Mit Technik länger zu Hause

"Selbstständig leben bis ins hohe Alter": Dies will das LebensPhasenHaus in Tübingen ermöglichen. In Kooperation mit der Firma SchwörerHaus veranstaltet unsere Zeitung am 18. September eine Leserfahrt.

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  • Das LebensPhasenHaus in Tübingen bietet viele technische Assistenzsysteme wie das von Thomas Heine gezeigte Bett (oben links) oder den höhenverstellbaren Herd. Barrierefreier Wohnraum kann in einem Wohnmodul der Firma SchwörerHaus, dem FlyingSpace, auch nachträglich problemlos an ein bestehendes Haus (unten links) angebaut werden. Fotos: SchwörerHaus/rot 1/2
    Das LebensPhasenHaus in Tübingen bietet viele technische Assistenzsysteme wie das von Thomas Heine gezeigte Bett (oben links) oder den höhenverstellbaren Herd. Barrierefreier Wohnraum kann in einem Wohnmodul der Firma SchwörerHaus, dem FlyingSpace, auch nachträglich problemlos an ein bestehendes Haus (unten links) angebaut werden. Fotos: SchwörerHaus/rot Foto: 
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Die Firma SchwörerHaus hat als bundesweit einzigartiges Modellprojekt auf einem Grundstück im Tübinger Norden unweit des Botanischen Gartens das LebensPhasenHaus errichtet. Es besteht aus einem Seminarbereich und einer barrierefreien Musterwohnung. Da es immer mehr Ältere gibt, werden technische Unterstützungsysteme präsentiert. Menschen sollen so auch bei altersbedingten Einschränkungen weiterhin im eigenen Haus wohnen. Dabei ziehen Wissenschaft, Industrie und der Endverbraucher an einem Strang.

"Es handelt sich um kein klassisches Musterhaus", sagt Carola Kochner, bei der Firma SchwörerHaus für Werbung und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. "Unser Ziel ist, dass die Besucher Denkanstöße erhalten und Ideen mitnehmen, die sie bei sich zu Hause mit Blick auf Umbauten realisieren oder gleich zu Beginn in ein neues Bauprojekt integrieren können", ergänzte Thomas Heine von der Universität Tübingen. Ihm, der Firma SchwörerHaus und weiteren Partnern (Universitätsklinikum Tübingen, Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg, IHK Reutlingen, Ridi Leuchten, Somfy, Stadtwerke Tübingen) wollen von Verbrauchern wissen, wie diese die eingesetzte Technik erleben und bewerten. Dazu dient auch die enge Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat im Kreis Tübingen. Das auf zehn Jahre angelegte und in der ersten Phase auch vom Land geförderte Projekt will aktuelle Erkenntnisse umsetzen.

In einem variablen Wohnmodul (FlyingSpaces) der Firma SchwörerHaus sind barrierefrei Schlafzimmer, Küche und Bad untergebracht. Solch ein Wohnmodul lässt sich auch problemlos an ein bestehenden Altgebäude anbauen, um einem Angehörigen trotz Behinderung das Weiterleben zu Hause zu ermöglichen.

Bei der technischen Ausstattung stehen Komfort, Kommunikation und vor allem die Sicherheit im Vordergrund. So hat der Rauchmelder im Brandfall Zugriff auf das Haus, er kann das Licht anschalten und die Haustür öffnen, um die Flucht zu erleichtern. Breiten Raum nimmt auch das Licht ein. So helfen grüne Führungs-LEDs im Boden dabei, nachts sicher die Toilette aufsuchen zu können, ohne die Schlafsteuerung durch das Hormon Melatonin zu beeinträchtigen, wie dies bei herkömmlichem Licht geschieht. Ein bis in die Sitzhaltung aufklappbares Bett erleichtert das Aufstehen und hilft genauso im Alltag wie die automatische Hygienetoilette und vor allem die per Funk über einen Tablet-Computer steuer- und unterschiedlich programmierbare Haustechnik (Lüftung, Rollläden, Beleuchtung). Der genauso wie die Spüle höhenverstellbare Herd kann über das Smartphone von unterwegs überprüft und notfalls ausgeschaltet werden. "Das Haus vermittelt die Technik nicht so nüchtern wie eine kompakte Ausstellung sondern in einem wohnlich gestalteten Ambiente", betonte Kochner.

Info Weitere Informationen zum LebensPhasenHaus im Internet unter: www.lebensphasenhaus.de

Fakten im Überblick zur Leserfahrt in das Tübinger LebensPhasenHaus am 18. September

Die Leserfahrt in das LebensPhasenHaus in Tübingen findet am Freitag, 18. September, für maximal 30 Teilnehmer statt. Die Veranstaltung dauert inklusive Fahrt und Kaffeepause von 12 bis etwa 17.30 Uhr.

Treffpunkt ist um 12 Uhr im Café im Musterhauszentrum der Firma SchwörerHaus. Zunächst ist eine Besichtigung und Führung der FlyingSpace sowie des barrierefreien Musterhauses vorgesehen.

Um 13.15 ist Abfahrt nach Tübingen. Für Interessierte, die nicht an der Führung bei der Firma SchwörerHaus teilnehmen möchten, gibt es eine Zustiegsmöglichkeit am P&R Parkplatz beim Reutlinger Südbahnhof (13.35 Uhr). Die eineinhalbstündige Besichtigung des LebensPhasenHaus erfolgt in zwei Gruppen unter Führung von Dr. Sandra Evans von der Universität Tübingen sowie Architektin Franca Wacker von der Firma SchwörerHaus.

Gegen 15.30 Uhr ist eine Einkehr in der Gaststätte Rosenau vorgesehen. Zum Pauschalpreis von 6 Euro erhalten die Fahrtteilnehmer Kaffee, Wasser und ein Stück Kuchen. Die Rückfahrt erfolgt um 16.30 Uhr, Ankunft in Oberstetten um 17.30 Uhr. Anmeldungen für diese Leserfahrt nimmt das Sekretariat des ALB BOTE in Münsingen ab Montag, 7. September bis Dienstag, 15. September, entgegen, Telefon: 0 73 81/187 30. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 30 begrenzt, daher entscheidet die Reihenfolge der Anmeldung über die Zusage. Abgesehen von der Kaffeepause entstehen keine weiteren Kosten.

ROT

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