Zwei Welten beim TV Großengstingen

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Nicht aufzuhalten: Steffen Hummel steuert drei Tore zum deutlichen Sieg des Handball-Bezirksligisten TV Großengstingen im Derby gegen die SG Ober-/Unterhausen II bei.  Foto: 

Bezirksliga Männer

Dank einer erneut überragenden Abwehrleistung konnte der TV Großengstingen das Bezirksliga-Derby gegen die SG Ober-/Unterhausen II mit 30:22 (14:8) und damit souverän für sich entscheiden. In der gut gefüllten Engstinger Freibühlhalle entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch – bis Julian Rinker in der elften Minute einen Siebenmeter abwehren konnte. Danach zogen die Engstinger bis zur 17. Minute erstmals auf vier Tore davon. Dank einer herausragenden Torhüterleistung von Rinker und einer kompakten Abwehr um Steffen Hummel im Mittelblock wurde der Vorsprung auf sechs Tore bis zur Halbzeit ausgebaut.

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Engstinger nicht locker. Einzig in einer kleinen Schwächephase des TVG gelang es den Gäste bis zur 38. Minute den Abstand auf fünf Tore zu verkürzen. Die Engstinger konnten in den letzten zehn Minuten sogar noch eine Schippe drauflegen. Mit 30:22 nach 60 Minuten wurden die Gäste aus dem Echaztal regelrecht abgefertigt. Das Team des Trainers Erich Fulde konnte indes den vierten Sieg im vierten Spiel 2017 feiern und ist seit Anfang November 2016 zu Hause ungeschlagen. Der TVG hat nun zwei Wochen spielfrei, ehe es am 12. März zum Tabellenzehnten TV Rottenburg geht.

TV Großengstingen: Rinker, Gmeiner – S. Hummel (3), D. Staneker (3), J.H. Hummel (1), Kinzelmann (6), Balaj (2), M. Hummel, Schwarz, Grünenwald (2), v. d. Dellen, Häcker (9/3), P. Staneker (1), Bordt (3/1).

Landesliga Frauen

Mit einer ganz bitteren 23:27-(13:12)-Niederlage gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten TV Rottenburg verabschiedeten sich die Landesliga-Handballerinnen des TV Großengstingen in die Faschingspause. „Ich kann mir nicht erklären, warum wir in jedem Spiel zwei so total unterschiedlich Gesichter zeigen. Der Spielverlauf gegen Rottenburg war exemplarisch für viele Spiele in dieser Saison. Aus einem deutlichen Rückstand kämpft sich die Mannschaft heran und geht sogar in Führung, weil in dieser Phase alles richtig gemacht wird. Anschließend spielt man auf Augenhöhe mit und aus einem unerklärlichen Grund passieren plötzlich unzählige Fehler. Ehe man sich wieder fängt, ist das Spiel bereits entschieden und es kann nur noch Ergebniskosmetik betrieben werden“, sagte Trainer Robin Höhne.

Der TVG hatte bis zur siebten Minute bereits drei Bälle verworfen und zwei technische Fehler – es stand 0:6. Dann begann die Aufholjagd der Engstingerinnen. Die Abwehr stand sicher, im Angriff wurde mit viel Druck und Übersicht gespielt. Der Lohn war der 7:7-Ausgleich (17. Minute). In der 21. Minute führte der TVG mit 10:8. In dieser Phase zeichneten sich insbesondere Torhüterin Stefanie Lutz und Rückraumspielerin Melanie Höneß als sichere Siebenmeter-Schützin aus. Bis zum Stand von 18:19 (45.) war der Spielausgang offen, dann verloren die Engstingerinnen im Angriff völlig den Faden und schenkten die Bälle gleich reihenweise her. Beim 19:25 (53.) war das Spiel verloren.

„Wir brauchen uns nichts vormachen und müssen die Situation realistisch bewerten. Aktuell fehlen uns sieben Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz. Es sind zwar noch sechs Saisonspiele, allerdings stehen diese Gegner auf den Tabellenplätzen eins bis fünf. Die Chancen sind sehr gering, aus diesen Spielen die Summe an benötigten Punkten zu holen. In den fünf Spielen seit Jahreswechsel bis jetzt hätten die 'big points' gegen die Mannschaften der hinteren Tabellenhälfte geholt werden können. Jedoch haben wir diese Phase mit nur mageren zwei Punkten beendet“, zieht Höhne Bilanz.

TV Großengstingen: Peller, S. Lutz – Rudolph (1), L. Betzmann (1), Bögel, Maichle, Torner, Reihling, Bortot (1), Brunner (4), Höneß (10/7), A. Betzmann (1), Gnadt (5).

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