Fairplay-Gedanke vermisst

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Den SV Würtingen mit Stürmer Markus Gaugel (weißes Trikot) plagen derzeit große Personalsorgen. Trainer Andreas Lang kann kaum eine spielfähige Mannschaft auf Feld schicken.  Foto: 

Würtingens Trainer Andreas Lang ist auch heute noch richtig angefressen, dass der TSV Steinhilben nicht bereit war, das für unter der Woche angesetzte Spiel zu verlegen: „Wir haben uns sofort nach der Veröffentlichung des Spielplanes mit dem TSV Steinhilben in Verbindung gesetzt und um eine entsprechende Verlegung gebeten.“ Der Grund liegt auf der Hand. Der SV Würtingen hat sechs Studenten, in ganz Deutschland und in der Schweiz verteilt, die unter der Woche nicht da sind. Nachdem der TSV Steinhilben keinen der vorgeschlagenen Termine angenommen hatte, versuchte der St. Johanner Teilortklub sein Glück über Staffelleiter Richard Grübel. Doch auch seine Vermittlungsversuche blieben erfolglos.

„Bei uns auf der Alb wird das Fairplay immer so groß geschrieben, hiervon konnte ich absolut gar nichts erkennen“, klagt Andreas Lang. So erhoffte sich der Würtinger Trainer dann am letzten Spieltag eine Trotzreaktion gegen den TSV Pfronstetten. Diese blieb dann auch aus, Pfronstetten nahm die Punkte mit nach Hause und die Punkte gegen Steinhilben waren am grünen Tisch weg.

„Das ist natürlich bitter, zumal wir mit den beiden  Siegen gegen den FV Bad  Urach und gegen den WSV Mehrstetten  einen optimalen Saisonstart erwischt hatten“, bekräftigt Lang, der sich mit der Saisonvorbereitung absolut nicht zufrieden zeigte: „Das war eine einzige Katastrophe und einem Verein wie dem SV Würtingen absolut nicht würdig.“

Gerade einmal sieben Spieler aus der ersten Mannschaft hatte der Würtinger Coach im Durchschnitt im Training, was dazu führte, dass auch einige Vorbereitungsspiele abgesagt werden mussten. Auch jetzt ist die Personallage in St. Johann-Würtingen nicht besser. Urlaubs-, berufs- und verletzungsbedingt fehlen viele Spieler, sodass Andreas Lang in den kommenden Wochen erneut auf viele Spieler der zweiten Mannschaft und der AH zurückgreifen muss. Von den „Alten Herren“  werden Stefan Stefan Ochs und Christian Müller in den Kader der „Ersten“ stoßen. Aufgrund der Personalsorgen rechnet sich Lang beim Gastspiel in Münsingen deswegen auch wenig aus: „Die TSG ist ein guter Aufsteiger mit einem enorm guten Offensivpotential. Wir werden alles in unserer Macht stehende versuchen, sollten wir dann einen Punkt mitnehmen können, wäre ich schon glücklich.“

Und die Aussagen von Andreas Lang scheinen keine Floskeln zu sein, schließlich hat der Würtinger Trainer auch in Münsingen nur sieben Spieler aus der ersten Mannschaft zur Verfügung und muss das Team gegenüber der Vorwoche auf mindestens sechs Positionen verändern.

Nachdem der SV Würtingen in der vergangenen Saison als Aufsteiger für Furore gesorgt hatte und fast der Durchmarsch in die Bezirksliga Alb gelang, werden die Brötchen in dieser Saison laut Andreas Lang wohl kleiner: „In der letzten Saison sind wir über uns hinausgewachsen. Meinem Co-Trainer Claudio Cerchia und mir ist es gelungen, alles heraus zu kitzeln, was in der Mannschaft steckt. Dies wird in dieser Saison mit den Voraussetzungen wohl nicht mehr möglich sein.“

Bereits am Samstag um 15 Uhr kommt es in Römerstein-Donn­stetten zum Derby zwischen dem FC Römerstein und dem SV Hülben. Beide Teams hatten keinen optimalen Saisonstart, weswegen dieses Derby einen richtungsweisenden Charakter für die kommenden Wochen haben könnte. „Natürlich sind wir mit dem Saisonstart mehr als zufrieden“, betont hingegen Pressewart Jochen Spohn vom neugegründeten Gomadinger Klub SV Lautertal. Das seine Aussage nicht verwundert, ist ganz klar. Der Aufsteiger steht derzeit auf dem ersten Tabellenplatz und hat bislang mehr als überzeugt. Vor allem in der Offensive läuft es derzeit richtig gut. In fünf Spielen konnte der SVL bereits 19 Tore erzielen. Morgen  sind die Gomadinger zu Gast beim FC Sonnenbühl, der im bisherigen Saisonverlauf ebenso positiv aufgefallen ist. In den bisherigen drei Spielen sind die Sonnenbühler noch unbesiegt und konnten bereits sieben Punkte einfahren.

Ebenfalls noch unbesiegt ist der SV Auingen, der morgen die SGM Holzelfingen/Honau empfängt. Das Team von Spielertrainer Lars Förster ist nach vier siegen weiterhin sieg- und punktlos, benötigt wohl einen wahren Kraftakt, um in Auingen die ersten Punkte einfahren zu können. Bereits fünf Spiele hat der WSV Mehrstetten absolviert und dabei neun Punkte geholt. Mit einem weiteren Sieg gegen den gebeutelten Bezirksligaabsteiger FV Bad Urach könnte sich das Team von Trainer Bernd Hirschle in der Tabelle ganz oben festsetzten. Den fünften Spieltag der Kreisliga A1 Alb komplettieren der TSV Steinhilben gegen die TSG Upfingen und der TSV Pfronstetten gegen den SV Bremelau.

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