Streifzug durch die deutsche Vielfalt

Münsingen.  "Bunte Republik der deutschen Regionen" hieß das Motto der Gustav-Mesmer-Realschule, unter dem sie am Samstag ihr Schulfest veranstaltete. Ebenso bunt zeigte sich die Schule mit dem interessanten Programm.

Farbenfroh, ausgesprochen engagiert und in heiterer Atmosphäre zeigte sich zum Schuljahresende die Gustav-Mesmer-Realschule. Denn sie verwandelte sich einen Tag lang in eine Show,- Sport-, Theater- und Musikbühne, auf der die Schule auch ihre ganze Palette an Begabungen und Kreativität präsentieren konnte. Dichtes Gedränge herrschte in Aula, Treppenaufgängen und Klassenzimmern, denn das Schulfest fand enormen Zuspruch.

Die Freude darüber konnte man nicht nur in den fröhlichen Gesichtern der Schüler und Schülerinnen, sondern auch an denen der Lehrer und Lehrerinnen ablesen.

Dabei ging es kunterbunt zu, denn schließlich stand das Ereignis unter dem Motto "BR(D)DR - Bunte Republik der deutschen Regionen. Entsprechend dann auch die Dekoration, die so ganz nebenbei noch einmal einen Hauch des Fußball-Sommermärchens herbeizauberte: Schwarz-Rot-Gold als Fähnchen, Armbinden und Halsschmuck.

Kunterbunt war dann auch der Streifzug durch die Republik. "Deutsche Sprache - schwere Sprache" hieß unter mehreren Theaterdarbietungen das von Hermann Giray mit der sechsten Klasse in nur wenigen Tagen - und unter großer Begeisterung und Motivation - eingeübte Stück. Eine Lehrerin aus Hannover beginnt ihre Arbeit in Münsingen und resigniert unter der Vielfalt der Dialekte mit den Worten: "Wo bin ich nur gelandet!" Ob es das Deutschlandlied war, das ihr nach der Ohnmacht wieder auf die Beine half? Für die Musikfreunde unter den Gästen gab die Showbühne viel Gelegenheit, auf ihre Kosten zu kommen, denn beim Gesangwettbewerb begeisterten die jungen Akteure unter den Augen und Ohren der "Jury" nicht nur mit dem "Disco-Pogo".

Ob Kosmetik von der Alb für die Alb oder ob sich die Gäste am Projektstand "Deutsche Erfinder" mehr für Otto Diesel und dessen Motor interessierten - für jeden Besucher war etwas dabei. Natürlich auch für die Sportbegeisterten, denn die Vorführungen unter Leitung von Petra Keller, unter anderem auch mit der Einradgruppe, demonstrierten Können und Geschick. Wer sich gerne bewegen und dabei aber jede Menge Spaß haben wollte, konnte das auf dem "Parcours durch die Länder" zur Genüge tun, wobei nicht nur Geschick auf den Pedalos, sondern auch eine große Portion Kondition beispielsweise auf dem Bobby-Car-Parcours gefordert wurde.

Wer danach Hunger spürte, konnte die Reise durch die Republik mit einem Streifzug durch das regional-kulinarische Angebot fortsetzen. Viele Eltern, Freunde aber auch Ehemalige fand man im angeregten Gespräch und Austausch am blau-weißen Stand mit Weißwurst oder in der "Regionalen Küche"mit ihren Köstlichkeiten aus den verschiedenen Bundesländern. Der große Kuchenstand zeigte viel Engagement der Eltern, ohne deren Mithilfe solch ein Fest nur schwer zu stemmen wäre.

Der Tag bot aber auch die Gelegenheit, Projekte der Schule zu präsentieren. Neben "Sucht und Drogen" stand dabei auch die herausragende Arbeit der "Schulungs-Photovoltaikanlage" im Mittelpunkt. Am Stand mit der Modellanlage erläuterten Projektleiter Matthias Etzel und seine Schüler Lucas Bihler, Tim Hummel und Christian Holder gerne und ausführlich den Stand des Projekts mit anschließender Führung.

Mit der Anlage hat die Technikgruppe der Klasse 8a/b nicht nur das Preisgeld von 8000 Euro aus dem "Mikromakro-Programm" erhalten, sondern hat es auch noch geschafft, ins Finale des Nanu-Wettbewerbs zu kommen.

Mit Hilfe des Preisgeldes ist es nun gelungen, das Projekt fortzusetzen und um 20 Module zu erweitern. Nach wie vor ist die Projektgruppe mit Begeisterung und voller Motivation bei der Sache, so sehr, dass sie sogar ein wenig zurückgehalten werden musste, wie Matthias Etzel nicht ganz ohne Stolz bekennt. Inzwischen ist durch die Erweiterung außer der Einspeisung ins Netz auch eine Auswertung der Leistung zur Optimierung der Anlage möglich geworden. Ideen kommen dabei immer wieder von den Schülern selbst, so ist in Zusammenhang mit der Anlage auch schon das nächste Ziel angedacht: der deutsche Klimapreis der Allianz Umweltstiftung.


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