Wärmeres Wasser an kalten Tagen

Im Gasthof Herrmann fand am Freitagabend die Mitgliederversammlung des Fördervereins der Münsinger Schwimmbäder statt. Bürgermeister Mike Münzing stellte wärmere Wassertemperaturen in Aussicht.

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Aktiv im Einsatz für den Förderverein der Münsinger sind (von links): Erwin Kinzelmann, Sabine Arnold, Waltraud Brändle, Karl Thumm, Viktoria Modl, Rolf Schmid, Peter Knupfer und Bernd Thumm. Foto: Sabine Zeller-Rauscher

Rund 50 Mitglieder trafen sich zur achten Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Münsinger Schwimmbäder im Herrmannsaal. "Der harte Kern ist wieder ein Jahr älter geworden, es wäre wünschenswert, ja fast schon erforderlich, dass der Altersschnitt gedrückt wird", so Karl Thumm eingangs in seinen Ausführungen. Eine Tatsache, die ihn als Vorstand immer mehr beschäftigt, insbesondere dann, wenn es um die verschiedensten Arbeiten und Aktionen, die zum Erhalt der Bäder ausgeführt werden, geht. Jede helfende Hand wird dabei benötigt.

Von dieser Tatsache abgesehen, konnte Thumm auf ein erfolgreiches Aktionsjahr zurückblicken. Dem Bericht des Schatzmeisters Peter Knupfer war zu entnehmen, dass im vergangenen Jahr 15 000 Euro an Zuwendungen durch den Verein in die Stadtkasse geflossen sind. Geld, das durch verschiedenste Aktionen, Spenden und durch die Mitgliedsbeiträge erwirtschaftet wurde. Insgesamt 145 000 Euro seien seit Bestehen des Fördervereins an die Stadt Münsingen zum Erhalt der Bäder übergeben worden, betonte Thumm. Mit drei Familien-, einer Firmen- und einer neuen Einzelmitgliedschaft vergrößerte sich die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr. Bislang haben 160 Familien, sechs Firmen und 91 Einzelmitglieder durch ihre Mitgliedschaft signalisiert, wie wichtig ihnen der Erhalt der Bäder ist.

Humorvoll wie immer trug Erwin Kinzelmann, der im Verein die Doppelfunktion des zweiten Vorsitzenden und des Schriftführers innehat, seinen Jahresbericht vor. Zahlreiche Aktionen, vom Narrensprung über das Sponsorenschwimmen, die Bewirtung beim Gartenmarkt und der Hobbyausstellung von Gerda Wittich bis hin zum Ferienprogramm, brachten Geld in die Vereinskasse und lenkten den Blick auf den Verein, der nicht nur finanziell, sondern auch mit Arbeitskraft für den Erhalt der Bäder kämpft. So sorgte auch im vergangenen Jahr der harte Kern dafür, dass sich das Freibad pünktlich zur Eröffnung frisch herausgeputzt präsentieren und das Hallenbad ebenso gepflegt in den Sommerschlaf gehen konnte. 170 freiwillig geleistete Arbeitsstunden investierte der Verein dafür. Das würde laut Kinzelmanns Umrechnung bei einem gesetzlichen Mindestlohn rund 1270 Euro und sogar 7000 Euro beim Stundensatz des Bauhofs entsprechen.

Dass auch die Stadt Münsingen im laufenden Jahr in den Erhalt der Bäder investieren will, verdeutlichte Bürgermeister Münzing. Eine neue Brennwerttechnik soll künftig für wärmere Wassertemperaturen sorgen. Münzing versäumte nicht, die niedrigen Wassertemperaturen des Vorjahrs zu erklären. Bei so wenigen Sonnenstunden sei eine Erwärmung auf 23 Grad selbst mit der besten technischen Ausstattung und einem Betrieb der Heizung rund um die Uhr nicht möglich gewesen. "Solche Jahre müssen uns eine Lehre sein", so Münzing, der als Konsequenz daraus in solchen Fällen an eine frühere Öffnung des Hallenbades denkt.

Münzing lobte neben der DLRG für deren Hilfe im Bad und das Angebot der Schwimmkurse vor allem natürlich den Einsatz des Fördervereins für die Bäder, der unter anderem auch im Cateringbereich im Stadtgebiet viel geleistet habe.

Neu wird heuer ein Tischkicker für die Jugend und ein Schnuppertauchkurs beim Spielenachmittag sein. Auch der Vorschlag des Ratschefs, die Münsinger Modewelt in einer Modenschau zu integrieren, fand Zuspruch. Das galt auch für den von Elisabeth Förster gestellten Antrag, die sich wie viele andere Schwimmer, die nun schon in die Jahre gekommen sind, einen bequemen Einstieg ins große Becken wünscht. Barrierefrei soll übrigens laut Münzing auch der Zugang ins Hallenbad werden. Hier habe die Stadtstiftung Unterstützung signalisiert. Zudem sei geplant, in die Fasadenverfugung, die heuer erforderlich ist, 15- bis 20 000 Euro durch die Stadt zu investieren.

Der komplette Ausschuss, der zuvor durch die Versammlung seine Entlastung erfahren hatte, stand zur Wahl. Dabei schied Karin Maier aus familiären Gründen als Beisitzerin aus. Für die nächsten beiden Vereinsjahre gewählt wurden Karl Thumm zum Vorsitzenden, Erwin Kinzelmann als sein Stellvertreter und Schriftführer, Peter Knupfer zum Schatzmeister sowie Sabine Arnold, Waltraud Brändle, Achim Russ und Bernd Thumm als Beisitzer. Als Kassenprüfer fungieren weiterhin Rolf Schmid und Viktoria Modl.

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