Rotalgen und Feuchtigkeit:  Sanierungsfall Stephanuskirche

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  • Im Chor der Gruorner Stephanuskirche muss der Betonfußboden raus. An der Außenfassade setzen Rotalgen dem alten Gemäuer zu. Auch da ist Sanierung notwendig.  1/2
    Im Chor der Gruorner Stephanuskirche muss der Betonfußboden raus. An der Außenfassade setzen Rotalgen dem alten Gemäuer zu. Auch da ist Sanierung notwendig. Foto: 
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Seit zwei Jahren ist Alfred Weber Vorsitzender des  Gruorner Komitees, und die Kirchenrenovierung „ist eines meiner Hauptprojekte.  Ich hab’ nicht gedacht, dass  es so schwierig ist, dafür Geld zu bekommen“. Soziales und Kunst werde von der öffentlichen Hand unterstützt, „aber für einen Fußboden in der Kirche“ sei es schwer, an Finanzmittel ran zu kommen. Diese werden dringend gebraucht, denn der Betonboden  im Chor lässt die  Nässe nicht raus, die Feuchtigkeit zieht die Wände hoch. Wenn’s ganz schlecht läuft, ist sie schon bis unter die Fenster hinaufgestiegen; dann werden auch Putzarbeiten notwendig.

Und bevor dort  saniert werden kann,  rücken sowieso erst mal die  Archäologen an. Sie wollen untersuchen, ob unter dem gotischen Chor vielleicht eine romanische Apsis liegt, so Architekt  Dieter Schmied. Das Kirchenschiff nämlich ist im romanischen Stil erbaut.

Auch an der Außenfassade  bekommen die Handwerker gut zu tun.  Dort setzen, weithin sichtbar, Rotalgen dem Putz zu. Außerdem müssen  Schäden an den Fenstereinfassungen, Risse im Gesims und  Abbröcklungen an den Verdächelungen ausgebessert werden: „Sandstein braucht eben Pflege“, so Schmid.

Um die 170 000 Euro müsse man voraussichtlich in die Renovierung stecken, ein Grundstock von  25 000 Euro ist da, sagt Weber. Und ein Plan, wie es weitergehen soll auch. Im ersten Quartal 2018 will Weber sehen, dass „es einen runden Tisch  mit Vertretern der öffentlichen Hand gibt“. Gemeinsam soll erörtert werden,  wo man Geldquellen auftun kann. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Denkmalamt. Von dort  braucht es die Bestätigung, dass  die Arbeiten förderfähig sind. Dann muss das ganze Gebäude untersucht und ein Gutachten erstellt werden. Im Herbst, hofft Weber, sei man dann bereit für die Antragstellung. Und „wir können betteln gehen“. Denn ohne weitere  finanzielle Unterstützung, auch über private Spenden, werde es schwierig das Projekt, angelegt auf rund fünf Jahre,  zu stemmen.

Sehr gefreut hat sich jetzt Weber deshalb über einen 1000 Euro-Scheck vom Lionsclub Ermstal „Attempto“. Das Anliegen der Lionsmitglieder, so Pastpräsident Dr. Frank Schwärzler,   ist  „zu sehen, wo in der Region Not am Mann ist, wo man die ehrenamtlich Tätigen unterstützen kann“. Gruorn ist da ein typisches Beispiel für ihn. Er schätzt die Arbeit der Komiteemitglieder, die dafür sorgen, „dass ein bedrohtes Denkmal erhalten wird“. Mit dem Geld sollen sie zu weiterem Engagement  ermutigt werden.

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