Immer daran geglaubt

Vier Heimspiele hat es gedauert, bis der TV Neuhausen/Erms auch in der Tübinger Paul-Horn-Arena feiern durfte. Vor 2100 Zuschauern erkämpfte sich der Aufsteiger gegen den HSV Hamburg ein 28:28 (12:16).

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Der Punktgewinn gegen den Tabellenfünften am Mittwochabend war ein gefühlter Sieg - und eine kleine Sensation. "Ich glaube man hat gesehen, dass wir immer daran geglaubt haben, dass etwas geht", sagte der TVN-Trainer Markus Gaugisch, "wir haben das in vollen Zügen genossen".

Dabei war das Spiel eigentlich schon verloren. Denn 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff warf Andreas Schröder bei der vermeintlich letzten Neuhäuser Chance den Ball über das Tor. Aber Hamburgs Außenspieler Matthias Flohr zeigte Nerven. Anstatt den Ball zu halten, wollte er einen Konter einleiten, der zu einem Fehlpass wurde und Marcel Schiller die Möglichkeit zum Ausgleichstreffer gab. "Durch eine leidenschaftliche Leistung haben sie sich den Punkt gegen uns verdient", zollte auch der Hamburger Trainer Martin Schwalb dem Liganeuling seine Anerkennung.

Zurück blieben ausgelassen hüpfende Neuhäuser und geschockte Hamburger, die sich indes nicht beklagen dürfen. Denn der HSV, der momentan fünf Verletzte zu beklagen hat - darunter die Rückraumspieler Marcin Lijewski (Sprunggelenksoperation) und Pascal Hens (Muskelfaserriss) -, ging dieses Duell ganz offensichtlich mit halber Kraft an. "Wir sind aufgrund der Verletzungssorgen momentan nicht in der Verfassung, die Doppelbelastung in Meisterschaft und Champions League einfach so wegzustecken", suchte Schwalb nach einer Erklärung, warum sein Team schlecht startete und dann zweimal einen deutlichen Vorsprung verspielte.

Erst nach 24 Minuten (11:10) lag der große Favorit das erste Mal in Front - und hat den Willen des Neulings bei einer Führung von 25:21 (52. Minute) fahrlässig unterschätzt. Vor allem Rückraumspieler Andreas Schröder brachte sein Team immer wieder ins Spiel zurück. "Wir sind zum ersten Mal für unseren großen Aufwand auch belohnt worden,", sagte der neunfache TVN-Torschütze, der neben dem Torhüter Thomas Bauer, der sich im Laufe des Spiels steigerte und am Ende auf 14 Paraden kam, der auffälligste Spieler beim TVN war. "Wir freuen uns riesig über den ersten Heimpunkt. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt", sagte Bauer.

So spielten sie

TV Neuhausen: Bauer - Theilinger, A. Becker (5), Schuldt, Keinath, Trost, Reusch (2), Schiller (6/2), Michalik (2), Büdel, Seitle, A. Schröder (9), Bader (4).

HSV Hamburg: Tahirovic, Beutler - Kraus (4), Duvnjak (7), Lackovic (1), Flohr (2), Vori, Lindberg (9/3), Terzic, Nilsson, Petersen (5).

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