Massive Verluste für die Christdemokraten

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In Zwiefalten gingen manche Wahlberechtigte zünftig bekleidet zur Wahl. Gestern wurde in der Münstergemeinde bekanntlich das Bierfest gefeiert.  Foto: 

Man muss die Verluste, die die CDU in Hayingen gestern hat hinnehmen müssen, als erdrutschartig bezeichnen. Zur Erinnerung: Vor vier Jahren hatten die Christdemokraten 62,9 Prozent der Zweitstimmen eingefahren. Gestern waren es nur noch 43,5 Prozent. Das ist ein Minus von sage und schreibe 19,6 Prozent. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass der Verlust bei den Erststimmen für den Kandidaten Michael Donth nicht ganz so gravierend ausfällt. Er erhielt 53,4 Prozent der Stimmen, also klar die absolute Mehrheit. Vor vier Jahren waren es 67,1 Prozent. Am besten schnitt die CDU noch in Ehestetten ab, wo sie 55,3 Prozent der Stimmen erhielt. In der Kernstadt hingegen waren es nur 36,4 Prozent.

Zweitstärkste Kraft in Hayingen sind mit knappen Vorsprung die Liberalen geworden. Sie katapultierten sich von 6 auf nunmehr 14,96 Prozent, ein sattes Plus von neun Prozent. Bei den Erststimmen konnte ihr Kandidat Pascal Kober sein fürchterliches Ergebnis von 2013 deutlich korrigieren. Damals war er bei 2,67 Prozent gelandet. Diesmal gaben ihm immerhin 11,6 Prozent der Wähler in Hayingen ihre Stimme.

Die drittmeisten Stimmen in Hayingen erhielt gestern die AfD, die bei den  Zweitstimmen auf 14,2 Prozent der Stimmen kam. Bei den Erststimmen landete ihr Kandidat Wolfram Hirth mit 12,3 Prozent sogar auf dem zweiten Rang. AfD-Hochburg war die Kernstadt, wo sie auf 18,3 Prozent kam, gefolgt von Anhausen/Indelhausen mit 15,8 Prozent. Am wenigsten Stimmen erhielt die AfD in Ehestetetn (8,3 Prozent) und Münzdorf (6 Prozent).

Zugelegt haben in Hayingen die Grünen. Bei den Zweitstimmen konnten sie 11,3 Prozent einheimsen, was immerhin einen Zuwachs von 3,1 Prozent bedeutete. Bei den Erststimmen holte Kandidaten Beate Müller-Gemmeke 11,36 Prozent und damit knapp 1,4 Prozent mehr als vor vier Jahren.

Große Verliererin der Wahl in Hayingen neben der CDU ist die SPD. Die Sozialdemokraten sind bei den Zweitstimmen unter die Zehn-Prozent-Grenze gefallen. Nach 11,1 Prozent waren es diesmal nur noch 8,2 Prozent. Bei den Erststimmen sah es noch schlimmer aus. Auf Kandidatin Rebecca Hummel entfielen nur 6,7 Prozent der Stimmen. Das waren 5,7 Prozent weniger als vor vier Jahren. Mit 87,35 Prozent lag die Wahlbeteiligung sehr hoch, vier Prozent über der von 2013.

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