Theater trifft auf Komödie

"Theaterspektakel" geplant: Das Kindertheater "Ätschagäbele" will im Sommer zwei Wochen lang mit Pferden, Eseln, Wagen und Akteuren über die Alb touren. Mitstreiter und Aufführungsorte werden gesucht.

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Das Theaterprojekt "Ätschagäbele" plant eine zweiwöchige Sommertour mit 15 Akteuren.  Foto: 

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das sich Theatermacher Eberhard Schillinger auf die Fahnen geschrieben hat: Er möchte die alte Tradition des Jahrmarkts- und Clownstheaters wieder beleben und im besten Stil der Commedia dell’Arte ein kurzweiliges Theaterspektakel in verschiedenen Orten auf der Alb dem Publikum darbieten. Rund 15 Mitstreiter werden gesucht, die gemeinsam ein Konzept auf die Beine stellen und dann in der ersten Augusthälfte kommenden Jahres zwei Wochen lang auf öffentlichen Plätzen ein unterhaltsames Theaterstück mit viel Musik aufführen. Übernachtet werden soll in Zelten, an den Einsatz von Pferden, Eseln und Planwagen ist gedacht, wenngleich für den Transport des Equipments auch ein motorisiertes Fahrzeug verwendet werden soll.

Im Idealfall setzt sich die Gruppe aus Mitgliedern aller Altersgruppen sowie aus professionellen wie auch Laienakteuren zusammen. Neben der Aufführungszeit nächsten Sommer, in der die Gruppe nicht nur abends zusammen auftritt, sondern auch zusammenlebt, müssen die Teilnehmer natürlich freie Zeit für die Vorbereitungen mitbringen. Nach dem Kennenerlernen stehen verschiedene Workshops auf dem Programm. So ist an ein Wochenende gedacht, an dem unter professioneller Anleitung Masken gebaut werden, ein weiteres Treffen dient der Auswahl der Musik und ein Clown- und Theaterwochenende ist ebenfalls geplant. So können die Teilnehmer ihre Fähigkeiten und Ideen aktiv einbringen. Aus der Materialsammlung will Schillinger dann im Frühjahr kommenden Jahres eine erste Dramaturgie für das Stück entwickeln.

„Wir möchten das Theaterspiel wieder zu seinen Wurzeln zurückbringen“, erläutert Schillinger die Idee im Gespräch mit unserer Zeitung. Für ihn, den langjährigen Macher des Kindertheaters „Ätschagäbele“, erfüllt sich mit dem Projekt „ein Traum“ von ganz anderem Theater. „So einen Ansatz gibt es hier in der Region noch nicht“, berichtet er weiter.

Die finanzielle Grundlage für die Umsetzung des Projekts liefert der „Innovationsfonds Kunst“ des Landes Baden-Württemberg, der für Planung, Ausstattung und Umsetzung insgesamt 35 000 Euro zur Verfügung stellt. Das Theater Ätschagäbele muss dazu noch einen Eigenanteil von 20 Prozent drauflegen und sucht daher Sponsoren. „Mit dem Geld können zum Beispiel Honorare für Musiker oder professionelle Mitstreiter gezahlt, aber auch ein Grundstock für die Ausrüstung gekauft werden“. Schillinger denkt zum Beispiel an eine Jurte für die Akteure, die dann in den Folgejahren weiter genutzt werden könnte. Für Pferde, Planwagen, Requisiten sowie die Aufführungsorte fallen weitere Ausgaben an.

Zum jetzigen Zeitpunkt steckt Schillinger mitten in den Vorbereitungen. „Ich sammle Ideen und sichte Material“. Dazu gehören auch Informationen über das Genre Commedia dell’Arte als dem klassischen Jahrmarkt- und Clownstheater. Gedacht ist an die Aufführung eines etwa einstündigen Stücks, das mit viel Musik und komödiantischen Einlagen in Anlehnung an Clownereien im Zirkus versetzt ist.

Die Handlung kreist klassischerweise um elementare menschliche Bedürfnisse wie Liebe, Hunger oder Schmerzen. „Der Ablauf muss kompakt konzipiert werden, weil wir wenig Zeit für den Aufbau und das Bühnenbild haben werden“, gibt der Ätschagäbele-Mann zu bedenken. Und doch: „Ein gutes Erscheinungsbild ist natürlich unverzichtbar“.

Für die Vorbereitungen gilt es auch, einen Platz als Standquartier zu finden. „Wir wollen ein paar Tage an einem Ort verbringen und von dort aus zu den Vorstellungen aufbrechen“, erklärt Schillinger. Nicht zuletzt werden Räumlichkeiten benötigt, in denen im Vorfeld die gemeinsamen Proben stattfinden können. Seine Mitarbeit im Projekt bereits zugesagt hat der Tübinger Musiker Bernhard Mohl. „Es wäre schön, wenn ein weiterer professioneller Schauspieler hinzu kommt“, wünscht sich Schillinger.

Auch schreibt der Theatermacher dem Projekt auf der Alb eine Art Pilotcharakter zu. „Es könnte in den Folgejahren mit dem gleichen oder einem neuen Programm in anderen ländlichen Regionen weitergeführt werden“.

Info Nähere Informationen zum geplanten Theaterprojekt gibt es bei Eberhard Schillinger, Unter den Linden 7, 72531 Hohenstein. Theater, 0 73 87/5 26 95 94, Mobil: 0174/9830965, E-Mail: eberhard.schillinger@googlemail.com,

Internet: www.aetschagaebele.de

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