Die Finanzkrise nagt an den Ersparnissen

Was steckt hinter der Finanzkrise? Das fragen Matthias Weik und Marc Friedrich in ihrem Buch "Der größte Raubzug der Geschichte". Die Erfolgsautoren kommen am 14. März nach Münsingen.

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Die beiden Wirtschaftswissenschaftler und Bestseller-Autoren lesen am Donnerstag, 14. März, um 19 Uhr bei einer Veranstaltung der Volkshochschule in der Zehntscheuer in Münsingen.

Mit einer Auflage von 1000 Stück haben Matthias Weik und Marc Friedrich ihre Analyse des aktuellen Zustands der Finanzwelt ursprünglich auf den Markt gebracht. Doch das Buch unter dem Titel "Der größte Raubzug der Geschichte", das im Tectum-Verlag herausgekommen ist, hat es seit seinem Erscheinen im Juni vergangenen Jahres nicht nur bis zur achten Auflage mit mehr als 50 000 verkauften Exemplaren geschafft, sondern hält sich auch weiterhin auf der Bestseller-Liste des Spiegel.

In ihrem Buch beleuchtet das Autorenduo, das seit Jahren Seminare und Fachvorträge zum Thema "Kapitalanlagen" hält, die Hintergründe der Finanzkrise. Als wesentliche Ursache benennen sie niedrige Zinsen und zu viel billiges Geld. Um damit gleich zum Schluss zu kommen, dass die Schieflage keinesfalls überwunden sei, denn die Finanzkrise werde mit "niedrigen Zinsen und billigem Geld bekämpft". Jedoch könne "Homöopathie" als Heilmittel an den Finanzmärkten nicht funktionieren.

Ihrer Meinung nach - und so lautet auch der Buchtitel - findet derzeit der größte Raubzug der Geschichte statt. Die große Mehrheit sei Opfer, da die Reichen in der Gesellschaft immer reicher und die übrigen Menschen immer ärmer werden.

Ursache sei das zutiefst ungerechte Finanzsystem, heißt es in der Ankündigung der Münsinger Volkshochschule zum Vortragsabend. Vor dem Hintergrund einer immensen Flut an ungedecktem Papiergeld sei eine Finanzanlage in Realgütern immer sinnvoller.

In ihrem Buch nehmen die Autoren Weik und Friedrich den Leser mit auf eine überaus spannende Reise in "die Welt des Wahnsinns, der Lügen, des Betrugs und der größten Kapitalvernichtung, die die Menschheit je erlebt hat", schreibt der Verlag.

Nicht zuletzt wollen die Finanzexperten verunsicherten Anlegern wichtige Tipps an die Hand geben, indem sie aufzeigen, welche Kapitalanlagen überhaupt noch sinnvoll sind und von welchen Angeboten im Gegenzug lediglich die Finanzindustrie profitiert.

Zugleich vermitteln sie wichtiges Basiswissen indem erläutert wird, wie Geld eigentlich entsteht und woher die Banken ihr Geld bekommen. Thematisiert wird dann die Frage nach der Ungerechtigkeit des Finanzsystems und Weik und Friedrich beleuchten, inwieweit tatsächlich nur die Banken an der aktuellen Krise Schuld tragen oder ob nicht viel mehr auch die Politiker verantwortlich sind.

In weiteren Kapiteln befasst sich das Buch mit dem "größten Finanz-Casino", das in der Bundesrepublik steht und von dem niemand etwas weiß und sie überlegen, ob der Euro letztlich nicht doch zum Scheitern verurteilt ist.

Inwiefern sind Lebens- und Rentenversicherungen, Bausparverträge und Staatsanleihen noch zeitgemäß? - auch darauf geben die Autoren Antworten und sie untersuchen, welche Folgen es haben könnte, wenn ein Staat tatsächlich Bankrott geht, beziehungsweise, wer letztlich von den Schulden des Staates profitiert. Auch die Gretchenfrage nach dem "ewigen Wachstum" greifen sie natürlich auf.

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