Kein Interesse an Ausbildungsbörse

Wie schon bei der Premiere 2012 war der Sonntag bei der zweiten Handwerker- und Dienstleister-Messe sehr gut besucht. Am Samstag kamen vor allem konkret Interessierte in die Alenberghalle.

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  • Mit den 1050 Besuchern am Wochenende waren die Messeorganisatoren zufrieden. Fotos: Maria Bloching 1/3
    Mit den 1050 Besuchern am Wochenende waren die Messeorganisatoren zufrieden. Fotos: Maria Bloching
  • Der eigene Nachwuchs war bei der Raumausstattung Schindler mit auf der Messe dabei. 2/3
    Der eigene Nachwuchs war bei der Raumausstattung Schindler mit auf der Messe dabei.
  • Der Eisenhandel J.F. Schoell nutzte die Messe, um das vergrößerte Firmensortiment aufzuzeigen. 3/3
    Der Eisenhandel J.F. Schoell nutzte die Messe, um das vergrößerte Firmensortiment aufzuzeigen.
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Die Region ist mit Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben sehr gut versorgt. Sie haben eine breite Angebotspalette zu bieten, nur ist dies in der Öffentlichkeit oft nicht bekannt. Auch deshalb haben sich die Gewerbetreibenden im letzten Jahr zum ersten Mal dazu entschlossen, eine Messe zu veranstalten, die nun am Wochenende ihre Fortsetzung fand. Vierzig Aussteller stellten ihre Betriebe vor, führten fachkundige Beratungen durch und informierten unverbindlich.

Während sich erwartungsgemäß am Samstag nur wenige, dafür aber gezielt interessierte Besucher Zeit nahmen, sich in aller Ruhe an den ansprechend gestalteten Messeständen umzusehen, herrschte am Sonntagnachmittag zum Teil dichtes Gedränge in der Halle. An beiden Tagen konnten insgesamt 1050 Besucher verzeichnet werden, das Organisationsteam von Pro Münsingen mit Jürgen Krohmer und Claus Breining zeigte sich damit sehr zufrieden.

Unter dem Motto "Die Alb baut auf die Zukunft" wurde der Schwerpunkt zum einen auf die Angebotsvielfalt der Betriebe in der Region gelegt, zum anderen auf die Werbung von Fachkräften, denn insbesondere im Handwerk ist Nachwuchsmangel zu beklagen. Gut sichtbar war deshalb gleich im Eingangsbereich eine Ausbildungsbörse mit über 20 Stellenangeboten aufgebaut worden, die sowohl um kaufmännische wie auch handwerkliche Auszubildende warb. Die Resonanz allerdings war enttäuschend: "Wir haben uns von dieser Börse mehr versprochen", meinte Jürgen Krohmer. Überall fehle es an Lehrlingen, deshalb hätte man bewusst diese Plattform gewählt und junge Menschen über die Schulen in der Region konkret eingeladen. Am Samstagnachmittag sollte der Vortrag von Michaela Lundt und Margit Buck von der Handwerkskammer Reutlingen über "Karriere im Handwerk" Möglichkeiten und Chancen in verschiedenen Berufssparten aufzeigen, doch nicht ein Zuhörer hatte sich hierzu eingefunden. "Das ist sehr schade, sind wir doch auf den Nachwuchs angewiesen. Aber es zeigt uns auch, dass es nach wie vor an der Kommunikation zwischen dem Handwerk und den Schulen mangelt", zog Krohmer das Resümee.

Er selbst konnte an seinem Stand beobachten, dass die Besucher vor allem an Sanierung und Renovierung interessiert waren und erste Kontakte knüpfen wollten. Dafür sei diese Messe sehr gut geeignet, obwohl es auch sonst, wie Krohmer betonte, jederzeit möglich sei, direkt bei den Betrieben unverbindliche Anfragen zu stellen.

Zahlreiche Aussteller stellten Neuheiten vor, so wie die Werkstätte Mayer aus Buttenhausen einen innovativen Dunstabzug, der den Dampf seitlich entweichen lässt. "Das stößt wirklich auf Interesse", freute sich Michael Mayer. Und auch Heinz Schmauder vom Eisenhandel J.F. Schoell sprach die Neugier der Besucher mit speziellen Terrassen-Bodendielen-Systemen und mit Fensterbänken an: "Alle sind überrascht, dass wir so etwas in unserem Sortiment haben". Volksbank-Chef Christian Bückle zeigte sich äußerst zufrieden mit den Besucheranfragen bezüglich Immobilien: "Das Interesse ist derzeit sehr groß. Manche nutzten diese beiden Tage um sich gezielt über Projekte zu informieren". Angesichts niedriger Zinsen für Baudarlehen und Anlagekapital sowie einer guten Zuschusssituation sei es kaum möglich, die hohe Nachfrage zu decken. "Der Wert von Grund und Boden bleibt eben erhalten. Das wissen immer mehr Leute zu schätzen", erklärte Bückle die gute Resonanz.

Für die Aussteller war auch diese Messe ein wichtiger Schritt, um die Möglichkeiten einer Verzahnung und Verknüpfung von Natur, sanfter Naturnutzung, nachhaltigem Bauen und Sanieren aufzuzeigen. Dies kam auch bei mehreren Fachvorträgen zum Ausdruck. Künftig findet die Messe alle zwei Jahre statt, die nächste ist 2015.

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