"Wasser ist ein hohes Gut"

In den letzten Jahren hat die Albwasserversorgungsgruppe VI im Wasserwerk Gundelfingen große Investitionen getätigt. Am Montag wurde es von der Verbandsversammlung in Augenschein genommen.

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Besichtigung: Zum Teil werden die Pumpen im Werk Gundelfingen mit Wasser betrieben. Foto: Maria Bloching

Die Albwasserversorgungsgruppe VI wurde 1872 mit Sitz in Bremelau gegründet. Erste Baumaßnahme war die Verlegung der Wasserleitung nach Dürrenstetten, Bremelau und zum Heuhof, außerdem wurde 1873 die Pumpstation in Gundelfingen gebaut. Nach und nach kamen Ehestetten und Münzdorf, Dächingen, Altsteußlingen, Granheim, Erbstetten und Frankenhofen sowie Aichelau hinzu. Die Wasserentnahme erfolgt seit 1953 aus der "Oberen Fischerquelle" in Gundelfingen, aus der 29,5 Liter pro Sekunde gefördert werden können. Mit der Inbetriebnahme des Wasserwerks 1980 konnte das Karstwasser in einer Sandfilteranlage durch Ozon aufbereitet werden, später kam die Installation von Aktivkohlefiltern hinzu. Vor fünf Jahren erneuerte die Albwasserversorgungsgruppe VI die Ozonanlage und konnte dadurch den Verfahrensablauf optimieren.

Im Rahmen einer Führung beschrieb Wasserwärter Tobias König den Mitgliedern der Verbandsversammlung am Montagabend den Vorgang, der das Wasser aus der Quelle über Quarzsandfilter von Schwebstoffen befreit, über Aktivkohlefilter reinigt und mit selbst hergestelltem Ozon entkeimt. Gesteuert und überwacht wird der Reinigungsprozess über eine Schaltanlage, die komplett von außen über Monitor zu bedienen ist. Die Zwischenspeicherung des behandelten Trinkwassers erfolgt im Wasserwerk, das Fassungsvermögen beträgt 500 Kubikmeter.

König sprach von einer "sehr guten Wasserqualität", die das Aufbereiten erleichtert. Die Ozonerzeugung liegt derzeit lediglich bei 20 Prozent, während der Hochwasserphase in den letzten Wochen musste die Leistung auf 30 Prozent hochgefahren werden. Pro Tag werden rund 700 bis 1000 Kubikmeter Trinkwasser zu den angeschlossenen 12 Hochbehältern (einschließlich Wasserturm Dürrenstetten) weitergeleitet. Im Jahr 2012 wurden der "Oberen Fischerquelle" rund 305 000 Kubikmeter Wasser entnommen und aufbereitet, laut König wäre die Anlage jedoch zu weit mehr fähig. "Sie könnte etwa eine Million Kubikmeter pro Jahr aufbereiten und auch die Quelle würde noch viel mehr hergeben", meinte er. Sinnvoll ist deshalb auch der Notverbund mit dem Zweckverband Lautertalgruppe, der von Gundelfingen aus gesichert ist.

Im Pumpwerk sind vier Pumpen installiert. Vor acht Jahren wurden zwei alte durch neue Pumpen ersetzt. Bei ausreichendem Triebwasser werden diese Förderpumpen über Turbinen angetrieben. Die Förderleistung beträgt 22,6 Liter/Sekunde bei einem größten Tages-Wasserbedarf von rund 15 Liter/Sekunde. "Es ist gut, das mal anzuschauen. Zurecht haben wir in den letzten Jahren in die Technik der Wasserversorgung investiert", zeigte sich Verbandsvorsitzender Alexander Baumann, Oberbürgermeister aus Ehingen, beeindruckt. Er sei in seinem Eindruck bestätigt, dass das in Tobias König gesetzte Vertrauen berechtigt sei. Wasser sei ein hohes Gut, das wolle man auch in guten Händen wissen.

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