Ohne Ausweis kein Einsatz

Ein Spieler des SV Auingen hat sich nicht ausweisen können, was den Verein jetzt einen Punkt kostet. Das schmerzt die Auinger im Abstiegskampf besonders. Jetzt sind sie auf den vorletzten Platz abgerutscht.

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Einen bitteren Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg musste der SV Auingen in dieser Woche hinnehmen. So hat das Sportgericht Alb den Auingern den Punktgewinn beim 2:2-Unentschieden gegen den TSV Pfronstetten/Wilsingen aus der Partie vom 4. November annulliert. Die Partie wird stattdessen mit 3:0 Toren für den TSV Pfronstetten/Wilsingen als gewonnen und für den SV Auingen entsprechend als verloren gewertet.

Begründet wird das Urteil damit, dass auf Seiten des SV Auingen in besagter Begegnung mit Raphael Grübel ein Spieler zum Einsatz kam, der sich vor der Partie nicht ausweisen konnte. Zum einen war sein Spielerpass nicht verfügbar, der derzeit auf der Geschäftsstelle des Württembergischen Fußballverbands (WFV) liegt, da er erneuert werden muss. Als Alternative ist in solchen Fällen dann der Personalausweis gültig, den hatte Grübel aber auch nicht dabei. Also fehlte dem Auinger Spieler eine entsprechende Spielerlaubnis.

"In einem solchen Fall ist der Schiedsrichter dazu angehalten, die entsprechende Mannschaft darauf aufmerksam zu machen, diesen Spieler besser nicht einzusetzen", erläutert Kreisliga-A-Staffelleiter Richard Grübel das in einer solchen Situation übliche Vorgehen.

Da der SV Auingen diesem Hinweis des Unparteiischen offenbar aber keine Beachtung schenkte, verlieren die Auinger in der Tabelle einen kostbaren Punkt und fallen mit nunmehr sieben Zählern auf der Habenseite auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

"Ich verstehe nicht, dass die Vereine bei solchen Fragen, wenn sie sich unsicher sind, nicht einfach mal zum Telefonhörer greifen oder den Spieler notfalls ganz aus der Partie lassen", sagt Staffelleiter Richard Grübel, der zugleich als Großvater des Spielers Raphael Grübel indirekt betroffen ist. Grübel: "Der Punkt fehlt Auingen jetzt natürlich und kann am Ende vielleicht sogar über den Klassenerhalt entscheiden. Aber da kann nicht einmal ich als Opa etwas daran ändern."

Kurios: Selbst wenn der Staffelleiter bei besagter Partie selbst vor Ort gewesen wäre, hätte er von seinem eigenen Enkel einen Ausweis verlangen müssen. Grübel: "Das ist eigentlich schon der Wahnsinn, aber im Fußball läuft eben so manches verkehrt."

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