Baustelle Albgut: Kräftige Farben fürs Ensemble

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  • Franz Tress und Restauratorin Bärbel Haußmann  überprüfen in der Kapelle (siehe auch Foto unten), welche Farben wohl Wände und Balken ursprünglich gehabt haben. Das Gebäude soll  wieder als Kirche genutzt werden. 1/6
    Franz Tress und Restauratorin Bärbel Haußmann  überprüfen in der Kapelle (siehe auch Foto unten), welche Farben wohl Wände und Balken ursprünglich gehabt haben. Das Gebäude soll  wieder als Kirche genutzt werden. Foto: 
  • Aus dem ehemaligen „Eco“  im Alten Lager wird im Albgut ein Café. 2/6
    Aus dem ehemaligen „Eco“ im Alten Lager wird im Albgut ein Café. Foto: 
  • An manchen Stellen müssen Rohre und Schächte  der alten Kanalisation ausgetauscht werden. 3/6
    An manchen Stellen müssen Rohre und Schächte  der alten Kanalisation ausgetauscht werden. Foto: 
  • Vorher, nachher: Die Gebäude an der Hauptstraße bekommen einen neuen Anstrich. 4/6
    Vorher, nachher: Die Gebäude an der Hauptstraße bekommen einen neuen Anstrich. Foto: 
  • Im markanten Gebäude mit Türmchen soll  voraussichtlich noch dieses Jahr ein Café eröffnen. 5/6
    Im markanten Gebäude mit Türmchen soll  voraussichtlich noch dieses Jahr ein Café eröffnen. Foto: 
  • Soll wieder als Kirche genutzt werden: die ehemalige Kapelle. 6/6
    Soll wieder als Kirche genutzt werden: die ehemalige Kapelle. Foto: 
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Draußen sieht man gerade nicht so viel: Drinnen und drunten allerdings tut sich einiges im Albgut, das Franz Tress Ende 2015 gekauft hat, und wo seit Anfang 2016 die Handwerker  an der Zukunft des Tourismusprojekts arbeiten. Zurzeit vor allem unter der Erde. Die Kanalsanierung läuft und ist ein Mega-Projekt – finanziell und zeitlich: Immerhin müssen  zwölf Kilometer Kanäle  überprüft werden.  Dazu ist die Videokamera im unterirdischen Netz unterwegs, die Aufnahmen werden ausgewertet und klassifiziert. Eingeteilt ist das Projekt in sechs Bauabschnitte. Dort, wo das Material besonders marode ist, rückt der Bagger an, in offener Bauweise werden Rohre und Schächte ausgetauscht.

   Weil in den vergangenen 120 Jahren immer wieder in den Untergrund investiert wurde,  ist die Sanierung nicht überall aufwendig. An vielen  Stellen ist es mit Flicken getan: Kunststoffschläuche werden eingezogen, die Risse so von innen geschlossen.  Albgut-Chef Franz Tress hofft, dass in zwei Jahren der Untergrund generalsaniert ist.

Übernachtung mit mehr Komfort

Wesentlich schneller hingegen  sollen die Arbeiten im „Eco“ vorangehen  (siehe Info unten rechts). Noch im Sommer, so der Plan, wird es fürs Publikum geöffnet. Gäste können dann dort nicht nur im Obergeschoss das militärhistorische Museum besuchen, sondern   sich im Erdgeschoss und draußen Kaffee und Kuchen servieren lassen.

 Das schöne Ambiente genießen dürfen im Moment nämlich nur Besucher, die für Geburtstage, Hochzeiten oder andere Festivitäten  das ehemalige Offizierskasino, jetzt  Württemberg Palais genannt, gemietet haben. Das ist gut gebucht, sagt Tress, der auch vor hat, in Zukunft „hochwertige Übernachtungsmöglichkeiten“ anzubieten. Dafür  stehen „als Winterbaustelle“ zunächst drei ehemalige Hauptmannsbaracken auf der Agenda. Künftig sollen  Gäste im Albgut  nicht wie bisher  mit einfachen Zimmern, Etagendusche inklusive, vorlieb nehmen müssen, sondern zwischen verschiedenen Kategorien wählen können.

Das ist auch wichtig, weil  Tress  die  ehemaligen Getreidespeicher, bekannt als Standort für  die jährliche Herbst-Messe „schön&gut, sicherheitstechnisch auf Vordermann bringen  will, damit sie   als Versammlungsstätte zugelassen und verstärkt für Events  genutzt werden können. Gleiches gilt  für die einstige Mannschaftskantine. Sie soll eine Alternative zum  noblen Palais bieten.

Auch ins Nutzungskonzept, Kategorie Veranstaltungen,  gehört die Kapelle. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde  das  Haus als Lagerhalle gebaut, in den 1960er  Jahren machten die Franzosen sie zum Andachtsraum, erkennbar durch Kreuz und „gotischem  Bogen“ am Eingang. Die Fenster sind  mit Mosaikfolie, die Bleiglasfassung imitiert, überklebt und sollen so dem Raum eine  sakrale Note geben.

Die Kapelle ist im Moment der Arbeitsplatz von Restauratorin Bärbel Haußmann aus Mössingen.  Sie prüft Mauern und Balken, sucht nach Spuren der ursprünglichen Farbe. Mit Tress und dem Denkmalamt wird dann abgesprochen, wie der Raum farblich gestaltet wird. Vielleicht finden dort bald schon Gottesdienste, Taufen und Trauungen statt.

In kräftigen Farbtönen sollen  die  Gebäude entlang der Hauptstraße im Albgut  noch  dieses Jahr erstrahlen. Kommt für den Probeanstrich das Okay vom Denkmalamt, muss Tress nur noch die Farbmenge ordern, „das Gerüst haben wir schon“, sagt er. Zwei Leute stehen parat,  die dann  bis Herbst  den Pinsel schwingen.

Es ist eines der markantesten Gebäude im Albgut, das  einstige Economat,, von den Franzosen kurz „Eco“, genannt.. Als das Alte Lager noch  unter französischer Verwaltung stand,  haben  Militärangehörigen dort eingekauft, was es in deutschen Läden nicht gab  – von Austern bis .............................

Im Gebäude mit Türmchen ist oben das  Museum des Traditionsvereins untergebracht. Unten, und das steht oben auf der Sanierungsliste, soll ein Café,  „Café Königliche Post“, eingerichtet werden.  Geplant ist, dass man dort im Spätsommer drinnen oder  auf der Terrasse seinen Kaffee und Kuchen genießen kann.

Parallel dazu werden Sanitäranlagen eingerichtet, die so Franz Tress, werden für die weitere Öffnung des Albguts für Besucher von zentraler Bedeutung sein.

Biosphärengebiet und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Im Albgut ist das deshalb  selbstverständlich Thema. Die Frischwasserversorgung  ist bereits vom Flächennetz zur Ringversorgung umgebaut. Auch energietechnisch will  Franz Tress sein Albgut autark haben. Das soll  unter anderem mit  Blockheizkraftwerk und Fotovoltaik  möglich gemacht werden.  Für dieses Vorhaben hat sich der Hausherr mit der Klimaschutzagentur und Erdgas Südwest zusammengetan. Die Konzeption soll  am 5. Juli präsentiert werden.

Es ist eines der markantesten Gebäude im Albgut, das  einstige Economat, von den Franzosen kurz „Eco“ genannt. Als das Alte Lager noch  unter französischer Verwaltung stand,  haben  Militärangehörige dort eingekauft, was es in deutschen Läden nicht gab  – von Baguette über Austern bis zur Foie gras.

Im Gebäude mit Türmchen ist oben das  militärhistorische Museum des Traditionsvereins untergebracht. Unten, und das steht oben auf der Sanierungsliste, soll ein Café,  das „Café Königliche Post“, eingerichtet werden.  Geplant ist, dass  Gäste dort im Spätsommer drinnen oder  auf der Terrasse ihren Kaffee und Kuchen genießen können.

Parallel dazu werden Sanitäranlagen eingerichtet. Die, so Franz Tress, werden schon im Hinblick auf die erwarteten Besucherströme geplant. ub

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