Werke in femininer Formensprache

Unter dem Titel "weiß transparent licht" zeigen 28 Künstlerinnen der Reutlinger "GEDOK"-Gemeinschaft zahlreiche Werke in der Zehntscheuer. Die Ausstellung wird am Sonntag, 2. Februar, um 11 Uhr eröffnet.

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Edgar Braig und Sigrid Lokowandt freuen sich auf die Kunstwerke unter dem Titel "weiß transparent licht" in der Münsinger Zehntscheuer. Fotos: Ralf Ott

Ausstellungsmacher Edgar Braig freut sich über das Gastspiel der Künstlerinnen aus der Region Neckar-Alb, die ihre Werke unter dem Titel "weiß transparent licht" drei Wochen lang in der Zehntscheuer dem Publikum präsentieren. Das Spektrum der Arbeiten reicht von der bildenden über die angewandte Kunst bis zur Musik und Literatur. So werden zwei Harfenspielerinnen die Eröffnung begleiten, an der Braig in die Werke einführt.

Der Titel der Ausstellung ist zum einen der eher dunklen Jahreszeit geschuldet, zum anderen dem Ausstellungsort in der Zehntscheuer, der ebenfalls vor allem durch künstliches Licht erhellt werden muss. Nicht zuletzt ist am 2. Februar, also dem Tag der Ausstellungseröffnung, Lichtmess und die Zeit davor gilt als "weiße Zeit", erläuterte Agnete Bauer-Ratzel, die Vorsitzende und Managerin der Reutlinger Gedok-Gemeinschaft. "Die Ausstellungsthemen werden von den beiden Fachgruppen der bildenden und angewandten Kunst festgelegt", erläuterte sie gegenüber unserer Zeitung.

Die Bandbreite der Werke, die in der Zehntscheuer zu sehen sein werden, ist sehr groß. Es gibt traditionelle Malerei, wie sie beispielsweise Sigrid Lokowandt - die einzige Münsingerin unter den ausstellenden Künstlerinnen - zeigt, grafische Arbeiten, plastische Objekte, Bildhauerei, literarisch-textliche Beiträge oder Skulpturen aus portugiesischem Marmor von Elke Roth. Zu sehen sind zum Beispiel aber auch Schmuckstücke aus der Werkstatt von Barbara Thom-Kollross. Bei den Gefäßen von Eva Funk-Schwarzenauer handelt es sich vorwiegend um Teeschalen aus Keramik, die von der Künstlerin in Rakutechnik gebrannt werden. Ebenfalls zu sehen ist eine Graffiti-Arbeit von Tanja Niederfeldt, die sich über eine Höhe von drei Stockwerken erstreckt.

"Weiß" dominiert natürlich in der Ausstellung. "Das verleiht den Werken einen meditativen Bezug", sagt Braig, "und die Objekte sind zurückhaltender". Letztlich wohnt vielen Arbeiten ein femininer Aspekt inne, so den Mandalas, Salomes Schleiertanz oder der Schmuckkunst. "Die Leichtigkeit in vielen Objekten hat etwas feminines", ergänzt Bauer-Ratzel. Dies drückt sich nach Einschätzung von Braig auch in einer eigenen Formensprache aus, die sich durch ihre Weichheit und Ornamentik auszeichne. "Es sind sehr poetische Arbeiten, die zum Teil eigens für die Ausstellung angefertigt wurden", sagt er.

GEDOK: 28 Künstlerinnen sind an der Ausstellung "weiß transparent licht" beteiligt
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