Freie Demokraten für ein starkes Europa

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Zu Gast beim FDP-Ortsverband auf der Hopfenburg war Professor Dr. Helmut Haussmann (2.v.r.). Er sprach über die deutsch-französische Freundschaft.  Foto: 

Das Herz des ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Prof. Dr. Helmut Haussmann schlägt leidenschaftlich für Europa. „Ohne die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich wird Europa nicht vorankommen und ohne Europa wird sich Deutschland auf der Weltbühne schwer tun“, so Haussmann, der auch viele Jahre Generalsekretär und europapolitischer Sprecher der Freien Demokraten war. Zusammen mit Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher hatte Haussmann die Weichen für die deutsche Wiedervereinigung und damit für Europa gestellt. Auf Einladung des Münsinger FDP-Ortsverbands berichtete er nun aus erster Hand über die deutsch-französische Freundschaft. Mehr als 30 Zuhörer waren der Einladung ins Backhaus auf der Münsinger Hopfenburg gefolgt. Mit dabei war auch der FDP-Bundestagskandidat Pascal Kober.

Ein starkes Europa brauche eine starke deutsch-französische Freundschaft, betonte Haussmann. Entscheidend für Einigungen unter den EU-Mitgliedsstaaten sei vor allem die Einigung zwischen Deutschland und Frankreich. In Zeiten der Unberechenbarkeit von US-Präsident Trump, dem angespannten Verhältnis zu Russland und der Dauerkrise mit der Erdogan-Regierung blicke die Welt wieder stärker in Richtung Europa. Während sich Großbritannien mit dem Brexit aus der Europäischen Union verabschiede, zeige der überragende Sieg von Präsident Macron, dass Frankreich für Europa und für eine enge Freundschaft zu Deutschland stehe, so der Referent. Der frischgewählte französische Präsident packe nun längst überfällige Reformen in der Wirtschaft und Gesellschaft an, damit Frankreich wieder leistungsfähiger werde. „Auch Deutschland muss hier am Ball bleiben und darf den Anschluss nicht verlieren“, erklärte Haussmann und fand sogleich deutliche Kritik für die Große Koalition. Europa und auch Frankreich ohne Leidenschaft – das sei das Motto von Schwarz-Rot.

Richtige Weichen stellen

Einen Blick auf die Bundestagswahl in rund zwei Wochen richtete Pascal Kober. So gelte es heute die richtigen Weichen zu stellen, damit es uns morgen und übermorgen auch noch gut gehe. Die Freien Demokraten denken – im Gegensatz zu den anderen Partei – nicht nur ans Geldverteilen, sondern auch daran, dass vor allem die mittelständischen Unternehmen dieses Geld erst einmal verdienen müssen, so Kober. „In unserer Region Neckar-Alb gibt es viele beeindruckende mittelständische Unternehmen, die bei den Innovationen die Nase vorn haben.

Damit das so bleibt, müssen wir vor allem bei der Bildung Spitze sein. Deutschland muss bei den Ausgaben für Bildung unter die Top-Fünf der OECD-Länder kommen“, so der Bundestagskandidat abschließend.

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