Ein Schlüsselspiel gegen den Mitaufsteiger

Die Botschaft kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Kurz vor dem wichtigen Spiel gegen GWD Minden musste der Handball-Bundesligist TV Neuhausen/Erms den Abgang von Marcel Schiller verkünden.

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Marcel Schiller. Foto: Archiv

Es war zu befürchten, dass Topspieler des TV Neuhausen - wie Marcel Schiller - nach dem Aufstieg in die Bundesliga stärker im Fokus stehen. Den Außenspieler mit dem großen Wurfrepertoire hatten einige Bundesligisten auf dem Wunschzettel. Nach dieser Saison wechselt der 21 Jahre Dettinger zu Frisch Auf Göppingen, wo er am Mittwoch einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat.

Nachdem Schiller seit der C-Jugend in Neuhausen spielte, dort Deutscher A-Jugendmeister wurde und mit dem TVN in die wohl stärkste Handball-Liga der Welt aufgestiegen ist, ist es für ihn an der Zeit, seine Karriere weiter voranzutreiben. Zumal er auch seine Ausbildung als Physiotherapeut abgeschlossen hat. Der Göppinger Trainer Velimir Petkovic hat den zweikampfstarken Rechtshänder schon seit einigen Jahren unter Beobachtung und ihn jetzt zu sich geholt.

Bevor Schiller wechselt, will er mit Neuhausen noch ein großes Ziel erreichen: den Klassenerhalt. Und da steht mit dem Heimspiel gegen GWD Minden morgen (17.30 Uhr) in der Tübinger Paul-Horn-Arena eine Schlüsselpartie an. "Wir sind besessen davon, dieses Spiel zu gewinnen", sagt der TVN-Trainer Markus Gaugisch und unterstreicht damit die Bedeutung dieses Kräftemessen mit dem nur zwei Punkte besser dastehenden Mitaufsteiger. Nach einer 49 Tage langen Ligapause aufgrund der WM in Spanien soll auch die Halle wieder ihren Beitrag zum Sieg leisten. "Wer hier weiterhin erste Liga erleben will, der ist am Sonntag an unserer Seite und unterstützt uns", hofft Gaugisch auf ein volles Haus.

Auch für den TVN-Geschäftsführer Dieter König ist klar, dass es ein eminent wichtiges Spiel ist. "Aber es wird nicht die letzte Schlacht sein, die wir schlagen. Besonders die anstehenden Heimspiele in den ersten Wochen sind von großer Bedeutung. Wir wollen die endgültige Entscheidung bis Saisonende hinauszögern, das ist das Ziel", sagt König.

Der Geschäftsführer selbst ist derzeit viel beschäftigt, laufen doch alle Spielerkontrakte nach dieser Saison aus. Nach den Vertragsverlängerungen von Ralf Baader, Daniel Reusch und Philipp Keinath, konnte in der vergangenen Woche auch mit Ferdinand Michalik Einigkeit erzielt werden. Der 25-Jährige unterschrieb für weitere zwei Jahre. "Er steht für unser Konzept, hat sich sehr gut entwickelt und ist ein echtes Neuhäuser Blut", sagt Markus Gaugisch über den Spielmacher.

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