Jugend lässt Quote steigen

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im August leicht erhöht. Im Bereich der Münsinger Geschäftsstelle stieg die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 3,1 Prozent.

|
   Foto: 

Im Gesamtbezirk der Reutlinger Agentur für Arbeit ist die Arbeitslosenquote im Verlauf des Juli von 3,5 auf 3,7 Prozent gestiegen. Damit waren im vergangenen Monat insgesamt 10 115 Menschen auf Jobsuche (Vormonat: 9536). Dennoch waren, wie bereits im vergangenen Jahr, die Unternehmen in der Region auch heuer im August weiter auf der Suche nach Arbeitskräften. Ein nicht unerheblicher Teil des Anstiegs bei den Arbeitslosenzahlen geht auf das Konto junger Menschen, die sich für die Zeit der Suche nach einem Ausbildungsplatz arbeitslos melden. So stieg die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren um 255 von 810 auf 1065. Auf der anderen Seite wurden der Reutlinger Agentur für Arbeit 3000 Ausbildungsplätze gemeldet und 2643 Bewerber für eine Lehrstelle registriert. Derzeit gibt es noch 800 offene Ausbildungstellen. Daher findet am Freitag, 18. September, von Seiten der Agentur für Arbeit eine "Last-Minute-Börse" für bislang unbesetzte Lehrstellen statt.

In allen Geschäftstellen der Arbeitsagentur - mit Ausnahme von Bad Urach (+ 0,3 Prozent) - stieg die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat um 0,2 Prozentpunkte. Einmal mehr liegt die Münsinger Alb mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent im Agenturbezirk vorn, gefolgt von Bad Urach (3,2 Prozent), Landkreis Tübingen (3,4 Prozent), Landkreis Reutlingen (3,9 Prozent) und der Hauptagentur Reutlingen (4,1 Prozent).

In Münsingen stieg vor allem die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen, nämlich von 214 auf 247, bei den Männern fiel das Plus mit 234 gegenüber 227 im Juli nur gering aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 29 Menschen. Von den 40 zusätzlichen Arbeitslosen im August entfällt mehr als die Hälfte auf die Gruppe der 15 bis 25-Jährigen, hier waren im August 65 auf Jobsuche, im Vormonat nur 42. Jeweils zehn junge Menschen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren waren im Juli und August ohne Arbeitsplatz. In der Gruppe der Arbeitssuchenden im Alter von über 50 Jahren war dagegen mit 157 Personen (Juli: 162) ein leichter Rückgang zu verzeichnen, das gilt auch bei den Arbeitnehmern im Alter von über 55 Jahren, nämlich von 87 auf 85 Personen. Nahezu gleich blieb mit 168 Personen im Vergleich zum Vormonat (167) die Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Bei den Schwerbehinderten verzeichnete die Arbeitsagentur einen Anstieg von 35 auf 38 Personen und bei den Ausländern einen Rückgang von 95 auf 90. Insgesamt 140 Personen haben sich im August neu oder erneut arbeitslos gemeldet, während 98 eine neue Arbeitsstelle fanden. Von Seiten der Arbeitgeber wurden im vergangenen Monat 38 neue Arbeitsplätze gemeldet.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Den Ausbrechern drohte Therapieende

Es ist erst wenige Jahre her, da sorgte das Zentrum für Psychiatrie in Zwiefalten für Schlagzeilen, als es eine regelrechte Ausbruchsserie gab. Darauf wurde reagiert, mit baulichen und räumlichen sowie mit organisatorischen Veränderungen und Verbesserungen, wie gestern Professor Dr. Gerhard Längle, Leitender Ärztlicher Direktor ZfP Südwürttemberg, im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterte. „Wir waren der Meinung, dass wir den historischen Bau genügend gesichert haben“. weiter lesen