Damit auch Dino versorgt ist
Am Sonntag waren die Türen des Pfullinger BMT geöffnet. Schauspielerin Radost Bokel war zu Gast - mit einem Scheck über 5000 Euro im Gepäck.
Autor: ANNE LEIPOLD |Selig streckt sich Dino unter den streichelnden Händen einer Besucherin auf den Fliesen im BMT-Tierheim. Der ältere Labrador wurde aus Rumänien gerettet und braucht neben den liebevollen Streicheleinheiten ebenso eine medizinische Versorgung. Diese ist für Dino und andere Hunde jetzt gesichert, denn Schauspielerin Radost Bokel kam nicht nur zum Autogramme schreiben in die Räumlichkeiten des Pfullinger BMT. Mit im Gepäck hatte sie einen Scheck über 5000 Euro, den sie sich beim Promidinner erkocht hat. "Es war sofort klar, dass das Geld an Petra Zipp geht", erklärt Bokel, die sich seit Jahren beim BMT engagiert und Schirmherrin beim Haustierregister Tasso ist. Notwendige Operationen, Impfungen und sonstige tierärztliche Untersuchungen können damit getätigt werden, sagt Petra Zipp, Vorsitzende des BMT. Gemeinsam kämpfen sie gegen den illegalen Hundehandel und engagieren sich in einem neuen Projekt, dass sich gleichermaßen um die Straßenhunde in Rumänien und die dortigen Kinder kümmert.
Radost Bokel selbst besitzt zwei sieben und acht Jahre alte Labradore, die sie als Welpen von einem Züchter zu sich holte, der sich im Nachhinein als nicht sonderlich seriös herausstellte. Unter anderem deshalb schreibt sie gerade an einem unterhaltenden Buch für Kinder und Familien, in dem aus der Sicht ihres Welpen kleinere Geschichten erzählt werden. Dabei fließen auch Tipps zur Erziehung der Hunde mit ein, wie sie vorab verrät. Denn in diesen Punkt hat sie mit Hundeschule und Erziehungstraining viel Herzblut gesteckt.
Zudem schaute sich Radost Bokel bei einer kleinen Führung das Pfullinger Tierheim genauer an. Sie ließ sich die einzelnen Unterkünfte zeigen und von den Schicksalen der Tiere erzählen, wie beispielsweise dem Hund Emil, dessen vordere rechte Pfote amputiert werden musste oder einiger Katzen, die aus dem Haus einer verstorbenen Frau gerettet wurden. Insgesamt 50 Katzen hätten dort gelebt und die Frau vermutlich unter krankhaftem "Tiersammeln" gelitten, erzählt Zipp. Ebenso Thema waren die Rhesus-Affen. Dabei sprach Zipp das Problem der privaten Haltung bestimmter Tierarten ebenso an wie die Tierversuche mit Affen in Tübingen. Viel eher sollte das Geld in Alternativforschungen gesteckt werden, betonte die BMT-Chefin. Vorgestellt wurde an diesem Sonntag außerdem die "BMT-Spenderleine". Beim Kauf dieser Hundeleine aus reiner Baumwolle und Messingkarabinern gehen 30 Prozent direkt an den BMT. Erhältlich ist sie ab dem 7. Mai und sicher beim großen Fest am 7. Oktober zu erstehen. Da feiert der BMT sein 60-jähriges Bestehen sowie 30 Jahre Tasso.




