Spielerisch die Natur erlebt

Mit Eimer, festen Schuhen und Bollerwagen machten sich die Kinder des Kindergartens Dottingen auf den Weg in die Gärten der Familien Hausmann und Sautter, die zum Gruppenraum im Freien wurden.

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Die Dottinger Kindergartenkinder verarbeiteten vor Ort das geerntete Gemüse. Foto: Privat

Unterwegs wurden noch verschiedene Apfelsorten, Birnen und Zwetschgen probiert und eingesammelt. Die Kinder konnten nach Herzenslust Kohlrabi, Sellerie, Tomaten, Bohnen, Karotten und Kürbisse kennenlernen, ernten und vor Ort zu Gemüsesuppe verarbeiten, die im großen Topf an der offenen Feuerstelle gekocht wurde.

Nebenbei fanden die Kinder heraus, dass die Farbe der roten Beete zum Stempeln des "Apfelsternchens" geeignet ist und mit Kohle sich wunderbare Bilder gestalten lassen. "Willi, der Apfelwurm" ist ihnen begegnet, Schnecke, Regenwurm und Käfer konnten genau beobachtet werden. Auch die "Raupe Nimmersatt" konnten sie in einer Karotte entdecken.

Im Jahresplan fest verankert sind auch die Besuche auf dem Schepperhof, die Kinder konnten dieses Jahr die Geburt von insgesamt drei Kälbchen miterleben. Natürlich musste auch ausgemistet und viele Kühe gemolken werden. Nebenbei haben die Kinder auf den Streuobstwiesen rund um Dottingen viele Äpfel eingesammelt, die in der Mosterei in Rietheim abgegeben wurden. Das eingenommene Geld wurde dem Geschwisterhaus in Tübingen gespendet.

Sich im Spiel mit der Natur auseinanderzusetzen gehört zu den Grundbedürfnissen unserer Kinder genauso wie Essen, Schlafen, Zuneigung und Liebe. Kein noch so raffiniertes Spielzeug ersetzt Erfahrungen, die das Kind mit Naturelementen sammelt. Kein noch so perfekter Naturfilm wiegt Erlebnisse mit lebendigen Tieren auf. Kein Kinderzimmer und keine Turnhalle kann eine so optimale Konzentration von Erfahrungsmöglichkeiten bieten wie die Natur. Auf diesem Weg kommen Kinder ganz von alleine zum Staunen über Gottes Schöpfung und somit auch zur Achtung der ganzen Schöpfung und aller Kreaturen.

Den Erzieherinnen des Kindergarten Dottingen ist es sehr wichtig, Sinneserfahrungen nicht isoliert, sondern eingebettet in Lebenszusammenhänge zu fördern, da unsere Umwelt immer ärmer wird an Erfahrungsräumen im Bereich Gleichgewicht und Eigenbewegung.

Dies alles wäre aber nicht möglich ohne die Unterstützung der Kindergarten-Eltern und von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wie Elke Sautter. Auch den Besitzern des Schepperhofes und der Gärten gebührt in diesem Zusammenhang Dank.

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