Ochs am Spieß

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Ochs am Spieß war beim Kartoffelfest in Magolsheim der Renner.  Foto: 

Soraya, Bella rosa, Tacoma, sie hat viele Namen, die tolle Knolle aus Südamerika, die längst hierzulande heimisch ist. Im großen Stil auch in Magolsheim bei Kartoffelbauer Michael Lamparter. Seit stolzen 30 Jahren schon. „Damals brannte unser Schweinestall ab, danach haben wir uns dann ganz auf die Kartoffeln spezialisiert“, erzählt Lamparter. Einst als kleiner Stöpsel mit Papa Walter, heute nach der Übernahme des Betriebs als Boss, zusammen mit Ehefrau Manuela.

428 Kilo Schlachtgewicht

Beim Hoffest rückte die tolle Knolle jedoch fast schon ein wenig ins Abseits, denn der Ochs am Spieß galt als großer Renner und lockte zahlreiche Besucher aus dem weiten Umkreis an. Stolze 428 Kilo Schlachtgewicht brachte Ochse Anton auf die Waage, bevor er aufgespießt am Ochsenbräter immer mehr Farbe annahm. Während Anton am Spieß in der Hitze brutzelte, lag Ochsenkumpel Franz, der satte 450 Kilo Schlachtgewicht aufwies, in der Kühltruhe. Zerlegt in Fünfkilo-Beutel, die beim Hoffest von Ochsenfleischliebhabern gerne gekauft wurden.

„Dass so viele Leute kommen, hab ich zwar gehofft, aber nicht wirklich gedacht“,  verriet Michael Lamparter. 50 Biertischgarnituren waren im Lagergebäude aufgestellt und oft bis zum letzten Platz besetzt. „Der Ochs schmeckt wirklich lecker“, war immer wieder zwischen den Bänken zu hören. „Der schmeckt nach mehr, da kommen wir nächstes Jahr wieder“, so ein Ehepaar aus dem Stuttgarter Raum.

Zumindest am Sonntag war sich Lamparter jedoch sicher, dass es so schnell kein Hoffest mehr geben wird. War der Aufwand für den Familienbetrieb doch enorm. Neben dem kulinarischen Teil wurde auf dem Hof der Lamparters nämlich auch für ordentliche Unterhaltung gesorgt. Bierkistenstapeln mit Unterstützung der Zimmerei Leichtle, das breite Angebot des Pedalo-Spielmobils sowie der Ministreichelzoo bereicherten das Fest, von welchem sich so mancher nicht ohne die tolle Knolle verabschieden wollte. Soraya, Bella rosa und Tacoma, lagen mal mehlig- oder festkochend abgepackt in Säcken im Kartoffelhäuschen zum Kauf bereit.

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