Selber gehen seit 125 Jahren

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125 Jahre, Ausstellung, 2 sp x 66,1, Loka 01  Foto: 

TORSTEN POHLING

Viele verschiedene Exponate – von der Wanderkarte bis zu Bernerwägele – geben in der Kundenhalle des Geldinstituts einen Überblick über die Geschichte der Wanderfreunde.

Der stellvertretende Bürgermeister Dr. Eberhard Rapp hielt die Eröffnungsrede. Er ging beim Motto des Albvereins „Natur, Heimat, Wandern“ insbesondere auf die Heimat ein. Diese sei schützenswert und von immenser Bedeutung. Leider werde der Begriff von den falschen Leuten oft missbräuchlich verwendet.

Der Gauobmann des Ermsgau, Werner Schrade, betonte ebenfalls, wie wichtig schon immer das Motto des schwäbischen Albvereins sei. Die Begriffe Natur, Heimat, Wandern seien aktuell in jeder Zeit. „Wandern erlebt einen Boom wie noch nie – wenn auch nicht im Verein“, begründete er die aktuell sinkenden Zahlen junger Mitglieder.

„Ich möcht euch alle miteinander „Auf bunten Wiesen sehn. . .“, begann Gerhard Lamparter, Vertrauensmann der Ortsgruppe Münsingen, seine Rede. Mit dem Gedicht „Gruß an die Kinder“ von Paula Dehmel brachte er auf den Punkt, was den Albverein und insbesondere die Ortsgruppe Münsingen auszeichnet.

Der eigentliche Geburtstag am 16. Juni 1891 falle auf einen Tag mit einem wichtigen Fußballspiel, so habe man sich entschieden, in den Geburtstag reinzufeiern. „Wir haben versucht, die 125 Jahre in einer kleinen Ausstellung hier in den Räumen der Kreissparkasse Münsingen ein wenig in Erinnerung zu bringen.“ Er hob die wichtigsten Wegmarken in der Geschichte hervor, so die beiden Weltkriege: „Ja, die Nachkriegsjahre haben den Verein immer wieder mehr zusammengeschweißt. Es wurden wieder Feste und Veranstaltungen angeboten und in überschwänglicher Zahl angenommen. Bei den Wanderungen haben 170 bis 200 Personen teilgenommen.“ Heut sei es um ein vielfaches schwieriger, einen neuen Wanderplan zu erstellen, da jeder schon fast überall gewesen sei. Dazu kommt der Nachwuchsmangel. „Vor knapp 20 Jahren hatte der Verein rund 650 Mitglieder, heute sind es nur noch die Hälfte“. Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die Pflege und Erhaltung der Wanderwege.

Die Ortsgruppe hat ein etwa 57 Kilometer langes Wegenetz zu betreuen. Zur Pflege gehört neben den Wanderkennzeichen auch das Freilegen der Wanderwege. Dazu ist in der Ausstellung auch das vom ehemaligen Ehrenmitglied und Gauwegemeister Anton Schultes genutzte Bernerwägele mit Leiter, Werkzeug, Pfosten, Wegetafeln und Farbe zu sehen.

Die Ausstellung beginnt etwa 1907 und reicht bis 2016. Die Tafeln zeigen verschiedenste Wanderungen, Karten, Wanderpläne, Wanderführer, Ehrenurkunden und -zeichen. Der Wimpelbaum trägt mehr als 80 Fahnen von verschiedenen Wanderveranstaltungen. Am Eingang stehen zwei „gut angezogene Wandervögel“: der eine aus vergangenen Tagen, der andere in High-Tech, wie man sie heute trägt.

Zum Abschluss fasste KSK-Regionaldirektor Frank Bob die wichtigsten Punkte in satirisch zusammen und lud zum geselligen Miteinander ein. Umrahmt wurde der Abend vom Liederkranz Münsingen.

Info Die KSK präsentiert die Ausstellung in den nächsten drei Wochen zu den üblichen Öffnungszeiten in der Kundenhalle.

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