Münzing: „Fernrohre bieten Orientierung und Naturbildung“

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Vorstellung des neuen Viscope Fernrohres am Münsinger Gänsewag (von links): Thomas Noack (Hauptamtsleiter Stadt Münsingen), Hans-Peter Engelhart (Touristik Information Stadt Münsingen), Walburg Speidel (Geschäftsstelle Biosphärengebiet), Lydia Nittel (BIMA), Roland Heidelberger (Geschäftsstelle Biosphärengebiet) und Münsingens Bürgermeister Mike Münzing.  Foto: 

Wieder einmal ist die Stadt Münsingen Vorreiter wenn es darum geht, mehr Aufenthaltsqualität in der Natur für Touristen und Einheimische gleichermaßen zu schaffen. Denn laut Bürgermeister Mike Münzing braucht es „stets neue Mittel und Möglichkeiten, um Wissen zu transportieren“, auch wenn der eigentliche „Guckkasten“ ja nicht wirklich etwas Neues ist.

Stöcklesbuche und Gänsewag

Doch so, wie die beiden ersten Viscope-Fernrohre im Biosphärengebiet Schwäbische Alb in Apfelstetten nördlich des Parkplatzes Stöcklesbuche und am Aussichtspunkt Gänsewag im ehemaligen Truppenübungsplatz konzipiert und installiert sind, tun sich ganz neue Blickwinkel auf die unmittelbare Umgebung bis hin zu den bis 100 Kilometern Luftlinie entfernten Alpen auf.

Weder Strom noch Internet

Ein 360 Grad-rundum-Abenteuer, das weder Strom noch Internet, sondern lediglich Tageslicht braucht, um über die Linse nahe und ferne Ziele deutlich sichtbar zu machen und sie namentlich zu benennen. Die Fernrohre liefern präzise zum jeweiligen Panoramapunkt die gewünschte Information, dem Fernrohr-Gucker präsentiert sich die eindrucksvolle Alpenwelt gleich hinter dem Bussen, die Namen der vielen Alpengipfel oder der Aussichtstürme im ehemaligen Truppenübungsplatz lassen sich leicht ablesen.

Ein Naturerlebnis der besonderen Art und eine hervorragende Gelegenheit, Natur und Heimat mit all ihren Buchenwäldern, Wacholderheiden, Magerrasen, Hügeln und Bergen kennenzulernen. Darüber hinaus bieten die Fernrohre Orientierung und „Naturbildung“, wie Bürgermeister Münzing betont. Rund 500 Viscope Fernrohre gibt es bisher im Alpenraum, Hans-Peter Engelhart von der Touristik-Information der Stadt  ist im Montafon auf sie aufmerksam geworden. Nun hofft er, dass andere Gemeinden im Biosphärengebiet nachziehen: „Es wäre schön, wenn das zum Beispiel an den neuen Premiumwanderwegen Schule machen würde.“

Im Dutzend billiger

Denn im Dutzend gibt´s die stabilen Fernrohre aus Stahl und Aluminiumguss, die seit fünf Jahren am Markt sind und sich mittlerweile bewährt haben, günstiger. Das belichtete und beschriftete Innenleben kann jederzeit eigenständig aktualisiert und ergänzt werden.

Die Stadt Münsingen hat sich die Anschaffung und Installation beider Fernrohre 16 460 kosten lassen, allerdings erhielt sie aus dem Fördertopf des Biosphärengebiets einen Zuschuss über 50 Prozent in Höhe von 8230 Euro.

Am Gänsewag sollen noch Albliegen und Sitzgruppen aufgestellt werden, so dass sich an dieser exponierten Stelle eine Zeit lang verweilen lässt, denn „hier macht sich Biosphäre ganz gut“, wie Münzing findet.

„Wichtig ist, dass sich die Besucher an das Wegegebot halten und ihre Hunde an die Leine nehmen“, betont Lydia Nittel von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).

Wem ging es nicht schon einmal so? Man wandert in den Bergen, blickt auf die Karte und versucht, die Gipfel mit den Namen auf der Karte zu versehen – und scheitert kläglich, da die Zuordnung einfach nicht gelingen mag. Mit dem Viscope-Fernrohr ist das kein Problem für Wanderer und Urlauber mehr, da ein Panorama mit Namen und gegebenenfalls auch Infos dazu beim Blick durch das Aussichtsfernrohr angezeigt werden. Spaziergänger werden dieses Gerät lieben, denn es zeigt die Schönheit der Umgebung und gibt dieser Namen. Und dabei benötigt das Gerät keinerlei Strom, es beinhaltet keine Elektronik, die durch Nässe, Kälte oder Sonnenstrahlen Schaden nehmen könnte. Dies gelingt durch eine neuartige, rein mechanische Technologie, bei der Berg- und Ortsnamen, Weg- und Flurbezeichnungen, Logos und Bilder punktgenau in das Gesichtsfeld des Betrachters eingeblendet werden. Das Gerät arbeitet mit dem vorhandenen Tageslicht, nachts funktioniert es leider nicht. Auch vergrößert das Fernrohr die Umgebung nicht. Die stabile Säule besteht aus verzinktem Stahl. Einsatzbereiche für das Viscope sind dabei etwa Bergbahnen, Aussichtsplattformen, Erlebniswege, Stadttürme- und plätze, Besucherzentren und andere Ausflugsziele.

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