Vortrag über das Leben der Bauern in Nordperu

Susanne Sauer von der"Initiative Überleben" kommt nächsten Dienstag nach Münsingen. Sie berichtet von ihrer Projektreise 2012 nach Nordperu.

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Auf Einladung der Eine-Welt-Initiative Münsingen schildert Susanne Sauer am 12. März um 20 Uhr im Seminarraum in der Hopfenburg ihre Eindrücke von der Region und der Lebenssituation der Kleinbauern, die sie auf ihrer Projektreise nach Nordperu im Sommer 2012 gewonnen hat.

Inzwischen profitieren über 10 000 Kleinbauernfamilien von der Beratung durch PIDE-Café. Im Rahmen der lokalen Agenda 21 wird PIDEcafé öko als Partnerschafts-Kaffee über das Fairhandelshaus GEPA importiert und in mehr als 50 Städten und Gemeinden Baden-Württembergs getrunken. Auch der Weltladen in Münsingen hat PIDE-Café als bio-S-fairen Kaffee im Angebot.

Zunächst waren die Uracher in der Region Montero-Ayabaca, wo sie in den Jahren 1995 bis 2003 die Verbesserung des Kaffeeanbaus und der Kaffeequalität unterstützt hatten. Eindrucksvoll war der Besuch bei zwei Kaffeebauernfamilien, die ihnen stolz ihre Kaffeeanlagen in Mischkultur vorstellten. Kochbananen, Straucherbsen, Maniok, Süßkartoffeln, Blattgemüse wachsen dort neben den Kaffeesträuchern. Gemüse und Obst sind zum eigenen Verbrauch und zur Vermarktung.

Einer der beiden Bauern konnte seine Kinder sogar in der Regionshauptstadt Piura studieren lassen, der andere sagte: "Früher waren wir nicht stolz. Wir haben unsere Bohnen eingesammelt und wussten kaum von was wir leben sollten. Dann kamen die Berater von PIDECAFÉ. Das war die Rettung für unsere Region." Ein zweites wirtschaftliches Standbein ist inzwischen der Verkauf von Rohrzucker über den fairen Handel. Die Uracher Initiative konnte zwei Fabriken besichtigen, in denen das Zuckerrohr zu Rohrzucker aufbereitet wird.

Ganz anders stellt sich die Situation auf 800 Höhenmeter im derzeitigen Projekt zur Ernährungssicherung, häuslicher Hygiene und Bildung in Huarmaca dar. Es wird dort auch Kaffee angebaut, allerdings auf einem noch nicht vermarktungsfähigen Niveau. Von diesem über drei Jahre angelegten und vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) geförderten Projekt profitieren acht Dörfer in einer völlig abgelegenen Region. Das Ziel der Förderung ist die Grundsicherung als Hilfe zur Selbsthilfe in der landwirtschaftlichen Produktion und Vermarktung.

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