Mit dem Sonderzug dem Brot auf der Spur

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Albkorn, 3 sp x 66,1, Loka 01  Foto: 

Gutes von der Alb – dafür steht Albkorn seit 20 Jahren. 23 Landwirte bauen ihr Getreide nach den Richtlinien des Qualitätszeichens Baden-Württemberg her: integriert, mit lückenloser Dokumentation aller Schritte und mit dem Verzicht auf Gentechnik und Halmverkürzer. Helmut Holzschuh vom Fladhof spricht von einem deutlichen Mehraufwand für die Albkorn-Bauern: „Man kann nicht pauschal drüberspritzen“.

Verwendet werden ursprüngliche und schwierige Sorten, sorgfältig ausgewählt und in Bezug auf den ökologischen Faktor ausprobiert. „Wenn wir ein gutes Urprodukt herstellen, schmecken auch die Backwaren“, ist Holzschuh überzeugt. Jedes Jahr bringt neue Herausforderungen, insbesondere dann, wenn kein harter Frost die Böden gelockert oder Schädlinge dezimiert hat. „Deshalb brauchen wir Sorten, die von sich aus resistent sind und darüber hinaus zum Klima und zum Standort passen“. Landwirte, die sich der Albkorn-Philosophie verschrieben haben, sind noch richtige Bauern. Sie bauen nicht nach Fahrplan, sondern schonend und naturnah an. Ihre Kollegen zollen ihnen hierfür Respekt und Anerkennung und staunen darüber, dass Albkorn bereits seit 20 Jahren Erfolgsgeschichte schreibt. Denn der Mehraufwand lässt sich auf alle Beteiligten, sprich auch auf die elf Handwerks-Bäckereien, die Getreidemühle Luz und die Berg-Brauerei übertragen. Das Albkorngetreide ist höchstens 50 Kilometer vom Acker über die Mühle bis zum Bäcker oder zur Brauerei unterwegs. Alle Beteiligten stellen sich regelmäßigen Kontrollen und können den Verbrauchern genau sagen, welche Produkte verwendet werden. Diese Transparenz kommt an, Albkorn ist zum Markenzeichen geworden.

Anlässlich des Jubiläums will die Erzeugergemeinschaft nun ihren Kunden anschaulich den Weg vom Korn zum Brot aufzeigen. Unter dem Motto „Dem Brot auf der Spur“ schickt sie einen MAN-Schienenbus aus dem Jahr 1960 mit alten Personenwagen von 1921 auf die Schienen. „Die Fahrgäste können wählen zwischen Polster- und Holzbänken und erfahren die an ihnen vorbeiziehende Alblandschaft auf besondere Weise“, verspricht Bernd-Matthias Weckler von der Schwäbischen Alb-Bahn, der sich sofort für die Idee der Erzeugergemeinschaft begeistern konnte. Für ihn gibt es eine enge Verbindung zwischen Landwirtschaft und Eisenbahn: „Unsere Strecke ist 43 Kilometer lang und führt an Äcker und Wiesen vorbei. Die meisten unserer Nachbarn sind also Bauern“.

Für die Jubiläumsfahrt wurde ein ganz eigenes Konzept kreiert. Am Samstag, 22. August, beginnt sie um 10.30 Uhr mit Begrüßung und einem Bier-Empfang mit dem „Bräumeister-Pils“ der Berg-Brauerei aus Albkorn-Gerste am Münsinger Bahnhof, um 11 Uhr setzt sich dann der historische Schienenbus Richtung Engstingen in Bewegung. An mehreren Stationen gibt es Wissenswertes und kulinarisch Spannendes zu Albkorn zu erleben.

In Marbach greift die Getreidemühle Luz das Thema „Ernte früher und heute“ auf. Bei hoffentlich gutem Wetter werden eine historische Dreschmaschine und ein moderner Mähdrescher auf einem Getreidefeld im Einsatz sein und die Fahrgäste erfahren, wie es nach der Ernte mit dem Getreide in der Mühle weitergeht. Bei der Bäckerei Glocker in Gomadingen wird im Holzbackofen Brot gebacken und natürlich anschließend gekostet. „Vom Acker zum Teig, zum Brot und schließlich ins Maul zum Genuss“, lacht Weckler.

In Engstingen lässt sich Bäckermeister Tronje Marquardt in der Backstube über die Schulter schauen und lädt zum Brezelnschlingen ein. „Wir, das sind die Landwirte bis hin zum Bäcker, leben Albkorn aus Überzeugung und das zu hundert Prozent“, betont Marquardt. Den ganzen Tag über können unterschiedlichste Köstlichkeiten aus Albkorn und anderen regionalen Rohstoffen genossen werden. „Billetla“ für diesen Sonderzug gibt es nicht zu kaufen, sondern nur zu gewinnen. Teilnahmekarten für die Verlosung liegen ab Mittwoch, 1. Juli, bei jedem Albkorn-Bäcker sowie im Alten Brauhaus der Berg-Brauerei in Ehingen-Berg und in den beiden Mühlenläden der Getreidemühle Luz in Buttenhausen und Mössingen-Talheim aus. Bis zum 13. Juli können die Teilnahmekarten ausgefüllt und abgegeben werden.

Die Verlosung findet am 16. Juli in der Getreidemühle Luz statt. Jeder Gewinner erhält zwei Fahrkarten, insgesamt können 120 Fahrgäste diese Sonderfahrt miterleben.

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