Logotherapie: Das sinnerfüllte Leben

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Helga Hock stellt die Logotherapie vor.  Foto: 

„Das ist ein tolles Netzwerk.“ Dieses Lob kommt aus den Reihen der Volkshochschule Bad Urach-Münsingen, der Diakonischen Bezirksstelle Münsingen und der Evangelischen Bildung Reutlingen. Es bezieht sich auf eine Veranstaltungsreihe, die 2006 Premiere hatte und seither jährlich fortgesetzt wird. Stets mit Themen, die viele Menschen bewegen, teilweise aber mit einem Tabu belegt sind. Gleich beim Auftakt waren die Befürchtungen groß, dass über Depressionen niemand in der Öffentlichkeit reden will. Aber es kam einem Dammbruch gleich, als Ludmilla Reimer aus Zwiefalten über Lebenskrisen und belastende Erinnerungen (sie ist Autorin des Buchs „Liebe dein Inneres Kind“) sprach und sehr anschaulich Möglichkeiten aufzeigte,  wie frühe Traumata erfolgreich bewältigt werden können. Den Anstoß gab damals die Ehe-, Familien- und Lebensberaterin Helga Hock aus Dottingen. Sie ist ausgebildete Logotherapeutin. Ihre Praxis besteht seit genau zehn Jahren.  Damit lag es nahe, die „sinnzentrierte Psychotherapie nach Viktor Frankl“ in diesem Herbst als Leitfaden  zu nehmen – für eine Einführung im Gemeindehaus und fünf Abende (mit Anmeldung) im Alten Rathaus. „Sinnerfüllt leben“ lautet das Motto.

Es geht darum, die eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken. Welche Sehnsüchte trägt jeder in seinem Herzen und wie können sie erfüllt werden? Das ist kein Wunschkonzert. Es braucht  einen Willen, um sich selbst nahe zu kommen. „Werde, der du bist,“ lautet ein Zitat des Arztphilosophen Professor Viktor Emil Frankl (1905 – 1997), dessen sinnzentrierte Lehre als Dritte Wiener Schule der Psychotherapie in die Geistesgeschichte eingegangen ist.  Er hat die Logotherapie und Existenzanalyse entwickelt. Jeder Mensch soll angespornt werden, seinen persönlichen, ihm „aufgetragenen“ und zugedachten Lebenssinn zu suchen und zu finden. Und das mit Humor und Freude, dem Wahrnehmen der Verantwortung sich selbst gegenüber. Der Einführungsabend am Donnerstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus ist luftig-leicht überschrieben: „Der Melodie meines Herzens lauschen“. Helga Hock wird lebensnah aufzeigen, wie ungeahnte, vielleicht verschüttete Lebenskräfte frei werden können. Was bewegt mich? Was beflügelt mich? Habe ich mir mein Leben so vorgestellt oder würde ich lieber etwas ändern? „Jede innere Melodie klingt anders, immer individuell und besonders“, schreibt Helga Hock in der Ankündigung. Wer die Ohren verschließt, wer Tiefschläge einfach verdrängt, der bleibt in sich gefangen. Er kann nicht das verwirklichen, was in ihm steckt, was sein eigentliches Wesen ist. Dieses aber gilt es zu entdecken.

Während der Logotherapeutischen Woche gibt Helga Hock – nach dem Einführungsvortrag am 19. Oktober im  evangelischen Gemeindehaus – Einblicke in die Praxis. Sie zeigt auf, wie die Beratungsprozesse ablaufen und welche Lösungen sich anbieten. Am Montag, 23. Oktober,  geht es um die „Suche nach einem gesunden Selbstwertgefühl“ und am Dienstag, 24. Oktober, sollen Wege aus der Angst hin zu „Mut und Freiheit“ führen. Das Thema Depression (“Trotzdem sinnerfüllt leben“) wird am Mittwoch, 25. Oktober, aufgegriffen. Einen Tag später, am Donnerstag, 26. Oktober, heißt es „Du bist Du, Ich bin ich und wir sind wir – Impulse für eine gelingende Partnerschaft und eine wertschätzende Kommunikation“.  Bei der letzten Veranstaltung, am Freitag, 27. Oktober, wird Helga Hock von ihrer Kollegin Agnes Manz unterstützt. Zentrale Themen sind  „Werte und Fähigkeiten“. Welche wurden erhalten? Was möchte man weitergeben?  Titel: „Vom Problemblick zum Ressourcenblick.“ Die Abende beginnen jeweils um 19 Uhr im Alten Rathaus. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Infos bei der Volkshochschule Bad Urach-Münsingen, Telefon (0 73 81) 38 44 und unter www.logotherapie-hock.de.

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