Klaß verlässt Grafeneck

Fünf Jahre stand er an der Spitze der Werkstatt an der Schanz, nun begibt er sich in ein neues Aufgabenfeld: Jochen Klaß wird ab Februar in der Samariterstiftung in Nürtingen tätig sein.

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Jochen Klaß wechselt in die Hauptverwaltung der Samariterstiftung nach Nürtingen.

In Nürtingen wird Jochen Klaß für das Controlling und Pflegesatzverhandlungen der diversen Behinderteneinrichtungen zuständig sein. Viel hat sich getan in diesen fünf Jahren. Die Wirtschaftskrise im Jahre 2009 musste gemeistert werden, die auch in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen zu weniger Aufträgen von Unternehmen führte. Doch diese Delle konnte schnell aufgefangen werden, die Auftragsbücher sind längst wieder voll.

Die Arbeitsmöglichkeiten der Werkstatt an der Schanz erstrecken sich von einer Biolandwirtschaft, in der unter anderem Wollschweine gezüchtet werden, über die Metallbearbeitung und Elektromontage bis hin zu einfacheren Verpackungstätigkeiten.

"Uns sind so unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten für unsere Beschäftigten sehr wichtig", so Klaß, "so können wir gewährleisten, dass die Menschen mit Behinderungen die für sie jeweils passende Tätigkeit bekommen und auch noch ausreichend Abwechslung im Arbeitsalltag vorhanden ist."

Als großen Erfolg wertet Klaß, dass es gelungen ist, eine Arbeitsgruppe mit Menschen mit Behinderungen in einem Betrieb in der Region zu etablieren. Das sei "gelebte Inklusion". Und dass im Dezember die Werkstatt an der Schanz auch noch die neuen Qualitätsstandards der Agentur für Arbeit in einem aufwändigen Zertifizierungsprozess gut erreicht habe, zeige, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde: "Wir öffnen die Werkstatt hin zu neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, vergessen darüber jedoch nicht die Personen, die weiterhin keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben."

In seiner neuen Aufgabe als Controller in der Samariterstiftung wird Klaß das Wissen aus seinem Studium der Volkswirtschaftslehre wieder mehr einbringen können. Da er künftig für die betriebswirtschaftliche Steuerung aller Behinderteneinrichtungen zuständig sei, bleibe er auch dem Samariterstift Grafeneck verbunden: "Schließlich bin ich seit meiner Zivildienstzeit 1988 hier in den verschiedensten Bereichen tätig gewesen."

Derzeit wird nun ein Nachfolger gesucht. Der Grafenecker Dienststellenleiter Markus Mörike bedauert den Weggang, denn "Jochen Klaß hat in den vielen Jahren an verschiedenen Stellen wesentliche und wichtige Entwicklungen im Samariterstift Grafeneck geprägt und mitgestaltet. Dafür sind wir ihm sehr dankbar". Trotz des Verlusts ist er aber zuversichtlich, die Stelle rasch und kompetent nachbesetzen zu können.

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