Gundelfinger Linde wird gestutzt

Die annähernd 100 Jahre alte Linde prägt das Gundelfinger Dorfbild seit jeher. Damit dies auch so bleibt und keine Gefahr von herabfallenden Ästen ausgeht, wurde sie nun fachmännisch zurechtgestutzt.

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Ronny Epple (rechts) und Sebastian Hoffmann kletterten auf der Linde herum und entfernten Totholz. Foto: Bloching

Groß und mächtig nimmt die gleichmäßig gewachsene Linde den Dorfplatz für sich ein. Im Sommer spendet sie kühlen Schatten, sodass sich immer wieder gerne Radfahrer und Wanderer unter ihr auf den Bänken niederlassen. Vor zehn Jahren wurde dieses Naturdenkmal zum letzten Mal zurückgeschnitten und von Totholz befreit, höchste Zeit also, die alte Dame wieder etwas zurechtzustutzen. Denn die naturgemäß absterbenden Äste schränken die Verkehrssicherheit unter dem Baum ein, nicht zuletzt kam somit die Stadt Münsingen durch das Freischneiden ihrer Fürsorgepflicht und Verantwortung nach.

Mit Seilsicherung nahmen Ronny Epple und sein Mitarbeiter Sebastian Hoffmann am Donnerstagvormittag die Schönheitspflege vor, sie stiegen bis in die Krone des fast 20 Meter hohen Baumes und korrigierten das Lichtraumprofil, während Christine Epple am Boden Aufräumarbeiten durchführte. "Der Baum ist in einem guten Zustand", stellte Experte Ronny Epple bei seiner fachmännischen Inaugenscheinnahme fest. Der Stamm ist äußerst stabil und wird der Linde wohl noch lange ein gutes Fundament bieten. Sie hat schon viele Generationen kommen und gehen sehen, musste beobachten, wie sich die Dorfstruktur wandelte. Waren es vor einigen Jahrzehnten fast ausschließlich einige alte Männer und Frauen aus dem Ort, die sich unter ihr auf einem Bänkle niederließen und ein rotes Viertele schlotzten, sind es heute überwiegend Tagesausflügler, die sich die Zeit für eine Rast unter dem Baum nehmen.

Einst traf man sich hier bei der Linde, um auf den Laster des Milchwerks zu warten und nutzte dieses Zusammenkommen für ein kleines Schwätzchen. Heute gibt es keinen Landwirt mehr in Gundelfingen, der Milch abzuliefern hat. Und doch stellt die Linde - zumindest optisch und geografisch - noch den Dorfmittelpunkt dar. Ihre ausladende Krone mit einem Durchmesser von rund 20 Metern zieht die Blicke auf sich und setzt eine regelmäßige Baumpflege voraus.

Damit der Baum die Schnittmaßnahmen auch gut verträgt, passte das Baumpflegeteam Epple die Einkürzung der Entwicklung des Baumes an. Der regelmäßige Wuchs zeigt, dass die Linde über eine gute Versorgung mit Sauerstoff, Wasser und Licht verfügt und dass sie sich an diesem Standort wohlfühlt.

Bei den Kürzungsmaßnahmen wurde deshalb darauf geachtet, dass weiterhin eine uneingeschränkte Versorgung der Äste gewährleistet ist.

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