Sparer spenden für 78 Projekte

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Fünfmal 1500 Euro: Karl Thumm, Matthias Etzel, Alfred Weber, Tillmann Schwenk und Gernot Weber (v.l.) nahmen die Schecks von Volksbank-Vorstand Christian Bückle (Mitte) am Mittwochabend entgegen.  Foto: 

„Das VR-Gewinn-Sparen sehen wir als eine ganz moderne Interpretation der genossenschaftlichen Idee an“, sagte Christian Bückle, Vorstand der Volksbank, am Mittwochabend bei der Übergabe der Spendenschecks. Wieder einmal hatten zahlreiche Vereine und Einrichtungen ihre Projekte bei der VR-Gewinnsparausschüttung „Wert(e)voll“ eingereicht. Eine kompetente Jury hatte sich darüber den Kopf zerbrochen und jetzt wurden 30 000 Euro für 78 Projekte von Vereinen, sozialen, kirchlichen und gemeinnützigen Einrichtungen sowie Kommunen vergeben. Die Spendenbeiträge waren gestaffelt in 200, 250, 300, 400 und 500 Euro Tranchen – fünf Projekte wurden mit 1500 Euro bedacht, und deren Vertreter rekapitulierten am Mittwochabend nochmals in aller Kürze ihre Vorhaben.

Die Skizunft Römerstein hat, nach Worten von Annette Reutlinger und Tillmann Schwenk, die Inklusion in den Vordergrund gestellt. Bei der Sanierung und Renovierung des Gebäudes bei der Rollskibahn soll auch eine behindertengerechte Toilette entstehen, die dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll.

Das Thema Inklusion spielt auch für das Komitee zur Erhaltung der Kirche in Gruorn eine große Rolle, wie Alfred Weber sagte, allerdings sei das Spendengeld längst ausgegeben. Zum Friedhof wurde ein barrierefreier Zugang erstellt, in der Kirche selbst möchte man mit Rampen weiterarbeiten. Alles in allem hat das Komitee für die Sanierung in Gruorn  170 000 Euro veranschlagt, „da tut jede Spende gut“, so Weber.

Auch der Münsinger Schwimmbadförderverein kommt in den Genuss der 1500 Euro, und auch der kann, angesichts der Kosten für die Freibadsanierung von 6,2 Millionen Euro, „jeden Cent brauchen“, sagte der Vorsitzende Karl Thumm. Dennoch versprach er der Stadt in Kürze wieder eine ordentliche Summe aus der Kasse des Fördervereins zu überweisen. Den Betrag ließ er nicht heraus, aber zumindest soviel: „Die Summe wird über der des Jahres 2016 liegen“, und da waren es 151 000 Euro. 1500 Euro gab es auch für den DRK-Ortsverein Münsingen und der wird die Mittel für die Ersatzbeschaffung eines Krankentransportwagens einbringen, erklärte Gernot Weber. Das alte Fahrzeug hat 23 Jahre auf dem Buckel und entspricht längst nichts mehr dem medizinischen Standard. 83 600 Euro kostet das neue Fahrzeug. Die letzte Zuwendung ging an die Gustav-Mesmer-Realschule. Dort soll im Rahmen des neuen Bildungsplans eine Schülerfirma gegründet werden, führte Konrektor Matthias Etzel aus. „Da sind 1500 Euro ein gutes Startkapital“.

Wie die Spendensumme zusammenkommt erläuterte Christian Bückle. Ein Los kostet zehn Euro, davon gehen 7,50 Euro auf das Sparkonto, 2,50 Euro sind der Spieleinsatz. Davon werden 63 Cent an gemeinnützige Einrichtungen, Kindergärten, Schulen oder Vereine gespendet.

Über 7600 Lose führten damit zu einem Spendenaufkommen von fast 60 000 Euro, davon wurden von der Volksbank am Mittwochabend die 30 000 Euro ausgeschüttet.

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