf kaum beeinflussen lassen. „Ich muss davon ausgehen, dass er an diesem Wochenende stark zurückkommen wird“, meinte Hamilton vor dem 15. Saisonrennen am Sonntag (9 Uhr MESZ/RTL und Sky) in Malaysia.

Drei Siege am Stück nach der Formel-1-Sommerpause und ein Vorsprung von 28 Punkten wiegen den 32-Jährigen keineswegs in Sicherheit. „Das wird nichts an unserem Ansatz ändern, vor allem nicht an meinem Ansatz“, versicherte Hamilton, der weiter „das Maximum“ aus den verbleibenden sechs Rennen bis zum Finale am 26. November in Abu Dhabi holen und in der Wertung natürlich vorne bleiben will. Dann wäre der dreimalige Weltmeister erneut Champion.

Das will der viermalige Weltmeister Vettel unbedingt verhindern und sich endlich wieder zum Formel-1-König krönen. Es wäre sein erster Titel mit der stolzen Scuderia. Das frühe unfallbedingte Aus in Singapur vor knapp zwei Wochen hat der Hesse verarbeitet. Er glaubt fest an die Wende im Titelkampf. „Wir haben noch viele Rennen vor uns, wir haben ein starkes Auto. Es ist nie gut hinten zu sein, ich wäre auch lieber vorne“, sagte der gelassen wirkende Ferrari-Pilot.

Keine Glücksgefühle bei Hamilton

Trotz Pole Position kostete Vettel ein Crash in Singapur mit seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen und Red-Bull-Pilot Max Verstappen kostbare Zähler im WM-Zweikampf. Hamilton umkurvte die Unfallstelle und setzte sich in der Fahrerwertung weiter ab. „Du kannst da nicht viel machen, deshalb bringt es auch nichts, wieder und wieder darauf zu schauen“, meinte Vettel zu dem Unfall. „Es ist besser, wenn man Zeit und Energie darauf verwendet, nach vorne zu schauen.“

Vettel richtete dennoch einen Blick in die Vergangenheit. Und das aus gutem Grund. Denn 2015 feierte der Heppenheimer in Sepang seinen süßen Premierensieg mit der Scuderia und ist mit vier Erfolgen auch Rekordgewinner auf dem in einem Palmenhain gelegenen Kurs, der sich nach seiner 19. Auflage aus dem Formel-1-Kalender verabschiedet. „Es kommen viele verrückte Erinnerungen hoch, was während des Rennens und danach passiert ist“, erzählte Vettel schmunzelnd.

Glücksgefühle kommen bei Hamilton mit Blick auf 2016 in Malaysia nicht auf – auch wenn der Kurs insgesamt als Mercedes-Strecke gilt. Singapur ist für ihn keine zwingende Weggabelung im Zweikampf mit Vettel. Das Rennen sei jedoch durchaus, „Teil eines Wendepunkts, wenn man einen Rückstand in einen Vorsprung verwandelt“.

Sauber-Pilot Pascal Wehrlein ist mit Blick auf seine Zukunft in der Formel 1 zuversichtlich. „Ich denke, die Chancen stehen ganz gut", sagte der 22-Jährige aus Worndorf in Malaysia: „In den nächsten paar Wochen wird sich sicher etwas entscheiden.“ Man werde in diesem Jahr wohl „nicht so lange warten müssen“ wie zuletzt, sagte das seit Jahren von Mercedes geförderte Talent. sid

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