Berrer verschiebt sein Karriereende und kämpft für den TV Reutlingen

Tennis, 2. Bundesliga: Der 37-jährige ehemalige Deutsche Einzelmeister tritt noch eine Saison für den TV Reutlingen an. Die Achalmstädter nennen den Klassenerhalt als Saisonziel, starten mit zwei Auswärtsspielen in die Runde.

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Man wollte es selbst nicht anders: Der TV Reutlingen startet mit zwei Auswärtsspielen in die neue Saison der 2. Tennis-Bundesliga Süd. Das hat Manager Rainer Renz so beantragt, weil bis  Anfang August noch  die anderen Ligen spielen und man deshalb weniger Zuschauer hätte. Im Vorjahr hatte man keine Probleme in Sachen Klassenerhalt, belegte den guten fünften Platz. Die Tennisfans sehen an der Rudolf-Harbig-Straße nun neue Teams und neue Spieler. Es spielen vier neue Teams mit, weil einige Mannschaften wie Dresden sich zurückzogen. Neu sind der TSV 1860 Rosenheim, TC Ismaning, Blau-Weiss Würzburg und TC Oberweier.

Rainer Renz, Team-Manager der Achalmstädter, will die 2. Bundesliga schützen, deshalb auch die Termine mit dem verspäteten Einstieg. Er kann nicht vorhersagen, in welcher Formation der TVR auflaufen wird, weil Spieler bei Turnieren im Einsatz sind und nur kommen können, wenn sie früh ausscheiden. Doch deshalb hat der TVR einen großen Kader.

Beim Kader hat der Tennis-Manager auf Kontinuität gebaut siehe Gianessi, Samper-Montana, Sonego, Giustino oder Mager. So hat er als Neuzugang den Franzosen Jonathan Eysseric verpflichtet, zum ersten Mal ist auch ein Australier im Kader: Bradley Mousley.

Sonst baut  Renz auf deutsche Spieler. So kamen Tobias Simon, der in Ludwigshafen spielte und neu ist auch Jakob Sude, der aus Weinheim kommt. Die Nordbadener sind in die 1. Bundesliga aufgestiegen und Sude hätte dort kaum Einsätze gehabt, die er beim TVR sicher hat. Beide passen, so Renz, gut ins Team.

Auch die Spieler der zweiten Mannschaft und Junioren, Nico Hornitschek und Kevin Hümpfner, können ein Thema werden. Dann ist man mehr als froh, dass der deutsche Hallen-Meister Michael Berrer (37), der seine Karriere beendete, für den TVR  die vier Heimspiele sicher bestreitet, auch im letzten Spiel in Würzburg parat steht - eine Riesensache für den TVR. Da spielen eben die guten Verbindungen zum in Stuttgart heimischen Berrer eine Rolle, das ist schon ein freundschaftliches Verhältnis.

Für Renz und Trainer Daniel Stöhr ist klar: „Wir wollen nicht absteigen, die zwei Teams Würzburg und Ismaning hinter uns lassen, denn zwei Vereine steigen ab.“

Jung-Ehemann Stöhr spielt nicht mehr in der ersten Mannschaft: „Ich habe so viele Aufgaben als Trainer und Coach, die Doppelbelastung ist nun weg. Man muss wissen, wann Schluss ist. Meine Favoriten sind Großhesselohe, Rosenheim, Oberweier und auch Pforzheim, der TC Wolfsberg ist immer stark. Die 2. Liga wurde insgesamt sicher stärker. Wir haben ein Team, das für die Fans sicher interessant ist.”

Renz sieht in der 2. Liga eine gute Plattform. Sie ist ideal, um den vielen Tennis-Fans und -Spielern der verschiedenen Ligen der Region, gutes, attraktives Tennis mit vielen neuen Spielern  zu bieten. Im Vorjahr war man schnell gesichert, aber die 1. Liga ist derzeit kein Thema für die Achalmstädter. Man möchte eine gute Zweitliga-Saison anbieten.

Der Tennisverein Reutlingen hat eben auch viele deutsche Spieler im Gegensatz zu anderen Teams im Kader. So haben Rosenheim, Hainsacker oder Großhesselohe kaum einen deutschen Akteur im Kader.

Doch alle Spieler, die zum Teil seit Jahren für den TVR aufschlagen, haben eine große Identifizierung mit dem Klub, was für Renz auch wichtig ist. Man sei, so Stöhr, ein eingeschworenes Team und dies könnte im Doppel entscheidend werden. Speziell im August gibt es viele Turniere in den USA und da muss man abwarten, wann die Spieler ausscheiden. Dann hat man eben viele deutsche Spieler, die einen Einsatz bekommen.

Freude auf Berrer

Stöhr freut sich auch auf den ehemaligen Deutschen Einzelmeister Michael Berrer: „Er ist Profi und weiß genau, wie er sich vorbereiten muss. Das macht er akribisch. Er ist ein Team-Player, ihm fehlt eben Matchpraxis. Doch Michael ist eine Stütze, es ist seine letzte Saison. Wir können uns alle auf seine letzten vier Heimspiele freuen und sind stolz, dass er sich doch noch einmal für uns entschieden hat.”

So ist man beim TVR  zuversichtlich, hat realistische Ziele - notfalls den rettenden siebten Platz, möglichst vor dem letzten Spiel in Würzburg. Die Reutlinger  Zweitliga-Macher Renz und Stöhr sind optimistisch, was den Kader angeht, die meisten Spieler sind seit Jahren dabei, fühlen sich an der Rudolf-Harbig-Straße zu Hause, kennen sich gut und brachten stets ihre Leistung.

Der Klub von der Rudolf-Harbig-Straße hat einen gut aufgestellten Kader mit acht deutschen Spielern, die je nach Ausscheiden der Spitzenspieler auch zum Einsatz kommen. Ein guter Start am kommenden Freitag ist wichtig, da spielt man gleich in Ismaning, ein Team, das man hinter sich lassen will. Erst am 28. Juli können die Fans ihren TVR  zu Hause gegen Ludwigshafen im Freitagsspiel sehen, am Sonntag kommt dann Hainsäcker an die Rudolf-Harbig-Straße.

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