Tanzdarbietungen, Livemusik und Kunst

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Zwei Veranstaltungen finden am Wochenende 28. Februar und 1. März in Verbindung mit der Aktion „Die große Winterbühne“ statt. Veranstalter sind das Forum junger Künstler und die Musikschule Leichtle.

Münsingen. Das Forum junger Künstler hat sich dieses Mal für ein erweitertes Veranstaltungsformat entschieden. Die Winterbühne fand in den vergangenen Jahren an nur einem Tag statt, nun werden zwei große Veranstaltungen daraus. Die Tänzer des „Forum Tanz“ (ab 6 Jahren) zeigen in ihrer Abendveranstaltung am Samstag, 28. Februar, um 18 Uhr zahlreiche Tänze aus der Sparte „Klassischer Tanz“ (Leitung Daria Afonkina) und den aktuellen Tanzformen (Leitung Myriam Eckenfels). Die beengten Möglichkeiten in der Zehntscheuer, insbesondere für die Balletteleven, erforderten eine größere Bühne, daher erfolgt der Auftritt nun in der Sternberghalle in Gomadingen, heißt es in der Ankündigung.

Neben dem Tanz treten am Sonntag Livemusik und die Kunst in den Vordergrund. Unter dem Thema „Musik, Tanz, Kunst, Labor“ werden zahlreiche Schüler unter Mitwirkung ihrer Lehrer in den Räumen der Zehntscheuer zum Experimentieren ermutigt. In einem mehrmonatigen Arbeitsprozess wurden verschiedene Themen entwickelt, die während der Vorbereitungsphase oder auch zum Teil bei der Darbietung Entfaltung finden oder vorgestellt werden. Die Programm-Module des Sonntags sind im 30- bis 50-minütigen Takt in wechselnden Räumen der Zehntscheuer von 11 bis abends um 18.10 Uhr besuchbar. Ein landesweit einzigartiges Projekt stellt das Konzert für Kleinkinder mit Angehörigen dar (11 und 14.50 Uhr im Theater). Dieses völlig andersartige Konzertformat beinhaltet beispielsweise die Anwendung von Methoden des Musikforschers Edwin Gordon, der Konzepte für das Musiklernen ab dem Babyalter entwickelte. Sechs Musiker der Musikschule und ein Baden-Württembergisches Blockflöten-Quartett, das im vergangenen Jahr auf Bundesebene bei „Jugend Musiziert“ höchst erfolgreich war, lassen die kleinen Ohren große Musik hören. Die Reaktionen mit der Stimme oder der Bewegung der jungen Konzertbesucher werden von den Profis musikalisch-improvisatorisch erwidert. Das „Musik-Bankett um 12“ lässt junge Musiker (Klavier vierhändig, Bläser, Perkussionisten) ein musikalisches Menü servieren. Erstellt wurde eine aufbauende, in sich greifende musikalische Darbietung, sowohl vom Arrangement als auch von seiner Besetzung. Kammermusikalisch gestaltet und musikalisch-teamfähig „angerichtet“ werden die jeweiligen Gerichte von „echt süßen“ Anfängern bis hin zu Jugendlichen und letztlich auch den Profis. Die Lehrerband mit anspruchsvoller Salonmusik bildet den Höhepunkt.

Im Familien-Tanz-Projekt startete der Versuch, familiäre Bewegungsszenen mit Mama oder Papa und Geschwistern auf die Bühne zu bringen. Das Freundinnen-Tanz-Ballett als Trio – später im Programm als Quartett – arbeitete parallel an einer eigenen Choreografie nach der Musik „Der Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Die Tanzeleven greifen auf die vermittelten Balletttechniken durch Daria Afonkina zurück, erforschen neue Zusammenhänge und stellen ihr eigenes Tanzergebnis vor. Wer Lust hat traditionelles Liedgut aufzufrischen, kann um 13 Uhr Heike Sandhöfner im Theater den Frühling herbeisingen. Um 13.50 Uhr werden die Experimente von besonderen Ensembles im Großen Saal vorgestellt. Fünf unterschiedliche Ensembles, das Percussion-Ensemble, das Querflöten-Ensemble, ein Violin-Trio, das Saxofon-Ensemble und das Blockflöten-Quartett erkunden nicht nur musikalisch Neuland, sondern präsentieren sich in höchst erquickender Art. So kochen Perkussionisten musikalisch, Querflötisten tanzen und Saxofone befinden sich im Labor. Blockflötisten erzeugen eine Zungen- und Ganzkörpermusik – auf höchstem Niveau vorgetragen.

Nach diesen sehens- und hörenswerten Leckerbissen treten vier Formationen im Versuchslabor auf: In mathematischen Formeln bewegen sich Gitarren- und ein Trommel-Orchester, mal rockig, mal mit afrikanischem Sound. Das kleine Manufakturorchester mit Streichern und Bläsern nähert sich den Klängen von Satie an und erforscht Maschinengeräusche, die in einer Komposition münden. Die zweite eigene „Winter“-Choreografie von einem weiteren Ballett-Trio bildet den Abschluss des Versuchslabors.

Um 16.20 Uhr beginnt die Band-Werkstatt im Theater und hier erhält eine Nachwuchs-Band Raum, aber auch junge Rock- und Popschüler probieren sich in Kombinationen aus. Das „Versuchslabor 1“ (17 Uhr) und „Versuchslabor 2“ (17.40 Uhr) öffnet seine Pforten für eine erfrischende akustisch-visuelle Klangbegehung. In Laborteams arbeiten Kinder aus den Elementargruppen mit bereits erfahrenen Instrumentalschülern (Cello, Klavier, Violine) zusammen. Auf der Suche nach dem „Puls“ werden die Besucher verschiedenste Klang- und Sinneserfahrungen erleben.

Neu bei der Winterbühne sind die Aktionen im Kunstraum „Aktiv Art“ mit einem Spielfeld der Kunstschüler von Regine Autenrieth von 14.30 bis 16.30 Uhr. Hier können interessante Spielkombinationen mit Kunst (Raum – Skulptur – Farbe – Ton – Figurine – Bewegung) mit akustischen Signalen der Harfenistinnen gemacht werden (Eintritt frei). Im Aktiv Raum im ersten Stock von 14.30 bis 17.30 Uhr zeigt sich das Experimentierfeld „Flöte bis Trompete“, wobei viel ausprobiert werden kann, um der vielfältig-kreativen Tonerzeugung auf die Spur zu kommen (Eintritt frei).

An beiden Veranstaltungen wirken insgesamt 500 junge Menschen aus der gesamten Region mit. eb

Info Der Eintritt für ein Modul beträgt 3 Euro und ist im Kartenvorverkauf vom 23. bis 26. Februar jeweils von 15 bis18 Uhr beim Forum junger Künstler in der Musikschule Leichtle, (Hauptstraße 33) in Münsingen erhältlich. Weitere Informationen zum Programm „Winterbühne“ bei Silvia Leichtle unter 0 73 81/50 10 95 (Internet: www.kultur33.de) oder zum Kartenvorverkauf bei der zweiten Vorsitzenden per E-Mail: „meike.hoeschele@online.de“

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