Eine neue Visitenkarte

Zusammen mit 190 geladenen Gästen feierte gestern Nachmittag die Münsinger Firma F. Kirchhoff Systembau die Fertigstellung ihres neuen Verwaltungsgebäudes, dessen Bau 2,5 Millionen Euro gekostet hat.

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Illuster war die Schar der Gäste, die am späten Vormittag noch unter Donnergrollen und kräftigem Regenguss zur F. Kirchhoff Systembau gefunden hatte, unter ihnen Landrat Thomas Reumann, die beiden Landtagsabgeordneten Karl-Wilhelm Röhm und Andreas Glück sowie Bürgermeister Mike Münzing. Nach Stehempfang und Rundgang durch das architektonisch höchst gelungene Bauwerk begrüßte F. Kirchhoff Systembau-Geschäftsführer die Besucher im eigens errichteten Festzelt.

Er erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte der Firma, die aus vier Bauunternehmen hervorgegangen war, freute sich, dass er zwei der Gründerväter der damaligen HTS-Bauunion, die Herren Ruopp und Munz begrüßen konnte. Inzwischen ist die Firma eine Tochter des österreichischen Bauriesen Strabag. Mit dem Verwaltungsgebäude-Neubau verfüge man jetzt über eine Visitenkarte für das Unternehmen, führte Maier aus: "Das Ergebnis kann sich sehen lassen". Er freue sich auf die weitere gute Zusammenarbeit mit den Partnern, sagte der Geschäftsführer.

Landrat Thomas Reumann brachte es auf den Punkt: "Erfolg braucht Platz, mehr Erfolg braucht mehr Platz". Er sprach seinen Respekt und seine Anerkennung für den unternehmerischen Mut und für das klare Bekenntnis zum Standort Münsingen, zum Standort Landkreis Reutlingen aus. Reumann betonte, dass das Unternehmen einen ausgezeichneten Ruf besitze und seit Jahrzehnten im Schlüsselfertigbau erfolgreich unterwegs sei: "Ihr Haus belegt eindrücklich, dass der Mittelstand Impulsgeber für die Wirtschaft ist".

Bürgermeister Mike Münzing zollte der Formgebung des neuen Gebäudes "hohe Anerkennung". An Maier gewandt meinte er, dass ein Signal gesandt worden sei an die eigene Mannschaft, aber auch an die Region. Er wünschte der Firma alles Gute für die Zukunft, "und das nicht selbstlos".

Klaus Pöllath, Vorstandsmitglied bei der Stuttgarter Züblin AG, sprach von exzellenten Arbeitsbedingungen in einem "sehr, sehr schönen Bürogebäude" und hatte die Lacher auf seiner Seite, als er davon sprach, dass es "sexy sein müsse, in einem solchen Gebäude zu arbeiten". Wenn man in einem solch angenehmen Umfeld wirken könne, müsse etwas Kreatives entstehen, war sich Pöllath sicher.

Architekt Gerhard Keppler erklärte, dass sich gute Architektur durch Einfachheit auszeichne. Das Bürogebäude sei auf nahezu quadratischem Grundriss aufgebaut. Das öffentliche Zentrum bilde die zweigeschossige innenliegende Halle mit den offenen Fluren. Die Büros seien entlang der Flure angeordnet. Durch Glastrennwände entstehe die gewünschte Verbindung zur Gemeinschaft. Weil sich wegen der diversen Gewerbenutzungen im Umfeld kein städtebaulicher Bezug herstellen lasse, sei das Gebäude als Solitär konzipiert worden. Die Materialauswahl innen wie außen sollte die Arbeit der Firma zum Ausdruck bringen. Im Innern der sichtbaren Stahlbetonkonstruktion werde die Leistungsfähigkeit des Rohbaues zum Ausdruck gebracht, durch Ausbau und Fassade das breite Spektrum des schlüsselfertigen Bauens.

Statt des sonst üblichen Schlüssels überreichte der Architekt Wolfgang Maier zwei Gemälde des Münsinger Künstlers Karl Striebel als Einzugsgeschenk.

Nach dem gemeinsamen Festessen gab es noch Zeit für Gespräche. Heute wird mit einem Familientag weitergefeiert.

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