Beeindruckende Aufnahmen aus dem Biosphärengebiet

Kämpfende Alpenböcke, neckende Eidechsen, jagende Fledermäuse Lisa und Jule laden im Biosphärenfilm von Dietmar Nill zum Entdecken ein. Ab Juli läuft er regelmäßig im Biosphärenzentrum.

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Es ist der zweite Film, der künftig im Biosphärenkino - und in den verschiedenen Informationsstellen - regelmäßig über die Leinwand flimmern wird. Vor allem Familien mit Kindern sollen mit den zwölfminütigen Streifen angesprochen werden. Tiere, deren Namen eingeblendet werden, spielen die Hauptrolle in dem Film ebenso wie Jule und Lisa, die sie mit Becherlupe und Fernglas entdecken - im Wasser, auf der Heide und in der Luft. Da tummeln sich Rosenkäfer und Kaisermantel, Eidechsen huschen über die Hand auf die Heide, der Biber nagt am Grünzeug, der Wanderfalke, der so schnell sein kann wie ein ICE, hat Jagdpech, die Fledermaus hingegen ist erfolgreich auf Nahrungssuche überm Wasser.

Beeindruckende Aufnahmen hat der Mössinger Naturfilmer Dietmar Nill eingefangen, so manche, wie die Sequenz mit der Fledermaus, gäbe es sonst nirgends zu sehen, sagt er. Mit dem Film "Naturwunder im Biosphärengebiet Schwäbische Alb" will er zeigen, "dass die Alb etwas Besonderes ist", zu Unrecht immer noch unterrepräsentiert sei: "Alle rennen in den Schwarzwald, aber die Alb hat Naturschätze, interessante Tiere, die sonst in Deutschland nicht vorkommen." Dass ihr Lebensraum erhalten wird, ist ihm wichtig. Doch dazu müsse man die Tiere kennen und sehen. "Schafe, Ziege und Weinbergschnecken kennt jeder." Doch wie siehts mit dem Alpenbock aus? Das blaue Insekt findet man zurzeit häufig, Voraussetzung "rausgehen und die Augen offenhalten, sagt Nill.

Und noch eine neue Station gibt es im Biosphärenzentrum, das vor eineinhalb Jahren eröffnet wurde: Unten gleich am Eingang an der großen Luftbildkarte hängt nun eine Miniatur-Ausgabe des NABU-Biosphärenmobils. Auch da sind Kinder die Hauptakteure, diesmal Annika und Josephine, die in einem Audiovortrag berichten, was sie im Biosphärenmobil alles erlebt haben: Insekten haben sie gefangen, am Computer Vogelstimmen gehört, Armbänder aus Schafwolle gefilzt - "die war ganz fettig und hat nach Schaf gerochen". Und: "Es hat Spaß gemacht."

Dazu gibt es noch eine Diashow und Informationen, was die rollende Biosphäre so alles anbietet. Zielgruppe, so Steffen Schrezmann, der ein 15 Köpfe zählendes Team leitet, sind in erster Line Schulklassen. Für die Kinder muss das komplexe Thema Biosphärengebiet natürlich vereinfacht werden; das geht unter anderem an Hand verschiedener Spiele, zum Beispiel Puzzles oder Fühlkästen.

Aber auch Erwachsene lassen sich dafür interessieren. Wenn das Mobil auf Märkten und Messen unterwegs ist, "dann fangen auch die Älteren an zu spielen".

Info Das Biosphärenzentrum

Schwäbische Alb ist bis 31. Oktober von 10 bis 18 Uhr geöffnet; dienstags geschlossen.

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