Gipfeltreffen in Steinhilben

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Bremelaus Spielertrainer Andreas Neher (rechts) hat für das Derby gegen Mehrstetten den ersten Dreier auf dem Wunschzettel stehen.  Foto: 

Der neunte Spieltag der Kreisliga A1 Alb birgt einige Brisanz. Während in Steinhilben der Tabellenführer seinen schärfsten Verfolger, den SV Lautertal, zum „Gipfeltreffen“ erwartet, will Schlusslicht SV Bremelau im Lokalderby beim WSV Mehrstetten den ersten Saisonsieg einfahren.

Nachdem die Mannschaften der Kreisliga A1 Alb das erste Saisondrittel absolviert haben, kristallisiert sich in der Tabelle so langsam ein aussagekräftiges Bild heraus. Selten zuvor wehte dabei solch ein frischer Wind durch das Münsinger Oberhaus, wie in der laufenden Spielzeit. Während die vermeintlichen Titelfavoriten FV Bad Urach (8.) und TSG Upfingen (9.) bislang nur in der zweiten Tabellenhälfte „herumkraxeln“, sorgen an der Tabellenspitze die Mannschaften des TSV Steinhilben und Aufsteiger SV Lautertal für Aufsehen. Berücksichtigt man die drei Punkte, die dem TSV Steinhilben aus der Partie gegen den SV Würtingen am „grünen Tisch“ zugesprochen werden, so rangiert die Elf von Heinrich David derzeit mit 18 Punkten an der Tabellenspitze, dicht gefolgt vom Tabellenzweiten SV Lautertal (17).

Es ist angerichtet

Beste Voraussetzungen also für das am Sonntag in Steinhilben stattfindende Spitzenspiel zwischen den beiden Überraschungsmannschaften der laufenden Runde. Dabei wird sich zeigen, ob sich das bis dato torgefährlichste Sturmduo der Liga, bestehend aus den Lautertal-Torjägern Kristof Heimberger (10 Saisontore) und Lukas Greger (7), auch gegen das Abwehrbollwerk des TSV Steinhilben durchsetzen kann. Immerhin haben die Steinhilber in der laufenden Spielzeit erst sechs Gegentore kassiert und stellen damit ligaweit die beste Defensive.

Weit entfernt von einer solchen Quote ist man momentan in Bremelau. Mit 32 Gegentoren ist der Sportverein sozusagen die „Schießbude“ der Liga. Neben der Spielgemeinschaft aus Honau und Holzelfingen sind die Bremelauer zugleich auch das einzige Team, das noch auf den ersten Sieg wartet. „Der Start ist sowohl für mich, als auch für die Mannschaft und den ganzen Verein sehr enttäuschend verlaufen“, berichtet SVB-Spielertrainer Andreas Neher.

Als großes Manko für die aktuelle Misere macht der Bremelau-Coach zahlreiche individuelle Fehler aus, die seine Mannschaft in dieser Häufigkeit in der Vorsaison nicht begangen habe, „und dafür werden wir derzeit ziemlich deutlich bestraft“, so Neher. Auf der anderen Seite lasse der SVB beim Torabschluss oftmals die nötige Konzentration vermissen.

Dass diese Kombination nicht gerade förderlich ist, zeigte sich zuletzt auch wieder beim Bremelauer 3:3-Unentschieden gegen die TSG Münsingen. Nach einer halben Stunde führte die Neher-Elf bereits mit 3:0, versäumte es in der Folge aber, den Sieg in trockene Tücher zu bringen und musste sich letztlich mit dem Remis begnügen. Nichtsdestotrotz sieht Neher gerade in der Partie gegen Münsingen eine deutliche Leistungssteigerung seiner Mannschaft: „Wir haben gegen Münsingen mit unserem allerletzten Aufgebot gespielt und dennoch das mit Abstand beste Saisonspiel abgeliefert.“

Vor dem Lokalderby beim WSV Mehrstetten könnte sich die angespannte Bremelauer Personallage etwas entspannen. So wird Claudius Geiselhart nach seiner urlaubsbedingten Abwesenheit wieder zum Kader stoßen. Des Weiteren macht sich Neher Hoffnungen auf eine Genesung der Defensivakteure Benjamin Häbe (Oberschenkelzerrung) und Daniel Benz (Sprunggelenk angeschlagen).

Egal, mit welcher Elf der SV Bremelau am Sonntag in Mehrstetten aufläuft, um mangelnde Motivation seiner Spieler braucht sich der Trainer wohl keine Gedanken machen: „Ganz Bremelau will, dass wir endlich den ersten Sieg holen. Für den Verein ist das das Derby schlechthin. Da spielt es keine Rolle, auf welchem Tabellenplatz wir gerade stehen. Das Derby hat seit Jahren seine eigenen Gesetze. Wir haben sicherlich Respekt vor Mehrstetten, aber wir fahren dort hin, um zu gewinnen.“

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