Narren feiern in der "Woodstock-Halle"

Ein Hauch von Woodstock wehte am Montag durch die Alenberghalle. An jeder Ecke gab es schrille Gewänder, Afrolook-Perücken, Jesuslatschen, dunkle Sonnenbrillen und Schlaghosen zu sehen.

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Rosenmontagsball: Die Hungerberghexen boten erneut eine sehenswerte Vorführung.  Foto: 

"Flower-Power meets Dirndl": So lautete heuer das Motto der großen Rosenmontagsparty in Münsingen. Mit drei Worten, der Textzeile des alten 60er-Hits "O happy day", lässt sich die ganze Party kurz und knapp beschreiben. Ausgelassene Stimmung herrschte wie einst während der Hippiezeit, als Love und Peace das Leben der jungen Menschen bestimmte. Viele hatten sich Margeriten und Sonnenblumen, das Hippie-Symbol schlechthin, auf die Backen gemalt. Die "Albkracher" machten ihrem Namen alle Ehre. Sie ließen die Alb krachen. Mit den Hits der 60er- und 70er-Jahre holten sie das Lebensgefühl dieser Zeit in der kurzerhand umgetaufte Woodstock-Halle noch einmal zurück.

Zur tollen und ausgelassenen Stimmung trugen auch die Hungerberg Hexen bei, die die Mega-Party organisiert hatten. Ein Riesenapplaus prasselte auf die Kinderhexen nieder, die eindrucksvoll zeigten, dass man sich in Münsingen keine Sorgen um den Nachwuchs machen braucht. Die Sechs- bis Zehnjährigen stehen den Großen in nichts nach. Auch sie formten sich zu einer Pyramide.

Als Erinnerung an die gewonnene Fußballweltmeisterschaft des deutschen Teams tanzten die Jungs und Mädchen zur Musik von "Auf uns" von Andreas Bourani als Zugabe über die Bühne. Natürlich in den passenden Trikots, mit wehenden Fahnen, schwarz-rot-gold-farbenen Schals und Vuvuzelas. Wenig später nahmen die Sprunghexen die Vorbühne in Beschlag. "Jetzt seht ihr waghalsige Hebefiguren, die man so nur selten sieht", kündigte "Oberhippie" Hexenmeister Winfried Leichtle die atemberaubende Vorführung im Häs an. Es ist schon irre, jedes Jahr lassen sich die Hexen etwas Neues einfallen. Allein dieser Auftritt war das Eintrittsgeld wert. Wenig später mischte noch die Hexenkapelle das närrische Volk auf.

Mit einer überwältigenden Mehrheit der mehr als 400 Gäste wurde bei der anschließenden Kostümprämierung Christine Länge aus Auingen als ausgeflipptes Hippiemädchen auf den ersten Platz gehievt. Der Lohn für die originalgetreue Verkleidung: ein Essensgutschein in einem guten Restaurant in der Stadt. Der zweite Preis, zwei fruchtige Cocktails, gemixt vom "Münsinger König" Michael Ruopp, gingen an Michaela Ranz, die im Dirndl die närrische Party besuchte. Für Benjamin Linke gab es als Drittplatzierten eine Flasche Sekt. Auch er feierte im entsprechenden Gewand der Flower-Power-Zeit.

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