In Buttenhausen endet Ära Rupp

Knapp 67 Jahre gehörte das Autohaus Rupp zum Ortsbild von Buttenhausen. Nun hat in den Werkstatt- und Ausstellungsräumen das "Motorsportcentrum Schwäbische Alb" von Alex Gräff Einzug gehalten.

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Walter Rupp hat sein Autohaus an den Motorsportclub Stetten und dessen Vorsitzenden Alex Gräff vermietet.  Foto: 

Die leuchtend gelben, aufgemotzten Rennautos zeigen auf den ersten Blick, dass es in den Räumen des Autohauses Rupp eine gewaltige Veränderung gegeben hat. Einst gründete Karl Rupp an dieser Stelle 1948 eine "mechanische Werkstätte", die schließlich ab den 1970er Jahren von Sohn Walter als Automechanikermeister weitergeführt und mit dem Neubau einer Werkstatt und einer Ausstellungshalle zum Autohaus erweitert wurde.

Zunächst führte Rupp die Automarke DAF, die später von Volvo aufgekauft wurde. Lange Zeit war er Direkthändler, in den letzten Jahren jedoch bot er seine Dienste als freie Werkstatt an. Nun ist er 67 Jahre alt, einen Nachfolger gibt es nicht. Deshalb hat er sich mit seiner Frau Bärbel entschlossen, den Betrieb in andere Hände zu geben.

Der Motorsportclub Stetten/Unterholstein mit seinem Vorsitzenden Alex Gräff hat die Hallen angemietet, um das "Motorsportcentrum Schwäbische Alb" unterzubringen, das weltweit "Gymkhana Drift Cups" von diesem Standort ausrichtet. Weiter bietet Gräff als Subunternehmer künftig auch Autoteile überwiegend für den Motorsport zum Verkauf, er wird eine Reifengarage betreiben und eine Oldtimervermietung einrichten.

Gräff bietet die ganze Woche Werkstattdienste an und baut dabei gleichzeitig Autos zu sportlichen Rennwagen mit besseren Fahrwerken, Gewichtsoptimierung, anderen Bremsen und Reifen um. Seit dem Jahr 2000 ist er selbst im deutschen Driftsport unterwegs, 2012 wurde er Weltmeister. Im Rahmen eines "Kennenlernfestes" wollte er am Samstag den bisherigen Kunden des Autohauses Rupp zeigen, dass es weitergeht und dass sie nach wie vor Werkstattdienste in Anspruch nehmen können. Gräff sieht darin eine klare Zusage zum ländlichen Standort: "Ich möchte deutlich machen, dass so etwas auch auf der Alb möglich ist", meint er. Im Herbst soll es ein großes Fest mit einem Tag der offenen Tür geben.

Walter Rupp freut sich, dass auch in Zukunft in seinen Hallen Motorgeräusche zu hören sein werden, auch wenn diese Highspeed-Gefährte, die hier auch ihren Platz finden, doch einen deutlichen Unterschied zum bisherigen Klientel darstellen. Der bisherige Autohausbetreiber wird sich allerdings noch nicht ganz zur Ruhe setzen: "Ich hoffe, dass es für mich hier auch künftig noch etwas zu Schrauben gibt", sagt er. Er ist gespannt, was Alex Gräff aufziehen wird. "Das ist etwas ganz anderes als bisher. So etwas interessiert und motiviert die Leute", freut er sich.

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