Genkinger Lebenszeichen

Der TSV Genkingen hat mit einem 1:0-Sieg gegen Glems wieder Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg geschöpft. Und der TSV Wittlingen feiert nach neun Spielen ohne Sieg einen beeindruckenden 6:1-Erfolg.

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Schlägt beim Wittlinger 6:1-Sieg gegen den Tabellendritten SG Reutlingen gleich viermal zu: Torjäger Martin Reiff.  Foto: 

FC Engstingen - Tübingen 0:3

Beide Teams neutralisierten sich in der Anfangsphase, sodass es bis zur zehnten Minute dauerte, ehe Sivan Mohammad mit einem Schuss aus 20 Metern knapp über das Gästetor die erste Chance hatte.

Engstingen machte viele einfache Fehler, Tübingen konnte daraus jedoch zunächst kein Kapital schlagen. Der FCE hatte weiter die besseren Chancen. Einen Freistoß von Stefan Baisch parierte der Tübinger Torhüter. Kurz darauf musste FCE-Schlussmann Jonas Dohrmann verletzt vom Platz. Spielertrainer Nico Gotthardt stand nun zwischen die Pfosten. In der 36. Minute nutzten die Gäste einen Engstinger Fehler im Aufbauspiel durch Felix Müller zur 1:0-Führung.

Im zweiten Durchgang machte Tübingen mehr Druck und drängte auf die Entscheidung. Der FC Engstingen konnte kaum noch Akzente nach vorne setzen. So war das 2:0 in der 73. Minute durch Patrick Ohlbrock die Folge der Tübinger Überlegenheit. Kurz vor dem Abpfiff gelang Ersah Öztürk noch das 3:0 für Tübingen.

FC Engstingen: J. Dohrmann (25. Gotthardt) - Schmid (5. S. Vöhringer, 70. M. Vöhringer), Seidel, Schenk, Gern, Baisch, Mohammad, Kaufmann, Modrow, I. Dohrmann (65. Gauß), Werz.

SV 03 Tübingen: Ott - Sautter, Urban, Ohlbrock, Öztürk, Eggensperger, Scholz, Faßnacht, Oladarimi, Oberdorfer.

TSV Genkingen - TSV Glems 1:0

In einem hart umkämpften Spiel merkte man, dass es für beide Teams um sehr viel ging. Beide waren zum Siegen verdammt, wollten sie noch eine realistische Chance auf den Klassenverbleib wahren. Der TSV Genkingen setzte Glems früh unter Druck, sodass die Gäste häufig mit langen Bällen arbeiten mussten. Im ersten Durchgang hatten beide Teams gute Chancen für ein Tor. In der 20. Minute konnte der Glemser Torhüter gegen Sven Saur abwehren und stand in der 32. Minute erneut im Mittelpunkt. Nach einem Eckball war Philipp Deh mit der Fußspitze am Ball, aber Fabian Schuster parierte noch, obwohl er schon auf dem Weg in die andere Ecke war. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Ismail Tunc die beste Glemser Chance, die jedoch ebenfalls ungenutzt blieb.

"Uns war klar, dass eine Kleinigkeit das Spiel entscheidet, am Ende war es jedoch etwas ganz Großes", sagte der Genkinger Patrick Deh. Das war ein satter Schuss von Christoph Frank in der 55. Minute aus 30 Metern. Der Ball landete unhaltbar zum 1:0 im Glemser Tordreieck. Nun baute die Heimelf einen Abwehrriegel auf und ließ nichts mehr zu. Auch die siebenminütige Nachspielzeit überstanden die Genkinger und feierten den zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen.

TSV Genkingen: Kurzenberger - Mayer (90. Capo), List, Schneider, Patrick Deh, Philipp Deh, C. Frank, S. Saur, F. Saur, Hantel (79. T. Frank), Krasser (90. Fulde).

TSV Glems: Schuster - C. Liotti (59. Dirlik), Tüzün (46. Caran), Tunc, Reiff, Hildenbrand, Owusu-Smith, Vogel, Stiefel (6. Finkbeiner), Mauro, Bergamo.

TSV Wittlingen - SG Reutlingen 6:1

"Wir sind froh, dass wir unseren Negativlauf beenden konnten. Die Mannschaft hat sich mit Laufbereitschaft und viel Leidenschaft den Sieg erarbeitet und verdient", analysiert TSV-Trainer Ralf Luik. Allerdings erwischte der Tabellendritte aus Reutlingen den besseren Start. Andreas Heidt markierte nach einer Einzelleistung die 1:0-Führung.

Doch die Hausherren drückten nun dem Spiel ihren Stempel auf. Nach einer Flanke von Hiller glich Martin Reiff zum 1:1 aus (32.). Die Luik-Elf war auch in der Folgezeit in puncto Laufbereitschaft, Wille und Einsatz den Gästen überlegen. Allerdings verpassten es die Gastgeber, ihre Überlegenheit noch vor der Pause in Tore umzumünzen.

Kurz nach Wiederanpfiff hatte Reutlingen seine beste Phase in der Partie, und der eingewechselte Tim Hahn vergab die erneute Führung, weil Abwehrspieler Holger Mess in letzter Sekunde klären konnte. Dann war es erneut Reiff, der zum 2:1 traf. Nach einer sehenswerten Einzelleistung erhöhte Pascal Maier auf 3:1, und nach einem Doppelschlag per Kopf von Reiff, war mit dem 4:1 und 5:1 das Spiel entschieden. Den Schlusspunkt setzte Pascal Maier mit seinem zweiten Treffer. "Wittlingen war uns in den grundlegenden Dingen, wie Einsatz und Kampfbereitschaft einfach überlegen und hat viel mehr für den Sieg investiert", ärgerte sich SG-Co-Spielertrainer Zvonimir Kvesic.

TSV Wittlingen: Eißele - Mess (79. Sparwasser), Beck, Goller, Maier, Hiller, Krohmer (83. Ruess), Yildiz, Gresch, Flitsch, Reiff.

SG Reutlingen: Frisina - Kunst, Kvesic, Möck, Genuardi (70. Votteler-Veit), Röstel, Wagner, Mojsisch, Heidt (46. Hahn), Locher, Mazourov.

SSC Tübingen - SV Zainingen 0:1

Eine halbe Stunde lang neutralisierten sich beide Teams, dann wurde der SVZ dominant - und führte unmittelbar vor der Pause, als David Birgel aus dem Gewühl heraus traf. Nach der Pause wurde der SSC stärker, aber die dickste Chance hatte Zainingen. Doch Birgels 20-Meter-Schuss knallte nur an den Pfosten. Dem SSC lief die Zeit davon, die Zaininger stoppten viele Angriffe mit geschickten Fouls. Beim SSC fehlte gestern schon Jeffrey Kyei. Und der wird auch nicht mehr kicken. Der 26-Jährige verabschiedete sich für drei Monate in die USA.

SSC Tübingen: Ehrhardt - Hess (66. Mangliers), Benjamin Annel (56. Klaiber), Andacic, Princip, Jentsch, Braunsberger, Schneck (71. Sevinc), Chatziliadis, Wellhäuser, Meral (62. Braunagel).

SV Zainingen: Adamski - Moser, Lais, Edel, Patrick Wörz, Blochinger, Lamparter (89. Klassen), Stickel, Schweizer, Szymanski (74. Füllemann), David Birgel.

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