Mary Henry-Leigh reist extra aus Chicago an

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Pfleiderers ganz international. Unser Foto zeigt hinter dem ausgebreiteten Stammbaum von links:  Fritz aus Münsingen, Dorli und Margrit aus Zürich, Matthäus aus Lichtenstein, Mary und Eric aus Chicago.  Foto: 

Trubel ums Gemeindehaus, köstlicher Essensduft in der Luft, angeregte Gespräche an den Tischen,  umher wuselnde Kinder im Saal –   was am Sonntag wie ein lebhaftes Gemeindefest anmutete, war in Wirklichkeit ein Familientreffen im Format XXL: der Familienverband Pfleiderer e.V. hielt  sein Jahrestreffen ab. Nahezu 100 geborene, abstammende  und eingeheiratete  Namensträger des in Schwaben wohlbekannten Geschlechts kamen zusammen, um Kontakte zu pflegen, Neuigkeiten auszutauschen  und das Rahmenprogramm  zu genießen.

Versammlung und Gruppenfoto 

Zwischen Verköstigung, Hauptversammlung und Gruppenfoto blieb noch viel Zeit zum Kennenlernen, Plaudern, Stammbaum und Wandtafeln studieren.  Bis ins Jahr 1550 lässt sich die Familie zurückverfolgen, als Stammhaus gilt der Degenhof in Hertmannsweiler bei Winnenden. Schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gab es ein regelmäßig erscheinendes Familienblatt vom  Familienverband,  im Stammbuch aus dem Jahr 1937  sind Tausende  Nachkommen registriert – doch dann kamen die Treffen zum erliegen.  

2014 fungierten die Pfleiderer -Sprosse  Matthäus Felder aus Lichtenstein und Susanne Schuster aus Greiling  als Triebfedern zur Wiedergründung des  Familienbundes. In der Vereinssatzung sind  der Wunsch nach Zusammenhalt und Vertretung der Familienbelange sowie die Absicht, die weitere Erforschung der Familiengeschichte voranzutreiben, festgehalten.

Recherche und Datenbankpflege gestalten sich für Felder und sein Vorstandsteam oft zeitaufwändig,  aber jeder Erfolg entschädigt die Mühe: „Es gibt eine Vielfalt an Randerscheinungen, an auftauchenden Fotos, Daten,  Geschichten und Erinnerungen“, berichtet der Vorsitzende. Veröffentlicht werden alle Neuigkeiten im zweimal jährlich erscheinenden Familienblatt: Da kommen Kinderbilder zum Vorschein, werden Auswanderergeschichten erzählt, Lebenserinnerungen geteilt, Biographien bedeutender Vorfahren vorgestellt.

Neben Namensvettern  um und aus dem Ländle  bekam die Alb auch Besuch aus dem Ausland: Aus Zürich kamen die Schwestern Margrit Mori- Pfleiderer und Dorli Nüsberger- Pfleiderer  angereist. Getoppt wurden deren  Reisekilometer jedoch von Mary Henry-Leigh, Cousine von Matthäus Felder, und ihrem Partner Eric Wellin: Die Beiden leben in Chicago/Illinois und haben ihre Europatour  extra verlängert, um am Familientreffen teilnehmen zu können.

Am Namen Pfleiderer kommt  in Münsingen auch außerhalb des XXL-Treffens  keiner vorbei: beinahe jeder oder jede kennt ein Mitglied der Großfamilie, allein 13 Einträge meldet das örtliche Telefonbuch. Alle hiesigen  Namensträger sind miteinander verwandt und Nachkommen des 1845 hier geborenen Christian Jakob Pfleiderer und seiner beiden Söhne.  

Der vielköpfige einheimische Familienclan zeigte sich festerprobt als Gastgeber des diesjährigen Treffens: von Stadtführung über Mittagsbüffet bis hin zum Kaffee- und Kuchenklatsch hatten die Pfleideres alles bestens im Griff.   Und was wurde als Tischwein  kredenzt? Natürlich die Familienmarke: ein heuer  gemeinsam mit der Remstalkellerei gekürter Pfleiderer-Wein, ein trockener Trollinger aus dem sonnigen Remstal, speziell abgefüllt und etikettiert.

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