Nachlass beim Fahrverbot

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Der Vorfall hatte sich, laut Ausführungen der Staatsanwaltschaft, am 17. Februar ereignet. Gegen 11.45 Uhr soll der beschuldigte Rentner mit seinem Pkw auf einem Verbindungsweg nahe Münsingen auf eine Frau mit zwei freilaufenden Hunden getroffen sein. Der sechsjährige Hund, Namens Paul, soll zunächst neben seinem Fahrzeug hergelaufen sein, hatte dann  aber die Fahrbahn überquert, wobei er vom Fahrzeug des 71-Jährigen überrollt wurde. Der Mann sei kurz ausgestiegen. Nachdem er gesehen hatte, dass der Hund tot war, sei er weitergefahren. Die Anklage lautete daher auf unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Gegen den Strafbefehl hatte der 71-Jährige Einspruch eingelegt.

Der Rentner bestätigte den Vorfall so, verwies aber darauf, dass er der Hundebesitzerin gesagt habe, er werde gleich wiederkommen. Der Vorsitzende Richter am Amtsgericht, Joachim Stahl, regte daraufhin an, dass der Mann den Einspruch doch auf die Rechtsfolgen beschränken solle, nachdem es dem Beschuldigten doch in erster Linie um das dreimonatige Fahrverbot gehe.

Nachdem der 71-Jährige einwilligte, verzichtete das Gericht auf eine Zeugenvernehmung, ließ aber den 71-Jährigen noch mal zu Wort kommen. Der erklärte, dass er das Fahrzeug benötige um seinen behinderten Pflegesohn zur Werkstatt zu fahren. Auch die Geldstrafe von 750 Euro sei recht happig. 

Davon zeigte sich die Staatsanwaltschaft wenig beeindruckt, plädierte sogar auf eine Erhöhung der Geldstrafe auf 1050 Euro unter Beibehaltung des dreimonatigen Fahrverbots. Richter Stahl machte es dann in seinem Urteil etwas gnädiger. Er setzte eine Geldstrafe von 900 Euro fest und verringerte das Fahrverbot auf zwei Monate. Zudem muss der Rentner die Kosten des Verfahrens tragen.

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