Ilona Kress verteidigt ihren Titel als Süddeutsche Championesse

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Strahlende Siegerin: Die alte und neue Süddeutsche Berufsreiterchampionesse Ilona Kress (Mitte) mit Marc Torsten Gerhardt (links auf dem Podest) und Petra Rampe (rechts auf dem Podest).  Foto: 

Und sie tut es wieder – Ilona Kress ist auch 2017 die stärkste Süddeutsche Berufsreiterin. In einem spannenden Finale beim Festival des Dressurpferds in Gomadingen-Marbach bewies sie ihre reiterlichen Fähigkeiten und glänzte auch auf den Pferden ihrer beiden Berufskollegen Marc Torsten Gerhardt und Petra Rampe. Sicherlich hatte sie einen kleinen Vorteil, weil sie Rampes Pferd Arancio schon aus dem letzten Jahr kannte.

„Diesmal habe ich versucht, ihn gerader zu halten. Ich glaube, das ist mir schon besser gelungen als im letzten Jahr“, zog Ilona Kress zufrieden ihr Fazit nach dem Ritt. Und trotzdem – sich innerhalb von fünf Minuten auf ein fremdes Pferd einzustellen und dann eine Dressurprüfung der Klasse S** korrekt zu reiten, ist auch für einen Profi nicht alltäglich.

Im „echten Leben“ arbeitet die Pferdewirtschaftsmeisterin als Selbstständige gemeinsam mit Pieter van der Raadt auf dem Martinshof in Zeutern. Seit ihrer Meisterprüfung im Jahr 2000 arbeiten die beiden Hand in Hand. In diesem Jahr wurde ihr die größte Ehre zuteil, die ein Reiter in seiner reiterlichen Karriere erlangen kann. Beim Osterturnier in Zeutern bekam sie das lang ersehnte Goldene Reitabzeichen verliehen. Ganze zehn Siege in der Schweren Klasse sind die Voraussetzung dafür.Für Ilona Kress hat das Süddeutsche Berufsreiterchampionat nach wie vor einen besonderen Reiz.

Von den beiden Pferden ihrer Konkurrentinnen Arancio und Sister Sunshine lag Arancio ihr persönlich besser. Bei Sister Sunshine hatte sie hin und wieder Probleme mit den fliegenden Wechseln. Aber nicht nur ein fremdes Pferd ist gewöhnungsbedürftig, auch seine Ausrüstung.

Und da das Regelwerk vorgibt, dass „der Sattel zum Pferd gehört“, darf dieser nicht getauscht werden. Lediglich die Steigbügellänge darf angepasst werden. Richtig vorbereiten kann man sich auf diese Herausforderungen aber eigentlich nicht.

„Da bleibt einem nichts anderes übrig als aufzusitzen und zu fühlen, wie das Pferd tickt“, erklärte die Frohnatur aus Nordbaden in Gomadingen-Marbach.

Besonders schön fand sie den kameradschaftlichen Umgang mit ihren Kontrahenten. „Hier wünscht ja keiner dem anderen etwas Böses. Wir haben uns schon vorher ein paar Tipps gegeben und Besonderheiten unsere Pferde ausgetauscht“, sagte sie und lachte während ihres Aufenthalts im Haupt- und Landgestüt Marbach.

Info Weitere Informationen und Ergebnisse auf der Internetseite des Festivals des Dressurpferdes www.dressurfestival-marbach.de

Dressurreiten fördert und verfeinert die natürlichen Bewegungen des Pferdes und ermöglicht ihm, das Gewicht des Reiters optimal zu tragen und trägt dadurch zur Gesunderhaltung des Pferdes bei. Dressur bedeutet in diesem Zusammenhang weniger das Konditionieren des Pferdes auf Kommandos im Sinne einer Freiheitsdressur als vielmehr die Gymnastizierung und Sensibilisierung des Pferdes zur Erhöhung von Kraft, Beweglichkeit und Durchlässigkeit.
Der Grundgedanke der klassischen Dressur ist die möglichst lange Gesunderhaltung eines Reitpferdes durch das Praktizieren von gymnastischen Übungen, durch die das Pferd, ohne Schaden zu nehmen, in die Lage gebracht werden soll, für den Reitgebrauch nutzbar zu bleiben.

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