Heinrich David sorgt für neuen Schwung in Steinhilben

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Michael Kühnlein (oben, blaues Trikot) und der TSV Steinhilben haben einen guten Saisonstart erwischt und wollen ihre Erfolgsserie auch morgen bei der SGM Holzelfingen/Honau ausbauen.  Foto: 

Nach fünf Spielen ist der TSV Steinhilben noch ungeschlagen und liegt mit elf Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz der Fußball-Kreisliga A1 Alb. Dies hätten vor der Saison nicht viele erwartet. Anders jedoch Neu-Trainer Heinrich David: „Mich überrascht das nicht, ich wusste bereits bei meiner Zusage, was für ein Potential in dieser Mannschaft steckt.“

Mit Simon Roggenstein, der vom Verbandsligisten VfL Pfullingen zurückgekommen ist, und mit dem jungen Semih Özdemir (Rückkehrer vom TSV Trochtelfingen), Rene Mayer (SV Feldstetten) und Dennis Uhland (KFH Kettenacker) hat sich der TSV Steinhilben gegenüber der Vorsaison sehr gut verstärkt. „Alleine Simon mit seiner Erfahrung ist schon enorm wichtig für uns“, so Heinrich David. Die jüngste Erfolgsserie und auch das unglückliche Aus im Bezirkspokal, als man erst im Elfmeterschießen gegen den Bezirksligisten FC Engstingen unterlag, sind für den langjährigen Trainerfuchs David keine große Überraschung: „Wir haben in der Vorbereitung viel mit dem Ball mit entsprechenden Spielformen und im taktischen Bereich gemacht. Das zahlt sich nun aus.“

Aufgrund der jüngsten Ergebnisse ist beim TSV Steinhilben in der Zwischenzeit eine große Euphorie, jedoch keine Überheblichkeit ausgebrochen: „Wir werden weiter von Woche zu Woche hart arbeiten und von Spiel zu Spiel schauen“, so David, der in der Endabrechnung schon gerne unter den ersten Vier in der Tabelle einlaufen würde. Doch auch David ist klar: „Wir können nur weiter ganz vorne mitspielen, wenn wir von größeren Verletzungen verschont bleiben.“

Und hier hat es am letzten Spieltag für Nico Wittner bereits eine schwere Verletzung gegeben, die einen Einsatz in den kommenden Spielen offen lässt. Morgen gibt der TSV Steinhilben seine Visitenkarte bei der SGM Holzelfingen/Honau ab und die weiße Weste soll bewahrt werden. „Natürlich fahren wir mit viel Selbstvertrauen nach Honau, dennoch haben wir aber den nötigen Respekt, gerade vor einem Team das bereits angeschlagen ist“, so Heinrich David. Die SGM konnte am letzten Spieltag beim 1:1 in Auingen den ersten Punkt der Saison einfahren und will mit Sicherheit gleich einen Heimsieg nachlegen. Im Bezirkspokal Alb sorgte Holzelfingen/Honau freilich während der Woche für eine Sensation, indem Bezirksliga-Spitzenreiter SG Reutlingen mit 11:10 nach Elfmeterschießen egalisiert wurde.

Trotz der guten Steinhilbener Spiele und der guten Resultate fordert David von seinen Spielern in der Chancenverwertung noch eine Verbesserung: „Es muss der nächste Schritt sein, dass unsere vielen Torchancen noch konsequenter und effizienter genutzt werden.“

Im gesamten Steinhilber Lager sind die Äußerungen zum Thema der Spielverlegung gegen den SV Würtingen schwer aufgeschlagen. „Das ganze Tamtam, insbesondere des Würtinger Trainers, ist für uns nicht nachvollziehbar und geht absolut gar nicht“, so Heinrich David: „Bei uns wird das Fairplay groß geschrieben. Die Situation war jedoch so, dass ein Großteil meiner Spieler an den  vom SV Würtingen vorgeschlagenen Terminen keine Zeit hatte. Es kann doch nicht sein, dass wir jetzt als böse Buben dargestellt werden, nur weil wir aus unserem Vorteil keinen Nachteil haben wollten“, so Heinrich David.

Weiterhin kann beim TSV Steinhilben kaum jemand die Hauptbegründung des SV Würtingen nachvollziehen, dass die Studenten am ursprünglich angesetzten Termin studienbedingt unterwegs waren. „In ganz Deutschland und auch in der Schweiz waren zu diesem Zeitpunkt Semesterferien“, so Heinrich David, der sich Folgendes wünschen würde: „Dass beide Seiten an einen Tisch sitzen würden und ein klärendes, abschließendes Gespräch geführt wird, die Sache damit endgültig aus der Welt geschafft wird und man sich dann wieder gegenseitig in die Augen schauen kann.“

Dass gewünschte Spielverlegungen nicht immer von den Gegnern akzeptiert werden, ist keine Seltenheit. Auch der TSV Steinhilben wollte eigentlich das Spiel gegen die TSG Upfingen zuletzt wegen einem Fest in Steinhilben verschieben. „Upfingen hat dem aber nicht zugestimmt und die Sache war für uns gelaufen, ohne dass wir hier auch nur im Geringsten an eine Verletzung des Fairplays gedacht haben“, so Heinrich David.
„Wir waren über weite Strecken das absolut bessere Team und hatten viele gute Torchancen, die wir leider nicht genutzt haben und am Ende dann unglücklich mit leeren Händen dastanden“, so Mario Heinzelmann vom FC Sonnenbühl über die knappe 2:3-Niederlage am letzten Spieltag gegen den SV Lautertal. Morgen empfängt das Team aus Sonnenbühl den FC Römerstein, der zuletzt im Derby gegen den SV Hülben mit 1:5 gewaltig unter die Räder kam. Beide Teams konnten bislang zwei Mal gewinnen und benötigen die drei Punkte dringend um nicht nach hinten abzufallen. Noch viel dringender sollte der SV Bremelau langsam Punkte einfahren. Die Elf von Spielertrainer Andreas Neher ist nun das einzig verbliebene Team in der Kreisliga A1 Alb, welches in dieser Spielzeit noch gar nichts einfahren konnte und das Tabellenende ziert. Morgen empfangen die Münsinger Vorstädter den SV Würtingen, der trotz großen Personalsorgen zuletzt drei Punkte bei der TSG Münsingen entführte. „Unsere Chancenauswertung müssen wir enorm verbessern, ansonsten bin ich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden“, so Münsingens Trainer Andrej Rempel. Zum zweiten Heimspiel in Folge empfängt Aufsteiger TSG Münsingen morgen den FV Bad Urach, der nach fünf Spielen immer noch auf den zweiten Saisonsieg wartet.

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