Eine Kultur der Teilhabe schaffen

Reutlingen.  "Impulse", das 84 Seiten starke Programmheft der katholischen Erwachsenenbildung, widmet sich dem Schwerpunktthema "Teilhabe schafft Vertrauen".

Ein breit gefächertes Angebot hat die katholische Erwachsenenbildung erneut mit ihrem Programmheft "Impulse" geschaffen. Auf 84 Seiten werden rund 150 Veranstaltungen angeboten, die sich an Paare, Singles, Senioren, Familien und Alleinerziehende gleichermaßen richten. Partnerschaft, Gesellschaft und Politik, Religion und Philosophie, Meditation und Kontemplation, Kunst und Kreativität sind die Themenfelder, die unter dem Schwerpunktthema "Teilhabe schafft Vertrauen" das Programm bilden. Einer von vielen Höhepunkten des Programms, das am Montag, 6. Februar, startet, sind die zwei Lebens-Art-Abende, die mit ihrem Flair zum Begegnen und Wohlfühlen einladen. Am 1. März referiert Reiner App, Kunsthistoriker, Journalist und Literaturwissenschaftler, über "Meine Stärken, meine Schwächen - Auf der Suche nach dem eigenen Profil". Ganz im Zeichen der Zahlen steht der Abend des 5. Juli. "Zahlen sind mehr als Mathematik: Dem Geheimnis des Lebens auf der Spur" beschäftigt die Diplom-Sozialpädagogin Marjon Sprengel.

Spannende Einblicke geben die zwei Menschen-und-Themen-Zeitgespräche mit Ute Brucker am 21. März und Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher am 7. Mai. Brucker ist Leiterin der Auslandsabteilung des Südwestrundfunks, während Radermacher als Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung tätig ist.

Die neue Reihe "Anders leben" beschäftigt sich mit der Erkenntnis und dem Bedürfnis vieler Menschen, dass sich etwas ändern muss. Dazu referieren Menschen, die bereits etwas in ihrem Leben geändert haben. Die Themen lauten: "Anders leben - anständig essen" und "Anständig essen: Initiativen aus Reutlingen stellen sich vor".

Erstmals wird das Philosophische Café auf dem Göllesberg stattfinden. Fernab des Getöses der Stadt kann hier freitagabends in gemütlicher Runde über Themen wie: "Was heißt es, ein ICH zu sein?" oder "Braucht Vertrauen Transparenz?" philosophiert werden.

Austausch, Gespräche und Bildungserlebnisse stehen im Sonntagsforum im Vordergrund, hier werden Fragen behandelt wie "Wird krank, wer nicht nach Sinn fragt?" Viktor Frankl und die Logotherapie" oder "Wie wollen wir leben? Über Selbstbestimmung, Glück und Würde".

"Das Bedürfnis nach Meditation und Ruhe wächst", stellte Bildungswerkleiter Paul Schlegl fest. Dies bieten die Kurse "Oase am Abend", die offene Yogastunde am Abend sowie "Das Sonnengebet". Aber auch afrikanisches Trommeln, das LebensArt-Theater der Generationen, Tageskunstfahrten, Paarberatung, Coaching, Lernbegleitung und Supervision finden sich im Programm wieder.

Das gesamte Thema steht im kirchlichen Bezug. Teilhabe ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema und betrifft genauso die Kirche. Gerade die Katholiken stecken Schlegls Meinung nach aufgrund von zu wenig Teilhabe im Reformstau. "Wenn es uns gelingt, eine Kultur der Teilhabe in verschiedenen Feldern zu schaffen, entsteht Vertrauen", sagt Schlegl.

Info Das Programm liegt in Kirchen, Geschäften, Praxen und öffentlichen Einrichtungen aus und kann angefordert werden beim KEB-Bildungswerk, Schulstraße 28, Telefon: (07121) 1448420, Fax: (07121) 1448429, kontakt@keb-rt.de.


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Autor: ANNE SCZESNY | 04.02.2012

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