KOMMENTAR: Höchste Zeit

Noch 333 Tage bis zur Eröffnung der Stadthalle: Der Countdown läuft unerbittlich. Die Beteiligten sind zum Teil heillos zerstritten, und die Fronten verhärten sich.

Die Streitpunkte sind bekannt. Es geht um die längst fällige Transparenz bei den Mietkosten und um die noch immer ausstehenden Zuschuss-Zusagen der Stadt für Vereine.

Stadthallen-Geschäftsführer Volker Schmidtke wäre in dieser Situation gut beraten, endlich die Mietpreisstaffeln durchsichtig zu vermitteln. Zügige Ansagen über Kostenschätzungen bei typischen Belegungsarten müssen her. Sein Auftritt beim Runden Tisch Kultur hat gezeigt, dass sein Verhältnis zu den Kulturschaffenden hier ziemlich im Argen liegt.

Auch die Stadt sollte mehr Tempo machen und die Vereine nicht weiter in Unsicherheit schweben lassen. Klartext bei den Mietkostenzuschüssen ist überfällig: Wie weit fördert die Stadt zusätzliche Nebenkosten?

Vollends: Warten auf Buchungen gibt der Halle noch lange kein eigenes Profil. Es braucht keinen Intendanten, aber ohne kulturelle Koordination des Programms geht es nicht. Bald tagt der Aufsichtsrat der GmbH: höchste Zeit für Entscheidungen.


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Autor: OTTO PAUL BURKHARDT | 09.02.2012

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