Nach Europatournee jetzt Japan

Das vergangene Jahr war das bislang intensivste und erfolgreichste der jungen Heavy-Metal-Formation Kissin Dynamite. Dieses Jahr wollen Jim Müller, Andi Schnitzer und Co etwas ruhiger angehen.

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  • Nach ihrem Auftritt beim Festival in Tschechien bejubeln 15 000 Fans die fünf Jungs von Kissin Dynamite. Fotos: Privat 1/2
    Nach ihrem Auftritt beim Festival in Tschechien bejubeln 15 000 Fans die fünf Jungs von Kissin Dynamite. Fotos: Privat
  • Mit Studiogästen und Blondine: Hannes Braun (links) und Jim Müller moderieren die Musikshow "Hairforce 1" auf dem Sender iM 1. 2/2
    Mit Studiogästen und Blondine: Hannes Braun (links) und Jim Müller moderieren die Musikshow "Hairforce 1" auf dem Sender iM 1.
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Knapp 90 Konzerte haben sie vergangenes Jahr gespielt, mal als Topact, mal als Support, mal auf Festivals. Kissin Dynamite sind 2012 ganz schön ins rocknrollen gekommen. Ausgangspunkt war das im März erschienene dritte Studioalbum der Band aus Münsingen und Burladingen "Money, Sex & Power", auf dem sich Jim Müller (Gitarre), Andi Schnitzer (Drums), Hannes Braun (Vocals), Ande Braun (Gitarre) und Steffen Haile (Bass) erwachsener und vom Sound her dreckiger (sleaziger) präsentierten.

Klar, dass es eine MS&P-Tour gab, mit 20 Gigs und einem überraschend großen Ansturm (Jim Müller): Zwischen 200 und 600 Fans kamen zu den Konzerten in deutschen Hallen. "Das war für uns ein Supererfolg", freut sich der Buttenhausener.

Festival-Highlight für die Schwaben-Rocker war heuer das Master of Rock-Festival in Tschechien, mit Nightwish als Headliner. 15 000 begeisterte Fans bejubelten die Älbler. Der erfolgreiche Festivalsommer sollte aber noch getoppt werden durch die erste richtig große zusammenhängende Europatour, die Kissin Dynamite gemeinsam mit der US-Band Huntress um Frontfrau Jill Janus und dem Headliner Dragonforce aus London absolvierte. Von Letzteren hält Jim Müller richtig viel: "Das ist die schnellste Band der Welt mit richtigen Guitar Heroes.

Zwei Monate war er mit seinen Freunden mit den beiden Bands unterwegs. Von Finnland bis Portugal ging die Reise im Tourbus, den man sich mit den Amerikaner teilte. 40 Konzerte wurden in dieser Zeit von den drei Bands gespielt, mal vor mehr als 1000 coolen Skandinaviern, mal vor total enthusiastischen Franzosen. "Die beiden ersten Wochen waren schon ganz schön hart, aber dann hat man Routine bekommen". Von der Kondition her sei die Tour kein Problem gewesen, meinte Müller. 45 Minuten durften sich Kissin Dynamite als Opener auf der Bühne austoben, wobei die Setlist mit den Stücken, die sie spielten, fast ausschließlich aus Songs des jüngsten Albums bestand.

Es gab eine Tagesroutine, die sich mit der Zeit so einpendelte, dass man gegen 14 Uhr im Bus aufwachte, der in irgendeiner Stadt stand. Man suchte dann zunächst nach der Konzerthalle in der Nähe. Es folgte möglichst ein üppiges Frühstück, "die einzige feste Nahrung den Tag über", lacht Müller. Es sei total unterschiedlich gewesen, was einen dabei erwartete. Mal lagen vom Konzertveranstalter zwei Dosen Bier und 10 Euro da, die wohl für sechs Personen reichen sollten, mal wurde richtig getafelt. Besonders knickrig seien die Spanier gewesen, so Jim Müller.

Danach Aufbau, Soundcheck, Haare richten, was vor allem bei ihm und Sänger Hannes seine Zeit brauchte. Fürs Duschen reichte es meistens nicht mehr, das folgte nach dem Auftritt. Jedenfalls manchmal. Was immer folgte war die Riesenparty bis in den Morgen hinein. Nicht immer klappte es danach mit dem geordneten Rückzug in den Tourbus. In Belgien etwa verlor man Gitarrist Ande. Der war am Nachmittag nicht an Bord und auch nicht über sein Handy zu erreichen. Das hatte er verloren. Erst fünf Tage später meldete sich der verlorene Gitarrist wieder. Zwischenzeitlich hatte man einen Ersatzmann anheuern müssen. In Helsinki sprang Ande wieder auf, dem ein Flug nach Finnland gebucht worden war. Eine der Aufregungen einer aufregenden Tour, die keiner der jungen Schwaben so schnell vergessen wird.

Dabei steht der nächste Knüller schon bevor. Im Februar werden Kissin Dynamite an einem Melodic Metal Festival in Japan teilnehmen, Konzerte in Osaka (9. Februar) , Nagoya (10. Februar) und Tokyo (11. Februar) spielen. Weitere Bands werden sein: Jaded Heart, Atvance (beide aus Deutschland), Dreamstoria (Japan) und Mystery (Australien). Vom Veranstalter waren Kissin Dynamite angeschrieben worden, ob man Interesse an Auftritten in Japan habe. "Wir dachten, schwätzet no", lacht Müller. Zur großen Überraschung kam schnell das OK mitsamt den nötigen Visaanträgen, nicht nur für die Band, sondern auch für die Crew, so dass man zu Neunt nach Japan fliegen wird. Dort gibt es offensichtlich schon viele KD-Fans, die sich die japanische Version der Alben kaufen können.

Bis Ende Mai ist ansonsten aber "schöpferische Konzertpause". Gearbeitet wird bereits intensiv am nächsten Album und im Frühling wird es immer wieder ins Tonstudio nach Flensburg gehen. Sechs Songs sind bereits als Demos aufgenommen, mindestens 30 sollen es werden, aus denen dann rund ein Dutzend ausgewählt werden für die nächste CD, die Anfang 2014 auf den Markt kommen soll. Im Sommer werden Kissin Dynamite wieder auf Festivals zu sehen sein, etwa in Slowenien oder in Schweden, in der Region Anfang Juni in Dächingen und Anfang Juli in Wilsingen, ehe man an der nächsten eigenen Tournee basteln will.

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