Einst Krankenhaus, jetzt Hotel und Therapiezentrum

Zwei Hotels, ein Therapie- und Seminarzentrum - das ist jetzt unterm Dach des alten Münsinger Krankenhauses. Stadträte und Verwaltung haben die drei Betriebe am Dienstag besichtigt.

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Abschluss im Frühstücksraum: Nach dem Rundgang durchs ehemalige Krankenhaus beantworteten die Hotelchefs Annelise Sacherer und Annette Lehrmann (l.) und Helmut Queck (hinten Mitte) noch Fragen der Kommunalpolitiker. Foto: Zöfel

Das Gebäude, das nur in Teilen genutzt wird, gehört Helmut Queck, der zusammen mit seiner Tochter Bettina das Gästehaus am Hungerberg betreibt. Im nordöstlichen Teil des Gebäudes hat er zwölf einfache Gästezimmer eingerichtet, außerdem gibt es dort Seminarräume. Die werden unter anderem auch vom Kolleg-Dat e.V. von Cordula Neuhaus genutzt. Die Dipl. Psychologin hat ihre Praxis seit 2009 im Untergeschoss. Ihr Fachgebiet ist die Behandlung des Hyperkinetischen Syndroms, heute allgemein ADHS genannt.

Sie bietet Kurse für betroffene Kinder, Erwachsene und inzwischen auch für Senioren an, denn "diese Anpassungsstörung hat man sein ganzes Leben lang". "Die Zahl der Betroffenen steigt", so Cordula Neuhaus, die auch Verhaltenstherapeutin und Dozentin ist, deshalb auch Fortbildungen für Fachleute in Münsingen ausrichtet. Ihre Klienten kommen aus der ganzen Welt, zum Beispiel jetzt aus Dubai und Kairo. Soweit sind Annelise Sacherer und Annette Lehrmann vom erst kürzlich eröffneten "aktiv Hotel" (wir haben berichtet) noch nicht. Anfragen sind da, so die beiden Frauen, und Bürgermeister Mike Münzing ist sich sicher, "dass es ab April richtig anläuft". Zum Angebot im Westflügel des Hauses gehören sieben Zimmer, ein Appartement, Tagungs- und Seminarräume. Und natürlich der Frühstücksraum, wos zum Abschluss für die Betriebsinhaber die obligate Münsinger Radierung gab.

Beim Rundgang durch Flure und Zimmer sind bei manchen Teilnehmern Erinnerungen an Aufenthalte im alten Krankenhaus wach geworden: "Da war das Röntgen,, da die Ambulanz, dort das Sprechzimmer der Chefärztin". Auch an das kurze Gastspiel eines Internats für Kinder mit ADHS-Syndrom erinnerten sich die Besucher. Dagegen war kaum einem der Kommunalpolitiker die Existenz der Neuhausschen Praxis und deren überregionale Bedeutung bekannt.

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