Bürgermeister Münzing kündigt bei Neujahrsempfang erneute Kandidatur an

Als Mike Münzing seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit als Bürgermeister ankündigte gab es Beifall. Getan hat er das gestern auf dem Neujahrsempfang von Stadt und Kirchen in der Alenberghalle.

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  • Neujahrsempfang in der Alenberghalle mit Reden, Musik, Scherrkuchen, Brezeln und Sekt rot und weiß von der TSG Münsingen. Fotos: Ulrike Bührer-Zöfel 1/3
    Neujahrsempfang in der Alenberghalle mit Reden, Musik, Scherrkuchen, Brezeln und Sekt rot und weiß von der TSG Münsingen. Fotos: Ulrike Bührer-Zöfel
  • Hände schütteln und gute Wünsche zum Auftakt: Bürgermeister Mike Münzing und Pastor Christoph Klaiber (r.) begrüßten gestern die Gäste zum Neujahrsempfang. 2/3
    Hände schütteln und gute Wünsche zum Auftakt: Bürgermeister Mike Münzing und Pastor Christoph Klaiber (r.) begrüßten gestern die Gäste zum Neujahrsempfang.
  • Die TSG-Turnerinnen gaben schon mal einen Einblick, was sie im Jubiläumsjahr so sportlich drauf haben. 3/3
    Die TSG-Turnerinnen gaben schon mal einen Einblick, was sie im Jubiläumsjahr so sportlich drauf haben.
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Münzing begann gleich mit Glückwünschen. Denn dieses Jahr feiern verschiedene Vereine und Institutionen runde Jubiläen, zum Beispiel bestehen Kreuzbergkapelle Bremelau, TSG und ALB BOTE seit 150 Jahren. Wichtig sei für deren zukünftiges Bestehen: "Wenn sie dauerhaft erfolgreich sein wollen müssen die Mitglieder und Akteure zusammenstehen, die Aufgaben gemeinsam angegangen werden, persönliche Vorurteile zurückgestellt und die Kräfte aller gebündelt werden." Und da konnte Münzing gleich den Bogen zu "weltweiten Herausforderungen" schlagen: Bei deren Bewältigung sei es egal, "wer sie mit wem angeht", wichtig sei, "dass sie überhaupt angegangen werden". Und das Weltweit und in jeder Stadt ein Thema: der demografische Wandel. Für Münsingen heiße das zum einen die Kindergartenbedarfs- ebenso wie die Schulentwicklungsplanung voranzutreiben, keineswegs nur räumlich, sondern auch inhaltlich.

Zum anderen müsse man für die Zukunft in einer älter werdenden Gesellschaft gerüstet sein. Da gelte es zum Beispiel in einem Forum Gesundheit ein "vernetztes Angebot "AmbulantStationärSozial" zu entwickeln".

Auch eine Herausforderung: Umgang mit Menschen anderer Herkunft. Auf Münzings Frage, wie viele Nationen denn in der Stadt leben, lagen die Schätzungen zwischen 16 und 30. Weit daneben: 58 sinds , die hier in "Frieden, sozialem Wohlstand, Gesundheit und Freiheit" mit den Münsingern leben wollen.

Wichtig sei es, Konzepte zu entwickeln, die ein "selbstverständliches Miteinander gelingen lassen". Denn auch im Hinblick auf die Geburtenrate in Deutschland, seien "Migranten eben nicht bedrohlich, sondern geradezu notwendig".

Ebenfalls am Herzen liegt dem Bürgermeister die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Ziel, so Münzing, jeder müsse die Möglichkeit haben nach seiner Wahl und seinem Können einen barrierefreien Weg durchs Leben zu finden. "Dazu bedarf es einer inklusionsbereiten und -fähigen Gesellschaft."

Ein weltweites Problem und nur über Engagement auf kommunaler Ebene zu beeinflussen: der Klimawandel. Münsingen hat ihn als Herausforderung schon begriffen, machte Münzing deutlich. Er nannte unter anderem die EMAS-Zertifizierung der städtischen Einrichtungen, die Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur, das Fernwärmeprojekt Buttenhausen. So wies aussieht wird die Windkraft auf der Alb nicht die "erwartete oder befürchtete" Rolle spielen: Das Potenzial ist wegen Artenschutz und Tieffluggebiet geringer als ursprünglich angenommen.

Münzings Fazit: "Wir haben uns also noch mehr als erwartet um unser persönliches Verhalten zu bemühen". Gemeinsam sei es notwendig, "in wichtigen Lebensbereichen Antworten zu finden auf Fragen, die wir beantworten müssen, damit wir die Zukunft, aber auch die Gegenwart bewältigen können". Das seien Aufgaben und Prozesse die Zeit brauchen.

Die will sich Münzing auch in den nächsten acht Jahren nehmen: Die "erfolgreiche Arbeit mit und für Münsingen" möchte er weiter fortsetzen und kündigte so gestern seine Kandidatur für eine dritte Amtsperiode als Bürgermeister für Münsingen an.

Pastor Christoph Klaiber von der evangelisch-methodistischen Kirche, sprach diesmal als Vertreter der Ökumene. Er setzte sich mit der Jahreslosung - "Wir haben hier keine bleibende Stadt . . ." - auseinander. Außerdem ging er auf Gemeinsamkeiten von Stadt und Kirche ein, ebenso wie auf deren unterschiedliche Aufgaben und Bedeutung für die Menschen und zeigte sich zum Schluss überzeugt: "Friede, Gemeinschaft und Gerechtigkeit sind möglich."

Für die Musik, mal nachdenklich, mal sehr beschwingt, beim Neujahrsempfang hat das Akkordeonorchester Münsinger Alb gesorgt. Den Sekt - rot und weiß, der Stadtfarben wegen - hat die TSG Münsingen ausgeschenkt, und zwar weil sie dieses Jahr ihr 150. Jubiläum feiert. Und der Verein sorgte auch noch für eine sportliche Einlage. Junge Turnerinnen schlugen Purzelbäume und Rad, gingen elegant in den Spagat und bauten Pyramiden.

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